Vereinigtes Königreich: V&A-Museen zeigen Schmuck von Vivienne Westwood und Punk-Mode

Kultur
Letters to the Earth, Vivienne Westwood Bild: Tania Hoser
Von Danielle Wightman-Stone

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Die Victoria and Albert Museen (V&A) im Vereinigten Königreich haben ihr Ausstellungsprogramm für 2027 bekannt gegeben. Die Ausstellungen finden im V&A South Kensington, V&A East Museum und V&A Dundee statt. Geplant sind eine immersive Feier von Punk-Musik, Kunst und Mode sowie eine Erkundung des 400 Jahre alten südindischen Stoffes Chintz. Außerdem wird es einen tiefen Einblick in die Schmuckdesigns von Vivienne Westwood geben. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem globalen Einfluss Südasiens, einschließlich Mode und Design.

Das V&A startet 2027 mit seiner Ausstellung ‘Punk to Pop’, die am 13. März 2027 im V&A South Kensington in Londin eröffnet wird. Die immersive Ausstellung beleuchtet die reiche und vielseitige kreative Explosion in Musik, Kunst und Mode von 1972 bis 1985. Sie erkundet die Underground-Szenen und Bewegungen, die durch eine Punk-DIY-Haltung vereint waren. Gezeigt werden rund 300 Objekte, von Bühnenkostümen über Fotografie bis hin zu Musikvideos und Designs. Darunter sind auch Bands wie die Sex Pistols, Joy Division und Wham!

Werbeplakat für die Single ‘God Save The Queen’ der Sex Pistols, 1977. Jamie Reid. Artwork: Jamie Reid Bild: Sex Pistols Residuals, Universal Music Group

Die Hauptausstellung des V&A Dundee , Schottland, widmet sich der verstorbenen britischen Modedesignerin Vivienne Westwood. Sie beleuchtet, wie Schmuck eine wesentliche Rolle bei der Definition des Westwood-Looks spielte. Die Ausstellung ‘Vivienne Westwood & Jewellery’ bietet einen immersiven Einblick in die Geschichte von Westwoods Schmuckdesign. Sie erforscht die Designsprache und den subversiven Geist des britischen Designhauses durch die Linse des Schmucks.

Die Ausstellung, die am 26. März eröffnet wird, feiert auch die symbiotische Beziehung des Modehauses zu Schottland. Eine Auswahl von Archiv-Looks unterstreicht die Liebe der Designerin zu schottischen Textilien und zur schottischen Kultur.

V&A gibt Ausstellungsprogramm für 2027 bekannt

Amesh, Paddy Field Play, Evening Stroll, 2022. Bild: Tavish Gunasena für AMESH

Im V&A East Museum in London steht Südasien im Mittelpunkt. Die Ausstellung erkundet die Kreativität, Innovation und den globalen Einfluss, der heute von der Region ausgeht. ‘South Asia Now: Fashion. Art. Design.’ wird am 24. April eröffnet. Sie zeigt die „außergewöhnliche Bandbreite an Kreativität“, die in Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan und Sri Lanka verwurzelt ist.

Die Ausstellung wird mehr als 200 Werke aus Kunst, Mode, Architektur und Design umfassen. Sie rückt Designer:innen, Architekt:innen, Hersteller:innen und Künstler:innen in den Fokus, „die auf gemeinsame Geschichte, kulturellen Austausch und generationenübergreifendes Wissen zurückgreifen, um auf die entscheidenden Herausforderungen unserer Zeit zu reagieren“.

V&A feiert Chintz

Kleiderbahn oder Bauw, hergestellt an der Küste Südostindiens, 18. Jahrhundert. Handbemalte und gefärbte Baumwolle. Bild: Karun Thakar Collection

Zum Abschluss eines ereignisreichen Ausstellungsjahres widmet sich eine große Ausstellung der Geschichte des südindischen Chintz. Dieser Stoff entsteht durch das Handzeichnen von Mustern auf Baumwolle. Die als „bahnbrechend“ beschriebene Schau ‘Chintz’ erzählt, wie der Stoff über 400 Jahre überdauert hat. Im 17. und 18. Jahrhundert führte die weltweite Nachfrage nach südindischem Chintz dazu, dass der Stoff auf allen Kontinenten und in allen Gesellschaftsschichten eingesetzt wurde. Dies machte ihn zu einem der begehrtesten, meistkopierten und umstrittensten Stoffe der Geschichte, dessen Anziehungskraft bis heute anhält.

Die Ausstellung, die am 18. September eröffnet wird, betrachtet den farbenfrohen, handgezeichneten Stoff aus einer „radikal neuen Perspektive; nicht als Konsumprodukt, sondern als eine Form der Kunst, ähnlich anderen Formen der Malerei und Zeichnung“. Zu den Höhepunkten gehören die erstklassige Chintz-Sammlung des V&A sowie die „außergewöhnliche private Chintz-Sammlung“ von Karun Thakar, einem Textilsammler und Forscher.

Überkleid für Damen, hergestellt an der Küste Südostindiens, ca. 1760-1770. Handbemalte und gefärbte Baumwolle Bild: Victoria and Albert Museum, London
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