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Victoria and Albert Museum setzt für 2022 auf Männer, Afrika und Korea

Von Danielle Wightman-Stone

16. Juli 2021

Kultur

Bild: mit freundlicher Genehmigung von Gucci; Gucci Pre-Fall 2019 von Fotograf Harmony Korine

Das Londoner Victoria and Albert Museum (V&A) rückt die Mode und Kreativität Afrikas und Südkoreas in den Mittelpunkt und zeigt im Rahmen seines Programms 2022-2023 seine erste große Ausstellung mit Fokus auf Herrenmode.

Die Ausstellung „Fashioning Masculinities: The Art of Menswear“, gesellt sich zu „Africa Fashion“, die bereits im Januar angekündigt wurde, und 'Hallyu! Die koreanische Welle' als die nächsten Titel der Mode-Ausstellungen im V&A.

„Fashioning Masculinities: The Art of Menswear“ wird vom 19. März 2022 bis zum 6. November 2022 zu sehen sein und „die Kraft, die Kunstfertigkeit und die Vielfalt männlicher Kleidung und Aussehens“ feiern.

Die Ausstellung soll den Fokus auf die „beispiellose Kreativität in der Männermode“ werfen, indem sie nachzeichnet, wie Männermode über die Jahrhunderte hinweg gestaltet und umgestaltet wurde, und erforscht, wie Designer, Schneider und Künstler – und ihre Kunden und Betrachter – in verschiedenen Epochen Männlichkeit durch Kleidung konstruiert und performt haben.

„Fashioning Masculinities“ wird Looks von legendären Designern und aufstrebenden Stars mit historischen Schätzen aus der Sammlung des V&A und wegweisenden Leihgaben zusammenbringen, von Gemälden und Skulpturen der Renaissance bis hin zu Fotografie, Film und Performance.

Das V&A Museum veranstaltet seine erste große Herrenmode-Ausstellung - „Fashioning Masculinities: The Art of Menswear“

Die im Juni 2022 eröffnete Ausstellung 'Africa Fashion' wird mehr als 250 Objekte aus den persönlichen Archiven ausgewählter afrikanischer Modeschöpfer aus der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts und einflussreicher zeitgenössischer Persönlichkeiten zusammen mit Textilien und Fotografien aus der Sammlung des V&A zeigen.

Die Ausstellung soll die „unwiderstehliche Kreativität, den Einfallsreichtum und den unaufhaltsamen globalen Einfluss zeitgenössischer afrikanischer Modeschöpfer“ feiern, um die dynamische und vielfältige Modeszene hervorzuheben und zu erforschen, wie Musik und die visuellen Künste einen wichtigen Teil der kulturellen Renaissance Afrikas bilden.

Bild: Mit freundlicher Genehmigung des V&A; Kofi Ansah 'Indigo' Couture 1997 - Narh und Linda von Eric Don- Arthur

Nach einem großen öffentlichen Aufruf im Januar werden erstmals Neuerwerbungen gezeigt, die die aktuellen Modetrends der afrikanischen Diaspora hervorheben und gleichzeitig die neue Generation von Designern, Kollektiven, Stylisten und Modefotografen, die heute auf dem Kontinent arbeiten, in den Vordergrund stellen.

Christine Checinska, der Kuratorin des V&A für afrikanische Diaspora-Mode, kommentierte die Ausstellung in einem Statement: „Die Ausstellung wird afrikanische Mode als eine sich selbst definierende Kunstform präsentieren, die den Reichtum und die Vielfalt der afrikanischen Geschichte und Kultur offenbart.“

„Alle Moden aus einer so riesigen Region zu zeigen, wäre ein unmöglicher Versuch. Stattdessen wird Africa Fashion die Vitalität und Innovation einer Auswahl von Modeschöpfern feiern, die die Arbeit der Avantgarde des 20. Jahrhunderts und die Kreativen im Herzen dieser eklektischen und kosmopolitischen Szene heute erforschen. Wir hoffen, dass diese Ausstellung eine Neuverhandlung der Geografie der Mode auslöst und zu einem Game-Changer für das Feld wird.“

„Africa Fashion“ wird vom 11. Juni 2022 bis zum 16. April 2023 laufen.

V&A feiert die populäre Kultur Südkoreas

Bild: mit freundlicher Genehmigung von Jason Decrow/Invision/AP/Shutterstock; Psy performt Gangnam Style, 2012, New York, USA.

Eine weitere Ausstellung, die sich 2022 im V&A mit Mode beschäftigt, ist „Hallyu! The Korean Wave“, eine Feier der kreativen Beiträge Südkoreas in den Bereichen Kino, Drama, Musik, Fandom, Schönheit und Mode.

Vom 24. September 2022 bis zum 25. Juni 2023 läuft „Hallyu! The Korean Wave“ die erste Ausstellung ihrer Art, die die „bunte und dynamische Popkultur“ Südkoreas präsentiert. Gesponsert vom Ministerium für Kultur, Sport und Tourismus der Republik Korea, wird die Ausstellung die Entwicklung der koreanischen Welle von ihrem Aufstieg in den späten 1990er Jahren bis hin zu einem weltweiten Phänomen erforschen.

Das V&A Museum zeigt eine Fabergé gewidmete Ausstellung

Bild: mit freundlicher Genehmigung des V&A; The Alexander Palace Egg, Fabergé. Chief Workmaster Henrik Wigström (1862-1923) - The Moscow Kremlin Museums.

Das V&A hat auch bestätigt, dass es die erste große Ausstellung über den legendären russischen Goldschmied Fabergé beherbergen wird. Die Ausstellung soll im November 2021 eröffnet werden und bis Mai 2022 laufen.

'Fabergé in London: Romance to Revolution" wird mehr als 200 Objekte zeigen und sich auf die Bedeutung der Londoner Filiale des Juweliers und die edwardianische High-Society-Klientel konzentrieren, sowie die Geschichte von Carl Fabergé erzählen.

Tristram Hunt, Direktor von V&A, sagte in einer Erklärung: „Das ehrgeizige Ausstellungsprogramm des V&A für 2022-2023 ist sowohl unverschämt global als auch wunderschön intim im Maßstab.“

„Während die Welt aus einem brutalen Jahr der eingeengten Horizonte wieder erwacht, mischen unsere Ausstellungen im V&A South Kensington und im V&A Dundee das Historische mit dem Zeitgenössischen und akademische Strenge mit Phänomenen der Popkultur, um das Beste aus Kunst, Design und Performance zu präsentieren – und dazu beizutragen, ein engagiertes, reflexives und kulturell eingestelltes Großbritannien zu fördern.“

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ