Ob Klöppeln, Stricken, Töpfern, Häkeln oder Nähen - Handarbeit erfreut sich seit einiger Zeit wieder einer stark wachsenden Beliebtheit. Das betonten die Dortmunder Messe und Trendexpertin Gabriela Kaiser am Dienstag vor Start der «Creativa 2019». Rund 650 Aussteller aus 22 Ländern wie den USA, Indien, Nordkorea oder Tunesien und 80 000 Besucher werden ab Mittwoch zu der fünftägigen Veranstaltung erwartet - der größten Kreativmesse in Europa.

Die «Creativa 2019» mit Workshops und Modenschauen richtet sich an Bastelfreaks, Kreative aller Art, an Lehrer, Schulklassen und Erzieher. Auch Vereine, Berufsschulen, Unis, Künstler und Designer beteiligen sich laut Messe mit einem breiten Do-It-Yourself-Angebot. In diesem Jahr strebe man in Dortmund einen besonderen Rekord an: Aus Tausenden selbstgemachten Mützen, die vor Ort zusammengenäht werden, soll die größte Mützenskulptur der Welt entstehen.

Die kreative Branche sei in Bewegung, viele Menschen wollten mit ihren selbst gefertigten Arbeiten weg vom Mainstream, sagte Kaiser. Gefragt seien auch natürliche Materialien wie Holz, Blüten oder Blätter. Und Ressourcen-Schonung sei ein aktuelles Thema - etwa mit Recyclinggarnen aus alten Textilien. Nach Angaben der Online-Handarbeitsplattform Makerist stricken, häkeln und schneidern in Deutschland rund 18 Millionen Menschen. Die Hälfte von ihnen regelmäßig mindestens einmal im Monat, die andere Hälfte eher selten, wie ein Sprecher unter Berufung auf das Statistikportal statista.de sagte. (DPA)

 

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