Sneek Peak Shift Frankfurt: Das verraten die Messe-Macher:innen vorab
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Der Startschuss für die Shift Frankfurt rückt näher: Mit einer Sneak Peek in der Offenbacher Industrie-Location Fredenhagen gibt die Shift Frankfurt heute einen ersten Vorgeschmack auf Deutschlands neues Modemesse. Modeprofis, Marken und Agenturen haben die Chance, den Flair des Geländes vorab zu erleben und erste Stand- sowie Lichtkonzepte zu entdecken.
Mehr über das Konzept, Vorbereitungen und Vision, verrät Show Director Shift Frankfurt, Thimo Schwenzfeier, im Interview.
Sie stellen heute den Standort von Shift vor. Was können Besucher:innen erwarten?
Am 5. März starten wir noch nicht die volle Messe, sondern öffnen die Türen zu ihrem Mindset. Rund 100 ausgewählte Gäste aus Handel, Marken, Agenturen und der Fachpresse werden die Location Fredenhagen im Rohzustand erleben, kombiniert mit ersten kuratierten räumlichen Eindrücken.
Wir präsentieren exemplarische Standkonzepte in verschiedenen Größen und zeigen, wie Licht und Architektur die Atmosphäre prägen. Wichtiger noch: Besucher:innen bekommen ein Gefühl für den Shift-Spirit: fokussiert, offen, zeitgemäß. Ein Begegnungsort, der auf Dialog und Vibe baut.
Warum wird diese Messe in Deutschland gebraucht?
Deutschland ist der größte Modemarkt Europas, doch fehlt es derzeit an einem zentralen, neutralen Treffpunkt für die Branche. In den letzten Monaten wurden wir immer wieder gefragt, wann eine neue Plattform für den deutschen Markt entstehen würde.
Shift beantwortet diese Nachfrage. Es schafft ein kuratiertes, hochwertiges Umfeld für Austausch und Orientierung. Etwas, wonach der deutschsprachige Markt aktiv wieder sucht.
Können Sie uns etwas mehr über das Konzept der Messe für Deutschland erzählen?
Shift Frankfurt ist primär für den deutschsprachigen Modehandel konzipiert. Unser Fokus liegt auf Inspiration, zukunftsweisenden Konzepten und sinnvollem Networking.
Wir bringen etablierte Marken, progressive Newcomer:innen, Agenturen und Technologiepartner:innen in einem Umfeld zusammen, das Zusammenarbeit statt Wettbewerb fördert. Es geht darum, relevante Impulse zu identifizieren, Partnerschaften zu stärken und die Zukunft des Modehandels gemeinsam zu gestalten.
Welche Optionen gibt es für den Standbau?
Wir bieten drei Beteiligungsformate an, klar strukturiert und transparent: Open Space (30–40 m²) – für Marken, die volle kreative Freiheit wünschen. Dies beinhaltet die Fläche, Grundbeleuchtung, einheitliche Markenkennzeichnung und die Listung im Hallenplan.
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Plug & Play Basic (5–40 m²) – ein bezugsfertiger Systemstand inklusive Edelstahl-Racks, Beleuchtung, einheitlicher Kennzeichnung, Tisch und Stühlen.
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Plug & Play+ (5–40 m²) – eine erweiterte Version mit personalisierter Rückwand (Logo oder Bild) und erweiterter Ausstattung.
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Zusätzlich gibt es spezielle Co-Initiator-Pakete (S–XL) mit erhöhter Sichtbarkeit und Prioritätsplatzierung für Marken, die sich für mehrere Ausgaben verpflichten.
Die Idee ist Flexibilität mit Klarheit.
Wie sollten sich die Stände visuell idealerweise zueinander verhalten?
Wir möchten, dass sich jede Marke authentisch präsentiert, aber innerhalb eines ausgewogenen Gesamtrahmens. Bei Shift geht es nicht um „höher, schneller, weiter“.
Die Plug & Play-Systeme schaffen visuelle Konsistenz und architektonische Ruhe. Die maximale Standgröße von 40 m² verhindert eine Eskalationsdynamik und hält den Fokus auf Inhalt und Produkt. Der Gesamteindruck soll kuratiert, stimmig und inspirierend wirken, aber nicht überwältigend.
Warum haben Sie sich entschieden, sowohl Menswear als auch Womenswear anzubieten?
Weil die beste Inspiration aus Qualität und Breite entsteht. Händler:innen denken zunehmend in Konzepten statt in strikten Kategorien.
Ein Menswear-Händler ist oft neugierig auf Entwicklungen in der Womenswear und umgekehrt. Indem wir beides zusammenbringen, schaffen wir Synergien und erweitern die Perspektiven.
Wie soll das Verhältnis der beiden sein?
Es gibt kein festes Verhältnis. Was zählt, ist die Gesamtkomposition: Segmente, Stile, Preislagen und Markenpositionierung müssen ein überzeugendes Ökosystem bilden.
Der Mix muss sich relevant und ausgewogen anfühlen, nicht mathematisch korrekt.
Herr Schwenzfeier, Sie sind in der Modebranche bekannt für Ihre Expertise im Bereich Nachhaltigkeit. Wie wird dieses Segment auf der Shift vertreten sein?
Nachhaltigkeit wird durch die Marken, die Partner:innen und das Rahmenprogramm präsent sein. Wir verzeichnen starkes Interesse von Marken mit verantwortungsvollen und zukunftsweisenden Ansätzen.
Gleichzeitig vermeiden wir bewusst, Nachhaltigkeit als Nische zu isolieren. Verantwortung wird heute branchenweit als Basis erwartet. Shift stellt daher Marktfähigkeit und zukunftsorientierte Geschäftsmodelle in den Vordergrund. Wobei Nachhaltigkeit ein integrales, allgegenwärtiges Element bleibt.
Nachdem der Termin verschoben wurde. Ist es sicher, dass die Shift erstmals am 1. und 2. Juli stattfinden wird?
Basierend auf dem Feedback und dem wachsenden Commitment, das wir sehen – besonders rund um den Sneak Peek – sind wir sehr zuversichtlich. Die Resonanz aus dem Markt ist ermutigend.
Wann wird der finale Termin bestätigt?
Wir planen fest mit dem 1. und 2. Juli 2026.
Gibt es eine Mindestanzahl an Ausstellenden, die Sie erreichen wollen?
Fachbesucher:innen erwarten eine relevante Markenlandschaft. Aus diesem Grund streben wir an, uns einer knapp dreistelligen Zahl an Ausstellenden zu nähern.
Qualität und Stimmigkeit bleiben jedoch wichtiger als reines Volumen.
Haben bereits Marken zugesagt?
Wir erhalten sehr positives Feedback, was sich auch im starken Interesse am Sneak Peek widerspiegelt. Es ist noch früh, um konkrete Zahlen oder Namen zu nennen, aber die Signale aus dem Markt sind vielversprechend.
Welche Art von Besucher:innen und wie viele erwarten Sie?
Unser primäres Publikum ist der deutschsprachige Modehandel: Einzelhändler:innen, Ladeninhaber:innen, Einkäufer:innen, Retail Directors und Category Manager:innen.
Shift ist bewusst für Entscheidungsträger:innen konzipiert, Profis, die aktiv die Strategie definieren und die Richtung ihrer Retail-Konzepte und Kollektionen gestalten.
Wir zielen darauf ab, einen hochgradig kuratierten Mix aus Multi-Store-Händler:innen, mittelständischen Unternehmen und sorgfältig ausgewählten Boutiquen aus Deutschland und der weiteren DACH-Region zusammenzubringen.
Diese Zusammensetzung ist gewollt. Sie ist das Ergebnis eines fokussierten und datengestützten Auswahlprozesses statt einer offenen, volumenbasierten Besucherakquise.
Können Sie etwas genauer erklären, wie Sie als Messe datengestützt arbeiten wollen?
In Zusammenarbeit mit Hyperscout haben wir umfangreiche Profile deutscher Einzelhändler:innen entwickelt. Durch diese KI-gestützte Intelligenz werden ausstellende Marken auf der Shift aktiv mit den passenden Händler:innen gematcht.
Das Ziel ist einfach: Rauschen entfernen und Relevanz schaffen. Indem wir sicherstellen, dass die richtigen Marken auf die richtigen Händler:innen treffen, heben wir die Qualität des Dialogs und steigern den Return on Investment für teilnehmende Marken signifikant. Dieser intelligente und selektive Matchmaking-Ansatz markiert eine klare Evolution vom traditionellen Messemodell – und positioniert Shift als neuen Standard bei B2B-Modeevents.
Sie sprechen davon, Rauschen zu entfernen. Bedeutet das strikter Fokus auf das Zusammenbringen von Handel und Marken bei der Shift?
Jenseits des Handels heißen wir auch Technologieanbieter, Produzenten, Fachmedien und Modeprofis aller Disziplinen willkommen.
Shift ist als Treffpunkt sowohl für etablierte Branchenführer:innen als auch für aufstrebende Innovator:innen konzipiert – eine Plattform, auf der sich Business, Insight und Zukunftsvision natürlich überschneiden.
Abschließend eine Frage zu Ihrer Vision. In zehn Jahren wird Shift Germany…
In zehn Jahren wird Shift Germany der natürliche Treffpunkt der Branche sein. Eine Plattform, die den Markt nicht nur abbildet, sondern aktiv mitgestaltet.
Sie wird für Klarheit, Relevanz und Atmosphäre bekannt sein. Ein Ort, an dem sich Business, Kultur und Innovation überschneiden.
Und idealerweise werden die Leute sagen: Hier begannen die echten Gespräche über die Zukunft der Mode in Deutschland.
Das Interview wurde in schriftlicher Form geführt.