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Who’s Next: Die Pariser Modemesse kehrt dynamisch zurück

Von Odile Mopin

8. Sept. 2021

Messen

Bild: Who's Next. Foto Quentin Chevrier

Erfrischend, energiegeladen und gut besucht: Diese neue, analoge Ausgabe der Pariser Modemesse Who's Next wurde von der Branche nach eineinhalb Jahren der Online-Messebesuche mit Spannung erwartet. Vom 3. bis 6. September fand die Messe in den Hallen 5 und 6 der Porte de Versailles statt und auf dem großen Platz, der von dem spektakulären Baldachin des Architektenbüros Valode & Pistre überdacht wurde. Die Modebranche, die zuvor von der Pandemie ausgebremst wurde, nahm wieder Fahrt auf.

700 Aussteller (also etwa 50 Prozent einer „vollenbesetzten“ Ausgabe) waren mit an Bord, mit 250 neuen und zahlreichen wiederkehrenden Marken, darunter Pataugas, Ubac, Annie Jeans, die umweltfreundlichen Daunenjacken Save the Duck, Maison Soleil und Louise Marcaud. Ein Gefühl von frischem Blut herrschte also für die Frühjahr/Sommerkollektionen 2022 vor, die von französischen Einkäufern gut aufgenommen wurden, aber auch von jenen aus dem restlichen Europa, die etwa 25 Prozent der Besucher ausmachten. Und sogar einige Japaner und US-Amerikaner waren zu Besuch.

In diesem Herbst wurde die Messe auch von den Wirtschaftsakteuren des öffentlichen Sektors genau unter die Lupe genommen. Olivia Polski, stellvertretende Bürgermeisterin von Paris, zuständig für Handel, Kunst- und Modeberufe, nahm an der Eröffnungskonferenz teil, und auch Alain Griset, Ministerdelegierter für Kleine und Mittlere Unternehmen, nahm die die Reise auf sich.

Mehr internationale Besucher als erwartet

Offen und vernetzt zwischen den verschiedenen Sektoren: Die Bereiche „Traffic“, „Impact“ (ökologisch verantwortliche Marken), die seit ihrer Gründung 2019 stark an Bedeutung gewonnen haben, aber auch „Bijorhca“ und der Bereich Sommer-Bademode und „Riviera“, machen die Veranstaltung fließender, weniger segmentiert als zuvor.

„Seit ich die Leitung übernommen habe, habe ich die Messe als Concept Store konzipiert, in diesem Fall als den größten Concept Store der Welt“, erklärt Frédéric Maus, General Manager des Messeveranstalters WSN, gegenüber Fashion United. „Warum sollte man Schmuck und Accessoires von der Konfektionsware trennen? Ein Sortiment ist wie ein Kleiderschrank aufgebaut, wie ein eigenes Universum. Die neue Generation von Einzelhändlern hat das verstanden.“

Auch der Wunsch nach einem Neuanfang, die Lust auf Unternehmertum, spiegelt sich in dem Erfolg, der im Januar letzten Jahres mit Ulule gestarteten Kooperation wider. Diese Partnerschaft zwischen der Messe und der Plattform für partizipative Finanzierung ermöglichte es vierzig jungen Unternehmern, ihre Marke zu lancieren und ihre Crowdfunding-Ziele zu erreichen.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.fr veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ