Zalando: Bread & Butter wird "Trend Show statt Trade Show"

Nach der Insolvenz der Bread & Butter hatte Zalando im vergangenen Jahr die Markenrechte der einst wichtigsten Messe für Jeans und Freizeitkleidung übernommen. Am Montag erklärte der Berliner Modeversender nun erstmals genauer, was er mit dem großen Namen vorhat.

Dass die „Bread & Butter by Zalando“ kaum etwas mit der früheren Messe zu tun haben würde, war schon vor der Preview-Veranstaltung absehbar gewesen – nicht nur, weil der traditionelle Veranstaltungsort, der ehemalige Flughafen Tempelhof, nicht mehr zur Verfügung steht, weil er derzeit als Flüchtlingsunterkunft genutzt wird. Schon vor längerer Zeit hatte Zalando angekündigt, keine exklusive Fachmesse, sondern ein öffentliches Modefestival veranstalten zu wollen. Das wurde am Montag bestätigt: Unter dem Motto „Now“ wird vom 2. bis 4. September im Treptower Veranstaltungszentrum Arena ein „Publikumsevent“ über die Bühne gehen, auf dem den Besuchern einiges geboten werden soll: nicht nur aktuelle Mode, sondern auch Live-Musik, Workshops und digitale Innovationen.

In einer Zeit, in der viele Modemessen über Möglichkeiten nachdenken, den Endverbraucher stärker einzubeziehen – schon der frühere Bread & Butter-Chef Karl-Heinz Müller hatte „Publikumstage“ ins Gespräch gebracht, in dieser Woche veranstaltet die Berliner Messe Show & Order erstmals eine öffentliche „Shopping Night“ –, hat das Modell der „Bread & Butter by Zalando“ programmatische Wirkung: „Unser Konzept bricht mit dem Status quo“, sagte Zalando-Vorstand David Schneider, „wir verabschieden uns von der traditionellen Trade Show, um Platz für eine ganz neue Art von Event zu schaffen: Eine Trend Show für Marken und Konsumenten, die die Möglichkeit für direkte Interaktion bietet.“

Zalando hat schon mehr als 25 namhafte Marken als Teilnehmer gewonnen

Dafür wird naturgemäß auf das traditionelle Messeprinzip verzichtet, die Kollektionen der übernächsten Saison zu präsentieren. Schließlich richtet sich das Konzept nicht an Einkäufer, sondern an potenzielle Kunden. Daher werden auf der „Bread & Butter by Zalando“ im September „die spannendsten Produktneuheiten“ für die Herbst/Winter-Saison gezeigt, Waren also, die es gleichzeitig in den Läden – und bei Zalando – zu kaufen gibt.

Zahlreiche namhafte Marken und Kollaborationsprojekte konnte der Versender schon für die Premiere gewinnen: So werden Adidas, Converse, Eastpak, Lee, Levi’s, Marina Hoermanseder X Hello Kitty, Nike, Reebok, Stance und Vans dabei sein. Mehr als 25 internationale Modelabels hätten bereits für das Event zugesagt, erklärten die Veranstalter. Hugo, Topman, Topshop, Puma und Zalando selbst werden ihre aktuellen Angebote während des Events mit eigenen Modenschauen präsentieren.

Als Online-Versender legt Zalando bei seinem neuen Aushängeschild naturgemäß auch großen Wert auf digitale Angebote: „Passend zu unserem Motto ‚Now’ möchten wir mit der ersten ‚Bread & Butter by Zalando’ Erlebnisse schaffen, die On- und Offline miteinander verbinden und soziale Interaktion und Engagement fördern“, sagte Carsten Hendrich, der Vice President Brand Marketing von Zalando. „Neben den neuesten Trends im Mode- und Musikbereich werden wir zeigen, was in der digitalen Welt gerade angesagt ist, und all das mit unseren Konsumenten teilen,“ so Hendrich.

Die Show wird an allen drei Veranstaltungstagen bis Mitternacht geöffnet sein. Tagestickets zum Preis von 15 Euro sind ab dem 13. Juli auf www.breadandbutter.com erhältlich.

Zalando: Bread & Butter wird "Trend Show statt Trade Show" Die Messesaison hat begonnen! Deshalb wird sich FashionUnited im Juli ganz auf Modemessen konzentrieren. Für alle Artikel zu den Messen, klicken Sie bitte hier.

Bild: Zalando

Zalando: Bread & Butter wird "Trend Show statt Trade Show"

Entdekken sie auch FashionUnited's MAP: Start der Berlin Fashion Week: hier muss man sein.

 

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