Zalando sucht neue Ideen für Bread & Butter

Zalando gibt das Aus der Berliner Modemesse Bread&&Butter bekannt. Ob das auch in Zukunft dabei bleiben wird, hält das Unternehmen jedoch offen.

Dass die Bread & Butter eine tolle Idee war, wussten alle. Wie man damit Geld verdienen soll, war hingegen vielen unklar. Das hat möglicherweise jetzt zum vorläufigen Ende der Veranstaltung geführt. In einem Interview mit dem "Handelsblatt" sagt Co-Chef David Schneider zwar, dass die Kosten für Zalando „nie ein ausschlaggebendes Argument gewesen seien“, aber offensichtlich haperte es am Nutzen der Veranstaltung. Es sei bei dem Projekt immer um die Gesamtstrategie gegangen, und danach hat die Messe wohl nicht wunschgemäß performt. Schneider: „Alles, was wir investieren und ausprobieren, muss uns als Unternehmen strategisch weiterbringen und zugleich skalierbar sein. Da stoßen wir mit der Bread & Butter einfach an natürliche Grenzen.“ Mit den schlechten Umsatzzahlen des Unternehmens und dem jüngsten Kursrutsch soll die Entscheidung nicht zusammenhängen.

Lokale Kampagnen für breitere Zielgruppe

Genaue Zahlen will Schneider jedoch nicht nennen. Die hat Zalando auch zu den vergangenen drei Veranstaltungen nie genannt. Mehr als 40 Marken, darunter auch Adidas und Wrangler, zeigten sich den Konsumenten mit Workshops und anderen Events. 35.000 Menschen habe die Messe zuletzt angezogen. Für absolute Fashion Victims ein Highlight im Kalenderjahr, für die breite Masse aber offenbar nicht interessant genug.

Ganz aufgeben will Schneider die Idee jedoch nicht. Für die Zukunft sieht er durchaus weiter Potenzial für ein Modefestival à la Bread & Butter. Man habe viel aus den bisherigen Veranstaltungen gelernt und könne sich vorstellen, mit einzelnen Marken Events zu entwickeln. Auch eine Nutzung der Marke Bread & Butter für andere Events sei denkbar. Schneider: „Wir haben viel darüber gelernt, wie man unsere vielfältigen digitalen Kanäle mit Live-Events verknüpfen kann.“

Statt einer Massenveranstaltung könnte es nun erst einmal mit lokalen Events weitergehen, die mehr Menschen ansprechen sollen als es die Bread&Butter vermochte.

”Mit der B&&B haben wir Fashion-Kompetenz aufgebaut und das Vertrauen der Marken gewonnen. Daran anknüpfend wollen wir uns wieder an eine breitere Zielgruppe wenden - mit personalisierten, lokalen Kampagnen”, sagte David Schneider, Co-CEO von Zalando SE in einer E-Mail an FashionUnited.

“Für die B&&B war Berlin der perfekte Schauplatz und ich bin mir sicher, dass die Stadt noch viele Events dieser Art sehen wird. Als Kreativpool für Mode und Technologie ist unser Wachstum hier erst möglich geworden”.

Foto: Bread & Butter 2018 / Isa Foltin & Alexander Koerner & Sam Smelty | Getty Images for Zalando

 

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