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Interaktive Karte: die Locations Cruise/Resort und Pre-Fall-Locations

Ob Rio de Janeiro, Seoul oder Kuba – Designer großer Luxusmodehäuser lassen sich für ihre Präsentationen der Cruise Collections, die im Mai stattfinden und als Zwischensaison zwischen Herbst- und Frühjahrskollektionen fungieren, immer wieder neue, spektakuläre Kulissen einfallen.

Sehen Sie in unserer interaktiven Karte, wo es Chanel, Louis Vuitton, Gucci, Prada und Dior in der Cruise-Saison 2018 (Folie 1-4) hinzieht und wo sie ihre Cruise-Collections in der Vergangenheit gezeigt haben (Folie 6-18).

Unter Cruise- oder Resort-Kollektion versteht man eine Kollektion, die zwischen den Hauptsaisons herausgebracht wird. Die Cruise/Resort-Kollektionen werden von den großen Modehäusern wie Gucci, Dior, Chanel und Louis Vuitton im Mai an ständig wechselnden Locations gezeigt. Die Kollektion kommt dann etwa im November in die Läden, wenn die Kunden sich auf eine Reise in die Sonne vorbereiten.

Foto: Louis Vuitton Facebook

DMI: „Zeitgeist“ und „Marktanalysen“ sind kommende Top-Themen

Zur Selbstdefinition des Deutschen Mode Instituts (DMI), zählt der Anspruch, der Mode im wahrsten Sinne des Wortes immer einen Schritt voraus zu sein. Künftige Trends frühzeitig zu erkennen und zu gestalten, is dabei ein zentraler Anspruch. Kein Wunder also, dass sich der saisonal stattfindende „Fashion Day“ als relevanteste Trendinformations-Veranstaltung und beliebter Branchentreff längst fest etabliert hat.

„Die Veranstaltung entwirft ein komplettes Bild der Mode einer jeweiligen Saison für Womenswear, Menswear und Accessories – Basis-Wissen für kreative Kollektionsgestaltung“, so das DMI. Zielgruppen sind Designer und Produktentwickler sowie Vertreter aus Industrie und Handel der Mode-, Textil- und Lifestylebranche.

Die nächste Veranstaltung, die am 11. Juli 2017 in der Düsseldorfer Rheinterrasse stattfindet, beschäftigt sich bereits mit den zentralen Themen der Herbst/Winter Saison 2018/19. Als besonders relevant hat das DMI die Schwerpunkte „Zeitgeist“ und Marktanalysen“ ausgemacht. Beides Bereiche, die immer stärkeren Einfluss auf den Modehandel haben.

Im Detail stehen folgende Themen auf der Agenda: Zeitgeist-Analysen, Digitale Konzepte, Markt-Auswertungen, Reality-Check Handel, Farben, Material-Trends, Garne + Strick, sowie die Key Directions Fashion, Key Products – Silhouetten, Styles + Details, die Key Directions Accessories und Key Products Accessories.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.de

Monki startet Öko-Linie Monki Cares

Die schwedische Modemarke Monki, die zur H&M Group gehört, hat eine umweltfreundliche Linie namens Monki Cares in Partnerschaft mit Plan International, WWF und I: Co herausgebracht. Dies ist Teil von H&Ms Strategie, bis 2030 nur noch 100 Prozent recycelte oder nachhaltig beschaffte Materialien zu verwenden.

Sobald ein Artikel also das Monki Cares-Logo trägt, steht er für umweltfreundliche, wassersparende Materialien wie etwa Biobaumwolle, die ohne Chemikalien angebaut ist. Zudem werden auch die Arbeitsbedingungen der Arbeiter berücksichtigt. Materialien wie PVC, Pelz, Angora oder solche, die zur Ausbeutung des Amazonas-Regenwalds beitragen, kommen nicht in Frage.

Das ist aber noch nicht alles - als Teil von Monki Cares bekommen Verbraucher auch praktische Tipps, wie sie ihre Kleidungsstücke und die Umwelt schonen können - zum Beispiel durch weniger Waschgänge und durch Lufttrocknen. Zudem sollten alte oder ungeliebte Stücke auf jeden Fall wiederverwertet oder weitergegeben oder -verkauft werden, um ihnen ein neues Leben zu ermöglichen.

Monki startet Öko-Linie Monki Cares

Die Kampagne, zu der es einen Kurzfilm mit dem Titel "1-800-LAZY-ECO" gibt, ermutigt Verbraucher, über monki.com/cares Umwelttipps und ihre Fragen und Erfolge miteinander und Monki-Mitarbeitern zu teilen.

“Indem wir uns darauf konzentrieren, was Verbraucher tun können und wie Monkis eigene Anstrengungen die Ziele der Kampagne unterstützen, möchte die Marke Besucher in dem Gefühl bestärken, dass sie eine aktive Rolle spielen können, was die Zukunft nachhaltiger Mode angeht”, sagte das Unternehmen in einer Presseerklärung.

Plan International ist eine internationale Organisation, die sich in 51 Ländern in Afrika, Asien und Amerika für das Wohl von Kindern einsetzt; I:Co vergibt alljährlich einen Preis an internationale Forschungsprojekte, die sich mit der Wiederverwertung von Schuhen und Textilien befassen.

Fotos: Monki
Fashion Revolution Week ist in vollem Gange

Aufmerksame und verantwortungsbewusste Verbraucher werden wissen, dass mit dem Jahrestag des Rana Plaza-Unglücks auch die Fashion Revolution-Initiative beginnt. Wie auch im letzten Jahr ist sie dieses Mal wieder eine ganze Woche lang und läuft noch bis Sonntag, dem 30. April. Wie zuvor dreht es sich um die zentrale Frage “Who made my clothes?”; in diesem Jahr geht es aber auch unter dem Thema “Money, Fashion, Power” um den Weg des Geldes und die Machtstrukturen innerhalb der Lieferkette der Modebranche, die sich klar in den Löhnen der Arbeiter und dem Preis widerspiegeln, den Endverbraucher für ihre Kleidung zahlen.

“Haben Sie sich jemals gefragt, wer Ihre Kleidung herstellt? Wieviel sie bezahlt bekommen und wie ihr Leben aussieht? Bevor Bekleidung in die Läden kommt, hat sie einen langen Weg hinter sich und geht durch die Hände von Baumwollbauern, Spinnern, Webern, Färbern und Nähern. 80 Prozent von ihnen sind Frauen zwischen 18 und 24 Jahren. Viele Menschen, die unsere Kleidung herstellen, leben in Armut. Das muss sich ändern”, erklärt Fashion Revolution-Mitgründerin Orsola de Castro.

'Money, Fashion, Power' ist Thema der Fashion Revolution Week 2017

Ziel der Kampagne ist es, die Art der Verbraucher zu ändern, wie sie über die Kleidung, die sie kaufen und tragen, denken und sie dazu zu inspirieren, eine positive Veränderung in ihrem Leben vorzunehmen. Zudem sollen sie mit der Frage “Who made my clothes?” Modemarken und Einzelhändler gezielt nach der Herkunkft ihrer Kleidung befragen.

Fashion Revolution Week ist in vollem Gange

Auch in Deutschland haben Modefans und Verbraucher genug Gelegenheiten an der Aktionswoche teilzunehmen: So machte etwa ein Radwanderkino in Leipzig bereits vor dem Jahrestag den Auftakt; zudem wird an verschiedenen Orten zum Kleidertausch im Pop-up-Store aufgerufen; es gibt einen Modestammtisch und viele Vortrags- und Diskussionsveranstaltungen werden in ganz Deutschland geboten. Eine Übersicht ist nach Stadt und Tag auf future.fashion/kalender aufgelistet.

Während am ersten Fashion Revolution Day im Jahr 2013 Zehntausende Menschen aus über 60 Ländern teilnahmen, waren es 2014 schon Beteiligte aus 71 Ländern. Im Jahr 2016 gab es zum ersten Mal die Fashion Revolution Weekund inzwischen machen Menschen in 90 Ländern weltweit mit.

Um mehr über das Rana Plaza-Unglück, die Reaktionen darauf und Initiativen von Marken und Einzelhändlern zu erfahren, lesen Sie unbedingt auch:

Fotos: Fashion Revolution Week
Yoox, Parsons fördern nachhaltige Mode

Onlinehändler Yoox und Parsons School of Design haben pünktlich zum Earth Day 2017 beschlossen, zusammen nachhaltige Mode und Branchenpraktiken zu fördern, und zwar durch Ausbildung und Kollaborationen über Yoox' sozial- und umweltverantwortliche Platform Yooxygen.

Ein Ergebis der neuen Kollaboration ist der Yooxygen Award, der einem vielversprechenden BFA-Absolventen von Parsons bei der alljährlichen Benefizveranstaltung verliehen werden soll, die am 22. Mai stattfindet. Der Gewinner wird die Chance haben, ein sechsmonatiges Praktikum bei Yoox in Mailand zu absolvieren, das im Juli beginnt und dessen Ziel es ist, eine nachhaltige Damenmoden-Kollektion zu kreieren, die ab Januar 2018 exklusiv bei Yoox verkauft wird.

Ein weiteres sechsmonatiges Praktikum bei Yoox in New York wird an einen weiteren Absolventen vergeben. Dieses wird im September beginnen.

Ziel des Preises und der Initiative ist es, Abgänger der renommierten Modehochschule dazu zu animieren, Fashion Design als Mittel zu sehen, wichtige und drängende Probleme wie Klimawandel und Nachhaltigkeit anzusprechen und in ihrer Arbeit zu thematisieren.

“Im Jahr 2009, als Yooxygen seinen Online-Einstieg hatte, gehörten wir zu den ersten, die die Bedeutung verantwortungsvoller Entscheidungen in der Modebranche anerkannten”, sagte Federico Marchetti, Yoox-Gründer und Geschäftsführer der Yoox Net-A-Porter Group. “Unsere Partnerschaft mit Parsons verbindet unser Engagement in der Ausbildung mit unserem Wunsch, nachhaltige Entscheidungen in der Mode zu fördern. Wir sind überzeugt, dass die nächsten Generationen von Talenten eine nachhaltigere Mode-Agenda vorantreiben werden und wir glauben, dass es unsere Verpflichtung ist, dies möglich zu machen.”

“Wir freuen uns, mit Yoox an dieser wichtigen Partnerschaft für unsere Studierenden zusammenzuarbeiten. Die Ausbildung im Bereich Nachhaltigkeit ist für unsere Studenten von entscheidender Bedeutung, und Parsons engagiert sich für die Ausbildung von Designern, die bereit sind, dringende Fragen in der Modebranche zu lösen”, kommentierte Burak Cakmak, Dekan des Fachbereichs Fashion der Parsons School of Design.

Darüberhinaus werden Yoox und Parsons zusammen an Richtlinien zur Regelung nachhaltiger Fragen herausgeben, wie sie in der Modebranche auftreten, darunter verantwortlicher Konsum, faire Produktion und fairer Handel, ein geringer Umwelteinfluss und die Förderung von Kunsthandwerk vor Ort. Die Richtlinien werden von Yooxygen verwendet, um Marken für die Website auszuwählen und Kunden die Möglichkeit zu geben, nachhaltig über Yoox einzukaufen.

Foto: Yooxygen Website
Wahre Leidenschaft für Denim: Denim.lab

INTERVIEW Denim.lab ist eine niederländische Denim-Marke für echte Denim-Liebhaber. Sie gehört zum wachsenden Kreis der Marken, die dem trend- und preisgetriebenen Modemarkt zeitlose Produkte mit Seele und Geschichte entgegen stellen möchten. Anstatt ständig nach neuen Designs und einer immer schnelleren und billigeren Lieferkette zu suchen, folgt Gründer Sander van de Vecht seiner eigenen Nase und produziert, was ihm selbst gefällt. Sein Motto: Der Stoff kommt zuerst. Direkt von den Amsterdam Denim Days erklärt er hier, wie das geht.

Was genau ist Denim.lab?

Denim.lab schafft hochwertige Denim-Kollektionen für Männer und Kinder. Alle unsere Jeans-Stoffe, die wir verwenden, werden auf klassischen Webstühlen mit Schützen als Selvadge Denims hergestellt – das ist die höchste Qualitätsstufe von Denim-Stoffen, die Sie bekommen können. Es ist großartig, mit solchen Stoffen arbeiten zu können! Aber die Auswahl des Stoffes ist nur der erste Schritt. Wir verbringen viel Zeit mit dem Sourcing und suchen die besten Zutaten für jedes Kleidungsstück zusammen, wie eine Auswahl von Chambray-Stoffen für die Taschenfutter, unser Baumwoll-Mikro-Logo, das in Frankreich hergestellt wird, die mattschwarzen Nieten und unsere italienischen Leder-Patches. Und meistens nähen wir unsere Jeans mit einem Indigo-gefärbten Nähfaden, der mit der Jeans verblasst. Außerdem verwenden wir keine Plastiktüten für Verpackung und Versand, jedes Kleidungsstück wird in einer wiederverwendbaren Baumwolltasche geliefert. Diese Details sind wichtig für unseren Erfolg und begeistern Verbraucher ebenso wie Händler.

Wahre Leidenschaft für Denim: Denim.lab

Warum hast Du Denim.lab gegründet?

Meiner Meinung nach gibt es wenig Angebot im Premium-Denim-Markt für Männer. Es gibt teure Denimmarken, aber garantiert das Premium-Denim? Ich meine, was definiert Premium-Denim? Das teure Foto-Shooting und der berühmte Designer-Name oder das Produkt und seine Zutaten?

Was ist so besonders an Denim - warum hast Du Dich entschlossen, mit Denim zu arbeiten?

Mich faszinieren die unendlichen Möglichkeiten von Denim. Denim und die vielen leidenschaftlichen Menschen, mit denen ich arbeite, langweilen mich nie. Die vielen Reisen und die ewige Suche nach neuen Stoffen und Möglichkeiten machen sehr, sehr süchtig.

Wie genau hat es angefangen?

Ich habe über 15 Jahre für Marken wie Pepe Jeans, JC Rags, Gsus, Tommy Hilfiger und Gaastra Blue gearbeitet, und es war irgendwie unvermeidlich, dass ich mein eigenes Business starten würde. Vor fünf Jahren habe ich Denim.lab Productions gegründet, eine Agentur, die für andere Marken und Einzelhandelsketten Denimkollektionen entwirft und produziert. Daraus entstand die Marke. Am Anfang war Denim.lab also für andere Designer und Private Label Kunden gedacht, dann haben wir auch damit begonnen, Denimrestposten, die ich auf meinen Sourcing-Reisen finde, aufzukaufen und im Webshop zu verkaufen. Und wann immer ich etwas mochte, produzierte ich neue Jeans daraus und verkaufte sie online und bei Events. Genauso entstand übrigens auch unsere Kinderkollektion Mini.lab. Schließlich habe ich dann angefangen, Denim.lab an einige lokale holländische Menswear-Läden zu verkaufen, und das funktionierte sehr gut. Heute verkaufen wir die Marke mit Kunden in Großbritannien, Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Japan.

Denim.lab ist nur Menswear, warum?

Die Hälfte der Menschen auf der Welt ist männlich, das ist genug für mich. Im Ernst, Männer und vor allem männliche Denim-Kunden sind beständiger und schätzen ein Paar großartige Jeans viel mehr und länger als Frauen das tun. Damenmode geht mir viel zu schnell. Ich arbeite gerne für Frauen für meine Produktionskunden, aber sie passen nicht zu meinen Werten für Denim.lab.

Wahre Leidenschaft für Denim: Denim.lab

Denim.lab folgt nicht dem Rhythmus der Modebranche mit mindestens zwei Kollektionen pro Jahr, warum?

Ich denke, dass Denim nicht von den vier Jahreszeiten oder den vier Lieferungen pro Jahr diktiert werden sollte. Die meisten Jeans-Kollektionen können das ganze Jahr über und für einen längeren Zeitraum verkauft werden. Das ist besonders jetzt wichtig, wo sich die Nachfrage nach Denim stark abgekühlt hat und die Läden mehr Zeit brauchen, um mit ihrem Denimsortiment zu arbeiten. Ein solides NOS-System ist mir auch sehr wichtig. Wir halten durchschnittlich sechs Styles auf Lager mit einer wöchentlichen Nachbestellung. Das heißt also: Für mich ist eine High-End-Jeans-Marke unabhängig vom Marketingbudget. Stattdessen geht alles in das Produkt, den Stoff, das Leder, das Metall, die wiederverwendbare Verpackung ... und das ist genau das, was der unabhängige Einzelhändler in der Zukunft braucht. Die großen Marketing-Marken werden sowieso ihre eigenen Läden eröffnen – wenn sie es nicht schon längst getan haben.

Denim.lab versteht sich demnach als slow fashion. Wie arbeitet ihr genau?

Das Sourcing bestimmt meine Kollektion. Ich benutze nur was ich wirklich mag. So verwenden wir Selvage Denims für Jeans, Hemden und sogar Jacken. In seltenen Fällen verwenden wir auch andere Stoffe, wie Mischungen mit Wolle oder andere Spezialgewebe. Wenn ein Produkt gut ist, bleibt es so – auch über mehrere Saisons. So halten wir die Kollektion so einfach wie möglich. Wir haben drei Denim Passformen, die enge, die gerade und die Chino, wir haben ein Hemd, ein Sakko und zwei Jacken bzw. Mäntel. Alle diese Styles bleiben in der Kollektion, und wir ändern nur die Stoffe, wenn nötig.

Wo produziert ihr?

Wir sourcen und produzieren vor allem an zwei Orten, in Japan und Thailand. In beiden Ländern gibt es viel Knowhow im Bereich der Selvage Denim Produktion.

Wahre Leidenschaft für Denim: Denim.lab

Woher bekommst Du Deine Inspiration?

Ich reise alle paar Wochen, besuche Webereien und Fabriken, ich gehe zu Stofflagern und suche Restposten, die wir verwenden können. Aber ich arbeite auch gerne direkt mit den Webereien und entwickle eigene Ideen. All das zusammen ist sehr inspirierend für mich. Auch die Verkaufsteams in den verschiedenen Ländern zu treffen und mit meinen Kunden darüber zu sprechen, was gut war, können neue Ideen in Bewegung setzen.

Ihr verkauft auch Selvage-Denim im Webshop - was für ein Kunde kauft eure Denim-Stoffe?

Wir verkaufen sie an alle Arten von Kunden: Schneider, Taschenhersteller, Bastler, Modeschüler, Schuhmacher etc. Grundsätzlich ist das interessant für jeden, der nur 3 bis 300 Meter Stoff braucht. Aber wir verkaufen auch größere Mengen, wenn Kunden nicht finden können, was sie brauchen.

Was ist der Mainstream-Trend im Bereich Denim jetzt gerade?

Für Frauen mag ich gerade sehr den Fabric-Mix, womit dieser re-used Look entsteht, der sehr frisch ist und endlos in den Optionen.

Fotos: Denim.lab

Wahre Leidenschaft für Denim: Denim.lab Im April, dem Monat, in dem auch die Denim-Modemesse Kingpins und die Amsterdam Denim Days stattfinden, konzentriert sich FashionUnited ganz auf Denim. Für all unsere Artikel zum Thema Denim, klicken Sie bitte hier
Rana Plaza - vier Jahre danach

INTERAKTIVER ZEITSTRAHL Zum vierten Mal werden sich Menschen auf der ganzen Welt zum Jahrestag des schlimmsten Industrieunglücks der Geschichte - zum schlimmsten Unglück der Bekleidungsindustrie überhaupt - zusammenfinden. Am 24. April 2013 stürzte das Rana Plaza-Gebäude in Savar in der Nähe von Dhaka in Bangladesch ein. 1.134 Arbeiter und Arbeiterinnen, die in den fünf darin untergebrachten Bekleidungsfabriken arbeiteten, bezahlten mit ihrem Leben; mehr als 2.500 wurden verletzt. Tragischerweise hätten die meisten - wenn nicht alle - Todesfälle und Verletzungen verhindert werden können, hätten die Bekleidungsarbeiter das Gebäude evakuieren dürfen wie Arbeiter anderer Betriebe auch.

FashionUnited hat einen Zeitstrahl zusammengestellt, der die Ereignisse von diesem tragischen Tag im April bis zu jüngsten Entwicklungen zusammenfasst - den Dhaka Apparel Summit, Fashion Revolution Day, Anstrengungen des Abkommens für Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch und der Allianz für Arbeitersicherheit in Bangladesch und andere Bemühungen internationaler Akteure und Akteure vor Ort. Werden ihre gemeinsamen Anstrengungen ausreichen, um das Unglück in wirkliche Veränderungen in der weltweiten Bekleidungsindustrie und ihrer Lieferkette zu wandeln? Das bleibt abzuwarten.

Navigieren Sie mit Hilfe der Pfeile durch die Ereignisse, die nach Datum aufgelistet sind, oder klicken Sie auf einen Zeitraum (grauer Kasten), um mehr zu erfahren.

Nach dem tragischen Einsturz des Rana Plaza-Gebäudes, dem tödlichsten Unfall in der Geschichte der Bekleidungsindustrie, fragen sich immer mehr Menschen, wie ein T-Shirt, das so wenig kostet wie zum Beispiel 2 Pfund, jemals verantwortungsvoll hergestellt werden kann.

Die Tragödie wurde nicht nur als Weckruf für die internationale Modebranche gesehen, um zusammenzuarbeiten und die Schwächsten ihrer Lieferketten zu schützen - es war auch ein sofortiger Aufruf zum Handeln für Primark, der von New Waves Bottoms herstellen ließ, einem der Rana Plaza-Zulieferer, um seine ethischen und CSR-Richtlinien genauer zu betrachten und zu sehen, wo sie verbessert werden könnten.

Primark gehörte zu den ersten Einzelhändlern, die das Abkommen zu Brandschutz und Gebäudesicherheit in Bangladesch unterzeichneten, das von IndustriALL und UNI Global Union ins Leben gerufen wurde. Er war auch einer der ersten, der sicherstellte, dass die durch den Einsturz betroffenen Opfer und deren Familien unmittelbar nach der Katastrophe finanzielle Unterstützung und Nahrungsmittel erhielten.

Weiterlesen: Fallstudie: Einblicke in Primarks Haltung zu verantwortungsvoller Mode

Foto: Zakir Hossain Chowdhury / ANADOLU AGENCY

Recycling-Mode: Wie Marken die Scheinheiligkeit kultivieren

Nachhaltigkeit, Ökologie und die Einhaltung sozialer Mindeststandards werden in der Textilproduktion immer wichtiger. Dies könnte man tatsächlich glauben, wenn man den PR-Meldungen der großen Modemarken aus den letzten Monaten und Jahren Glauben schenken dürfte. Kaum eine große Marke oder Textilkette, die sich noch nicht auf die Fahnen geschrieben hat, in Zukunft weniger Müll und Gift zu produzieren und nachhaltiger herstellen zu lassen.

Egan ob H&M, C&A, Zara, Mango oder andere Hersteller – anscheinend haben mittlerweile die meisten Unternehmen erkannt, dass der Umwelt- und Menschenschutz künftig an erster Stelle stehen muss. Und sie alle engagieren sich nach Kräften, um ihre Produktion entsprechend umzustellen. Auf Chemikalien soll plötzlich ganz verzichtet werden, Wasser soll gespart und die Bodenbelastung signifikant verringert werden. Zudem sollen kaum noch umweltschädliche Kunststofferzeugnisse verwendet werden, Arbeiter gerecht bezahlt und krankenversichert sein.

Um ihre Fortschritte auf dem Weg zum politisch korrekten Unternehmen zu dokumentieren und vor allem der Öffentlichkeit vorzuführen, wie sehr man sich um das Thema bemüht, veröffentlichen mittlerweile die meisten Modemarken einen sogenannten Nachhaltigkeitsbericht. Hier wird regelmäßig aufgezeigt, welche Ziele sich das Unternehmen gesteckt hat und welche Zwischenschritten man bereits gegangen ist. Zudem lancieren immer mehr Hersteller eine Öko- oder Nachhaltigkeits-Linie, die mit großem PR-Aufwand in die Medien gedrückt wird und von der Modernität der Marke zeugen soll. Soziale Verantwortung ist nämlich ziemlich sexy.

Müll vermeiden, statt recyceln

Dabei handelt es sich bei den PR-Kollektionen meist lediglich um einen Versuch der Konzerne, sich von ihren Verfehlungen reinzuwaschen. Die Modeindustrie verursacht weltweit mit den meisten Plastikmüll und ist mit ihren aufwändigen, chemisch unterstützten Herstellungsprozessen einer der größten Umweltverschmutzer des Planeten. Der Siegeszug von Fast Fashion tut sein Übriges, um die Umwelt noch mehr zu belasten als zuvor.

Wurden früher lediglich zwei Kollektionen im saisonalen Rhythmus in die Läden gebracht, füllen die meisten Marken mittlerweile ihre Regale im Abstand weniger Tage mit neuen Teilen, neuen Styles und neuen Produkten. Die Folge: Kleidung wird immer kürzer getragen, die Klamottenberge in den Haushalten wachsen ins Unermessliche und der stets zunehmende Einsatz von Polyesterfasern steigern die Umweltbelastung ins Unermessliche.

Anstatt, wie nun der Sportartikelhersteller Adidas, medienwirksame Kooperationen mit fragwürdigen Umweltorganisationen einzugehen, sollte die Branche also lieber darauf achten, generell weniger Müll zu erzeugen. Adidas hat unlängst angekündigt, gemeinsam mit der Organisation „Parley for the Oceans“ Sportschuhe aus recyceltem Plastik aus den Weltmeeren auf den Markt zu bringen. Dies kommt zwar auf Modeblogs und bei manchem Instagram-Hipster gut an, trübt jedoch letztlich nur den Blick auf’s Wesentliche: dafür zu sorgen, dass der Müll erst gar nicht entsteht.

Die einzige Nachhaltigkeit, die sich in der Modebranche glaubhaft etabliert hat, ist die der Scheinheiligkeit. Ein modischer Charakterzug, der so alt ist wie die Klamotte selbst. Mode macht Leute, Mode macht Image, Mode verdeckt und verkleidet – auch und gerade das Schlechte.

Foto: Hartmut Giessler / pixelio.de

Christina Dean: "Die Nachfrage nach Unterricht in nachhaltiger Mode ist groß"

INTERVIEW Christina Dean, Gründerin und Präsidentin von Redress, einer Umwelt-NGO aus Hong Kong, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die negativen Auswirkungen von textiler Fertigung auf die Umwelt zu reduzieren. Auf ihrem Weg nach Paris nahm sich die Unternehmerin einen Moment Zeit, um mit FashionUnited über ihre Nachhaltigkeitsziele, Redress und den EcoChic Design Award zu sprechen.

FashionUnited: Wann hast du begonnen, in der Mode zu arbeiten und wie wurde Redress ins Leben gerufen?

Christina Dean: "Ich wuchs in Südafrika und später im Vereinigten Königreich auf und machte dort einen Abschluss in Kieferchirurgie. Ich folgte einer Familientradition, aber meine Leidenschaft galt dem Journalismus. Dann zog ich vor elf Jahren nach Hong Kong, wo mein zweites Kind zur Welt kam. Ich arbeitete für verschiedene Magazine, die sich mit Umwelt- und Gesundheitsthemen befassten. Was aber wirklich mein Leben verändern sollte, war meine Arbeit zum Thema Umweltverschmutzung. Das Level an Luft- und Umweltverschmutzung, das China erreicht hat, erschreckte mich. Ein großer Teil des Problems wird von der Modeindustrie verursacht. Und da China der größte Hersteller von Textilien und Bekleidung auf der Welt ist, wusste ich, was ich tun musste: Ich wollte ein Bewusstsein für das Problem schaffen und gründete Redress. Hong Kong ist dafür der optimale Ort. Viele große Unternehmen haben hier ihren Sitz und Hong Kong ist so voller positiver Einflüsse, die, so hoffe ich, letztlich einen positiven Einfluss auf China haben werden.

Christina Dean: "Die Nachfrage nach Unterricht in nachhaltiger Mode ist groß"

Redress ist jetzt zehn Jahre alt. Was hat sich seither verändert?

„Ich sehe die Veränderungen als sehr positiv. Konsumenten ziehen die Unternehmen zunehmend zur Verantwortung und stellen Fragen. Gesetze zu Umweltverschmutzung und Menschenrechten verbessern sich und Modehändler sehen sich ihre Lieferketten genauer an. Aber ich denke auch, dass die Bewegung noch an Fahrt aufnehmen kann. Bei Redress geht es uns vor allem darum, über Mode-Lieferketten aufzuklären. Wir geben Unternehmen Beratung, die ihnen helfen soll, ihre Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Wir versuchen aber auch, Konsumenten aktiv in das Gespräch zu integrieren und Teil der Lösung zu sein.“

Was ist der EcoChic Design Award?

„Heute ist der EcoChic Design Award der größte Nachwuchs-Wettbewerb für nachhaltiges Design. Wir haben ihn 2011 ins Leben gerufen und nun nehmen schon mehr als 80 Modeschulen daran teil. Wir erhalten stetig mehr Bewerbungen von Kandidaten. Es gibt eine echte Nachfrage nach Unterricht auf dem Gebiet und wir glauben, dass jeder Designer Zugang zu Informationen haben sollte, wie er oder sie nachhaltiger designen kann. Insbesondere stellen wir ein großes Interesse von Designern aus China und Indien fest. Up-Cycling entwickelt sich zu einem richtigen Markt – wir arbeiten auf diesem Gebiet zum Beispiel mit Esprit oder Shanghai Tang zusammen. Unsere Arbeit erreicht immer mehr Menschen. Im Moment befinden wir uns im Auswahlprozess für die siebte Ausgabe des Wettbewerbs, bei dem Designer aus Asien, Europa und zum ersten Mal auch Amerika teilnehmen.“

Christina Dean: "Die Nachfrage nach Unterricht in nachhaltiger Mode ist groß"

Was ist die Rolle von Modeschulen in der Modeindustrie?

„Modeschulen spielen eine entscheidende Rolle in der Zukunft der Modeindustrie. Sie müssen die Innovation leisten, damit wir anstehende Herausforderungen meistern können. Wir können es uns nicht leisten, die nächste Generation nicht in Nachhaltigkeit auszubilden. Oft fehlt es an den Möglichkeiten, dem Zugang und den Fähigkeiten der Lehrer. Deshalb haben wir Training-Packs geschaffen, die bereits in 55 Ländern heruntergeladen wurden.

Was ist von den sogenannten ‚nachhaltigen’ Kollektionen der fast Fashion-Giganten zu halten ? Ist das nichts weiter als Greenwashing?

„Im Allgemeinen gibt es eine zunehmende Bereitschaft aller Modemarken, ihre Unternehmen und Produktionen nachhaltiger zu gestalten – vom Luxussegment bis hin zum Massenmarkt. Manche beginnen mit Capsule Collections, die den Konsumenten eine Wahl geben, Nachhaltiges zu kaufen. So wird auch der Rest des Marktes zum nachziehen bewegt. Aber noch immer ist die Kluft zwischen dem Konzept nachhaltiger Mode und der Industrie, die schnelle Mode zum Wegwerfen produziert, groß. Manche betreiben tatsächlich Greenwashing. Deswegen unterrichten wir die Konsumenten, damit sie das erkennen können und die Unternehmen in die Verantwortung nehmen.“

Worum geht es in der 365 Challenge?

„Das war eine Challenge, die ein Jahr lang lief, von Januar bis Dezember 2013. In dieser Zeit trug ich nur benutzte oder gespendete Klamotten. Ich wollte ein positives Beispiel aufzeigen, und klar machen, wie viel ungenutztes Potenzial auf den Müllkippen dieser Welt landet. Ich wählte jeden Tag ein neues Outfit aus einem Kleidungs-Recyclingcenter in Hong Kong. Dabei habe ich 12 Tipps und Techniken entwickelt, die jeder für sich nutzen und seine Garderobe ein wenig nachhaltiger machen kann.“

Christina Dean: "Die Nachfrage nach Unterricht in nachhaltiger Mode ist groß"

Du hast gerade ein Buch herausgebracht, das ‚Dress [With] Sense’ heißt. Worum geht es da?

„Die Idee war es, einen leicht lesbaren Guide mit Fashion-Tipps und praktischen Ratschlägen zu entwickeln, mit dessen Hilfe jeder seine Kleidung langlebiger und seine Garderobe nachhaltiger gestalten kann. Das Buch gibt Ideen und zeigt die Leute — Models, Blogger, Aktivisten — die sich Ethik durch Ästhetik und eine nachhaltige Garderobe nähern. Der Guide besteht aus vier Teilen: KAUFE besser und treffe nachhaltigere Entscheidungen; TRAGE Kleidung auf kreative Weise und entdecke deinen Kleiderschrank neu; PFLEGE Kleidung, indem du sie richtig wäschst und lagerst; RESPEKTIERE deine Kleidung, indem du sie weggibst, tauschst oder recycelst – Hauptsache, sie kommt nicht in den Mülleimer.

„Ich hoffe aufrichtig, selbst die größten Shopping-Junkies so positiv beeinflussen zu können, damit sie Mode auf eine positivere Weise nutzen.“

Fotos: Redress

In Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenINTERAKTIVER BILDERN

Innovationen in der Modeindustrie werden oft dadurch vorangetriben, dass man Probleme lösen oder Prozesse optimieren will. Manchmal verlangen Probleme aber nach Lösungen, die um ein Vielfaches größer sind, als das Problem. Der Herstellungsprozess wurde immer von Innovationen angetrieben und hat auch die Standardisierung weiter vorangebracht. So sind gestrickte Obermaterialien bei Schuhen ein gutes Beispiel dafür, wie Innovation die Produktionszeit verringern, Margen erhöhen und einen starken Marketingwirkung haben kann.

Wie genau werden gestrickte oder 3D-gedruckte Schuhe hergestellt? Erfahren Sie in den folgenden Fotos, in welchen Schritten die Fertigung von beiden passiert.

Halten Sie dafür einfach den Mauszeiger über die Fotos.

Gestricktes Schuhwerk

Das Resultat (Foto 1) und der Produktionsprozess eines gestrickten Schuhs. (Foto 2 - 4):

In Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten Schuhen

3D-gestrickte Schuhe

Das Resultat (Foto 1) und der Produktionsprozess eines 3D-gestrickten Schuhs. (Foto 2):

In Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten Schuhen

3D printed shoes

Das Resultat (Foto 1) und der Produktionsprozess eines 3D-gedruckten Schuhs. (Foto 2-6):

In Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten SchuhenIn Bildern: Die Herstellung von gestrickten und 3D-gedruckten Schuhen
SLEMinars 2017: Die Zukunft der Schuhherstellung

The Future of Footwear Manufacturing SLEMinars. Ein Muss für jeden, der in der Industrie vornedran bleiben will!

Gestrickte Schuhe spielen beim Future Footwear Manufacturing Sleminar am 21. April eine große Rolle. Thijs Verhaar vom Knitwear Lab und XioaXi Shi von JS Shoes werden einen Vortrag zu den Themen gestrickte Schuhe, 3D-Strick sowie Garne und Schnitte halten. Troy Nachtigall hält einen Vortrag über Solemaker (3D-gedruckte Schuhe).

Book your ticket now Bleiben Sie in sachen zukunft der Schuhindustrie auf dem Laufenden und melden Sie sich an. Fashionunited-Leser erhalten 10 Prozent Rabatt mit dem Promocode SLEMXFASHIONUNITED.

Fotos: Nike, Adidas, JS Shoes, via SLEM.

Fotos 3D-gedruckte Schuhe: Bart van Overbeeke