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Bijou Brigitte unterstützt wohltätige Minx Fashion Night

Zum zweiten Mal fand die Minx Fashion Night statt, diesmal am 23. September 2017 in der Residenz in Würzburg. Sie sammelte Spenden für die Sauti Kuu-Stiftung, die sich weltweit um benachteiligte Kinder und Jugendliche kümmert. Der Hamburger Modeschmuckkonzern Bijou Brigitte als Platinsponsor machte zusammen mit Minx bei Eva Lutz die Veranstaltung möglich.

Unter den rund 400 Gästen waren zahlreiche Persönlichkeiten aus Politik, Fernsehen und Gesellschaft. Höhepunkt des Abends war die Präsentation der aktuellen Herbst-/Winter-Kollektion von Minx by Eva Lutz durch prominente Gäste wie Christine Neubauer, Birgit Schrowange und die als Pippi Langstrumpf bekannte Inger Nilsson, die zudem glitzernden Geschmeide aus dem Hause Bijou Brigitte trugen.

Minx-Abendroben wurden unter anderem von Franziska Knuppe, Kim Hnidzo und Luisa Hartema präsentiert. Die Veranstaltung wurde von Désirée Nosbusch moderiert. Für die musikalische Untermalung sorgten die Sopranistin Nadja Michael, Luca Hänni mit einem Glasperlenspiel und Schlagerlegende Michael Holm.

Insgesamt kamen 75.000 Euro an Spenden zusammen. Ein Scheck wurde an Dr. Auma Obama überreicht, der Gründerin der Sauti Kuu-Stiftung. Sie informierte die Gala-Gäste über die wichtige Arbeit ihrer Organisation, die weltweit benachteiligten Kindern und Jugendlichen Wege eröffnet, eine Perspektive im Leben zu finden.

Foto: Luisa Hartema, Marie Amière, Mitorganisatorin Eva Lutz von Minx by Eva Lutz, Dr. Auma Obama, Sauti Kuu-Stiftung, Franziska Knuppe und Kim Hnizdo (v.l.) auf der Minx Fashion Night. / obs/Bijou Brigitte AG/Franziska Krug

Die Prêt-à-Porter-Schauen der Damenkollektionen für Frühjahr/Sommer 2018 gehen ab Montag in Paris über den Laufsteg. Eröffnen wird das neuntägige Spektakel das Defilee von Simon Porte Jacquemus am Abend.

Der 27-jährige Franzose gilt als großes Nachwuchstalent. Insgesamt stehen mehr als 80 Defilees internationaler Designermarken auf dem Programm, darunter große Namen wie Chanel, Dior und Saint Laurent. Hinzu kommen noch Präsentationen kleinerer Labels außerhalb des offiziellen Kalenders.

Das Modehaus Dior zeigt in dieser Saison erstmalig bereits am Dienstag seine Kollektion, also schon am zweiten Tag der Schauen. In den Vorjahren hatte Dior immer bis Freitag gewartet.

Verstärkt wird mit diesem Schritt die Tendenz der vergangenen Jahre, einige "Schwergewichte" eher an den Anfang der Modewoche zu schieben. Allerdings bleiben die Präsentationen von Chanel und Vuitton, ebenfalls "Blockbuster"-Schauen, weiterhin gegen Ende auf dem Kalender.

Es bleibt abzuwarten, ob durch diese gleichmäßigere Verteilung Einkäufer und Journalisten vielleicht sogar die gesamte Woche über in der französischen Hauptstadt bleiben. (DPA)

Modewoche: Furioses Finale mit Dolce & Gabbana und Stella Jean

Donatella Versaces hochemotionale Hommage an ihren vor 20 Jahren ermordeten Bruder Gianni läutete am Freitagabend ein Mailänder Show-Wochenende ein, das viele sehenswerte Kollektionen mit vielschichtigen Trends für die Saison Frühjahr/Sommer 2018 bot.

Politische Botschaften gab es anders als vor einem halben Jahr kaum, inhaltlich ging es eher um eine Flucht aus der Realität.

Modewoche: Furioses Finale mit Dolce & Gabbana und Stella Jean

Open-Air in Mailands neuem Stadtviertel "CityLife" empfingen Lucie und Luke Meier zu ihrem mit Spannung erwarteten Debüt als Kreativdirektoren von Jil Sander. Sie kombinierten Purismus mit Innovation. Die Silhouette ist lang und weit. Die Farben basieren auf den klassischen Jil-Sander-Codes: weiß, marineblau, schwarz und camel. Experimentell wird es mit geknüpften Elementen, die sich in lange Fransen auflösen.

Auch Salvatore Ferragamo nutzte die Gunst des Spätsommers und empfing die Gäste draußen, auf dem eigens für die Show mit Rasen ausgelegten Platz vor der Börse. Gezeigt wurde eine Kollektion, die auf Vielfalt und Individualität setzt. So gab es unter anderem ausgestanzte Muster und Python-Optiken, Schlaghosen und Röcke mit Zipfelsaum, kräftige Farben und markante Gürtel.

Bei Cividini tauchten unter anderem von Paul Gauguin inspirierte Mustermotive auf. Aquilano.Rimondi hingegen stellten sich mit einer sehr grafisch angelegten Kollektion vor.

In der Mode von Stella Jean steckt immer auch ein gesellschaftlicher Ansatz. In ihrer Show am Sonntag lenkte sie den Blick auf die "Cholitas Luchadoras". Jene indigenen Frauen aus Bolivien, die in traditioneller Kleidung Wrestling betreiben und damit auch um Gleichberechtigung kämpfen. In die von dieser Szenerie inspirierten Muster, Farben und Formen mischten sich in der Kollektion westliche, sportive Elemente wie bestickte Trainingsjacken und Blousons.

Dolce & Gabbana schließlich eröffneten ihre Show am Sonntag mit sinnlichen schwarzen Kleidern und steigerten sich dann in opulente Druckbilder, zum Beispiel Spielkartenmotive oder Blüten, und üppige Stickereien hinein.

Modewoche: Furioses Finale mit Dolce & Gabbana und Stella Jean

Mit eher unbekannten Namen sollte die Mailänder Modewoche am Montag ihren Abschluss finden. Dann sind die meisten aber schon auf dem Weg nach Paris - denn dort starten noch am selben Abend die Shows.DPA

Foto: Catwalkpictures

Modewoche: Furioses Finale mit Dolce & Gabbana und Stella Jean Die internationale Fashion Week-Saison für Damenmode beginnt im September und die ganze Aufmerksamkeit richtet sich für die aktuellsten Trends der kommenden Saison wieder auf New York, Paris, London und Mailand. Für alle Neuigkeiten zur Laufsteg-Saison der Damenmode klicken Sie bitte hier.

Purismus trifft Innovation - auf diese Formel lässt sich das Debüt von Lucie und Luke Meier als neue kreative Doppelspitze des Labels Jil Sander bringen. Die Premiere fand am Samstagabend im Rahmen der Mailänder Modewoche statt, auf der noch bis einschließlich Montag die Trends für die Saison Frühjahr/Sommer 2018 vorgeführt werden. Lucie und Luke Meier ersetzen Rodolfo Paglialunga, der drei Jahre lang eher glücklos für das Label entwarf.

Schon seit Jahren misslingt der Anschluss an die großen Zeiten in den 80ern und 90ern, als die heute 73-jährige Hamburgerin Jil Sander mit ihrem luxuriösen Purismus stilprägend war. In der Show wurden die Frauen- und Männerentwürfe gemeinsam präsentiert. Es tauchten viele klassische Jil-Sander-Codes auf: die Farbpalette mit Weiß, Marineblau, Schwarz und Camel. Das weiße Hemd. Der lange Mantel. Doch die Interpretationen waren innovativ. Die Formen fallen lang und weit. Geknüpfte Elemente lösen sich in Fransen auf. Zarte Plissees stehen im Kontrast zu derben Schnallen. Mit überweiten gemusterten Strick-Pullovern und -Kleidern flossen frische Akzente ein. (DPA)

Mailänder Modewoche: Neustart bei Jil Sander Die internationale Fashion Week-Saison für Damenmode beginnt im September und die ganze Aufmerksamkeit richtet sich für die aktuellsten Trends der kommenden Saison wieder auf New York, Paris, London und Mailand. Für alle Neuigkeiten zur Laufsteg-Saison der Damenmode klicken Sie bitte hier.
Leichtigkeit, Logos, Lebenslust: Trends der Mailänder Modewoche

Die Krisen der Welt bleiben außen vor. Die Mode soll die Seele aufhellen. Voller Optimismus gehen Mailands Designer in die Saison Frühjahr/Sommer 2018.

Der Trump-Effekt ist bereits wieder verpufft. Prägten vor einem halben Jahr noch politische Botschaften die Mailänder Modewoche, ging es jetzt inhaltlich eher um eine Flucht aus der Realität. Das beeindruckendste Show-Erlebnis lieferte Donatella Versace mit einer Hommage an ihren vor 20 Jahren ermordeten Bruder Gianni. Sie brachte einige seiner berühmtesten Looks noch einmal auf den Laufsteg - ebenso wie die legendäre Supermodel-Generation der 1990er-Jahre um Claudia Schiffer und Naomi Campbell.

Ein besonderer Fokus lag in dieser Saison auf den Debüts neuer Kreativdirektoren. «Einstand gelungen» heißt es für Paul Surridge (Roberto Cavalli) sowie Lucie und Luke Meier (Jil Sander). Und das sind die Modetrends, mit denen Mailand in die Saison Frühjahr/Sommer 2018 geht:

- Leichtigkeit: Dass die Stoffe im Frühjahr/Sommer eher leicht sind, liegt nahe. Aber viele Models schienen in Mailand über den Laufsteg zu schweben, fast schon schwerelos war ihre Kleidung aus Seide, Chiffon, Organza oder Nylon. Auch Transparenz gehört dazu.

- Tropen-Flair: Florale Drucke gab es in den meisten Kollektionen. Am auffälligsten waren dabei Blüten wie auch Farben, die tropischer Flora entstammen. Es gab sie unter anderem bei Fendi und Francesco Scognamiglio. Moschino ging das Thema in der für die Marke typischen ironischen Überhöhung an: die Frau als Blumenstrauß auf Beinen.

- Geometrie: Sie bildet den Gegenentwurf zum Floralen und zeigt sich sowohl in der Schnittführung als auch in den vielen Streifendesigns. Auffällig ist hier die Laufrichtung: quer, zick-zack oder im Patchwork unterschiedlicher Varianten. Zum Beispiel bei Fendi, Cividini und Aquilano.Rimondi.

- Glanz-Schicht: Pailletten, Metallic-Lack, Plastik-Beschichtungen. Mailands Designer nutzen alle Möglichkeiten aus, um der Mode Glanz zu verleihen. Ein Spiel zwischen 80er-Jahre-Glamour und Futurismus.

- Reinheit: Ganz in Weiß - auch das ist angesagt. Eine Mode, die allein von der Form lebt und aus eher schlichten Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Popeline geschneidert ist. So gesehen unter anderem bei Jil Sander und Fausto Puglisi.

- Mantel-Parade: Bei Prada war er das Schlüsselelement der Kollektion und auch sonst spielt der Mantel eine große Rolle - bis hin zu ärmellosen Varianten.

- Logo-Manie: Das offen zur Schau getragene Bekenntnis zu einer Marke ist zwar nicht neu, greift aber immer mehr um sich. So wurde bei Max Mara das Logo zum Druckmotiv, Fendi setzte es sogar auf Pelz, Aquilano.Rimondi machten aus typographischen Varianten ihrer Namen ein Muster.

- Sei du selbst, eine Botschaft als Trend: Jede Frau ist anders. Zu starre Vorgaben machen keinen Sinn, eine Kollektion braucht viele Ideen. Gucci setzt diesen Gedanken unter Alessandro Michele radikal um. Jetzt schloss sich dem auch Salvatore Ferragamo an - und feierte die Individualität der Frau. (Von Axel Botur, DPA)

Foto: Versace website

Leichtigkeit, Logos, Lebenslust: Trends der Mailänder Modewoche Die internationale Fashion Week-Saison für Damenmode beginnt im September und die ganze Aufmerksamkeit richtet sich für die aktuellsten Trends der kommenden Saison wieder auf New York, Paris, London und Mailand. Für alle Neuigkeiten zur Laufsteg-Saison der Damenmode klicken Sie bitte hier.
Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

War es ein Versehen oder Teil seines Konzepts? Alessandro Michele schickte seine Gucci-Models im halbdunklen Nebel über den Laufsteg. In zuckenden Lichtblitzen waren nur Konturen erkennbar. Die Kritiker waren frustriert, die Fotografen erst erleichtert, nachdem sie das Ergebnis auf dem Display sahen. Und schon hatte die Mailänder Modewoche mit den Trends für Frühjahr/Sommer 2018 gleich am ersten Tag eine Grundsatzdiskussion: Wie wichtig ist hier eigentlich noch die Mode?

«Die Kleidung hilft mir, meine Geschichte zu erzählen, so wie jedes Element der Show: die Bühne, das Make-up...» So zitiert die renommierte Modekritikerin Bridget Foley den Gucci-Kreativdirektor im US-Branchenblatt «Women's Wear Daily». Ihre Rezension würzte sie mit viel Ironie über die Art, wie Alessandro Michele die Mode zu einem Aspekt von vielen degradierte.

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

Nur, spricht er nicht einfach aus, was längst Realität ist? Menschen, die andächtig das Geschehen auf dem Laufsteg verfolgen - wie lange ist das denn her? Heute geht es um das schnellste Posting auf Instagram. Botschaft: Ich bin live dabei. Betonung auf dem Ich. Und vor dem Eingang tobt der Blogger-Inszenierungs-Wahnsinn.

Der aktuelle Gucci-Hype beruht auch darauf. Alessandro Michele hat die Mechanismen durchschaut und baut daraus ein Gesamtkunstwerk. Um ein Teil davon zu sein, reisen alle schon am ersten Tag der Mailänder Modewoche an. Vor seinem Amtsantritt bei Gucci vor zwei Jahren reichte es vielen, einen Tag später hier zu sein - für die Prada-Show.

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

Miuccia Prada ist nun in der für sie ungewohnten Situation, nicht mehr die alleinige Lichtgestalt der Mailänder Modewoche zu sein. Sie will über die Mode immer auch ein Stück die Gesellschaft verändern. Ihre Agenda: die Gleichstellung der Frau. Ihr Konzept für die nächste Saison: Superheldinnen. Denn Comics sind das Mustermotiv ihrer neuen Kollektion. Konkret: Frauen gezeichnet von Frauen. Denn Pradas Umsetzung ist nie banal.

Wer es ganz böse mit der Mailänder Mode meint, sagt: Prada und Gucci, mehr muss man hier nicht gesehen haben. Galanter formuliert: Es fehlt seit Langem an Dynamik. Viele Labels (Byblos, Genny) zehren allein von den Erfolgen der Vergangenheit. Die neuen Designer wie Fausto Puglisi oder Francesco Scognamiglio erleben kometenhafte Aufstiege - und werden dann doch nicht der nächste Armani.

Eine Show im Nebel? Für Giorgio Armani wäre so etwas undenkbar. Er ist noch ein Designer der alten Schule und lebt vor allem für das Produkt. Doch hat er oft die größten Stars in der ersten Reihe sitzen - am Freitag waren Charlène von Monaco und Cate Blanchett da. Sie sahen einen Armani, der mit frischen Farben und sommerlichen Drucken in die neue Saison geht. Das Image, dass er nur Grau und Beige kann, hat er schon lange abgelegt. Zu sehen waren etwa kurze, wippende Röcke zu perfekt sitzenden Jacken. Dem schwarzen Abend-Outfit gibt ein transparenter Schleier eine mystische Aura.

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens

Bei Fendi hat sich die kreative Doppelspitze Silvia Venturini-Fendi und Karl Lagerfeld auf sehr geometrische Formen konzentriert, mit Taillenbetonungen, freigelegten Schultern und variantenreichen Ausschnitt-Interpretationen. Muster wechseln von Streifen in eine tropische Flora. Letzteres, das zeichnet sich schon nach zwei Tagen ab, wird einer der Haupttrends aus Mailand werden.

Dazu passt, dass die ganze Veranstaltung «grüner» werden soll. So wird am Sonntag erstmals der «Green Carpet Fashion Awards» für nachhaltiges Design verliehen - in der legendären Scala. Ethik und Eleganz, vielleicht liegt ja hier die Zukunft der Mailänder Mode.(DPA)

Mailänder Designerdefilees: Der Nebel des Schauens Die internationale Fashion Week-Saison für Damenmode beginnt im September und die ganze Aufmerksamkeit richtet sich für die aktuellsten Trends der kommenden Saison wieder auf New York, Paris, London und Mailand. Für alle Neuigkeiten zur Laufsteg-Saison der Damenmode klicken Sie bitte hier.
Zwei Modegrößen treffen aufeinander: ELA selected x Esther Perbandt

Am gestrigen Donnerstag, den 21. September 2017, präsentierte die Berliner Designerin Esther Perbandt im Rahmen des 40. Jubiläums des Concept-Stores ELA selected, geleitet von Gabriela „Ela“ Holscher-Di Marco, ihre Kollektion ‚dreizehn'. Die Designerin und die Einzelhändlerin bekräftigten ihre gegenseitige Wertschätzung und Esther Perbandt sang zu dem Anlass sogar ein Ständchen.

Die Kollektion 'dreizehn' wurde bereits während der Berliner Fashion Week in der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz gezeigt und feierte nun Premiere in Düsseldorf. Schwarze Ballons an der Decke, elektronische Klänge und langsam schreitende Models, vornehmlich in schwarzen Klamotten mit raffinierten Schnitten und gestylt zu Doc Martens - so gestaltete sich die Modenschau dreizehn. „Ela hat an alles gedacht, selbst das Toilettenpapier ist heute Abend schwarz“, so Esther Perband über Ela. „Sie ist eben eine Perfektionistin, genau wie ich."

Als sich die beiden vor einigen Jahren in Paris kennenlernten, war sofort eine tiefe Sympathie vorhanden. Gabriela „Ela“ Holscher-Di Marco sagt über Esther Perbandt: „Ich mag selbstbewusste Frauen, die wissen, was sie wollen und die ihren Weg gehen. In 40 Jahren habe ich gelernt, Designer als Gesamtpaket zu kaufen – Designer, die ihr eigenes Produkt verkörpern, die authentisch sind, die für etwas stehen und auch mal polarisieren. Viele deutsche Designer haben keine Philosophie. Esther ist hier eine Ausnahme. Sie ist eine Grenzgängerin und eine der wenigen deutschen Designerinnen, die konsequent ihren Stil gefunden hat. Das ist mutig und ich bewundere das sehr. Das Label repräsentiert selbstbewusst kluge Eigenständigkeit gepaart mit professioneller Internationalität.“

Zwei Modegrößen treffen aufeinander: ELA selected x Esther Perbandt

Esther Perbandts Kreationen überzeugen mit ausgefeilter Schnittführung und hochwertiger Detailverliebtheit. Ihre Inspiration findet sie in der klassischen Moderne schwarz-weißer Filmwelten der 20er-30er Jahre, Buster Keaton, Dada, George Grosz und natürlich Berlin. Für ihre avantgardistische Linie konterkariert sie Designs im dominantem Schwarz mit klaren weißen Elementen und einer dekonstruierten Schnittführung. Diese Kontraste zwischen Schwarz und Weiß kreieren Hüllen kompromissloser Modernität ohne Grenzen von Alter und Geschlecht. Als Materialien nutzt sie vornehmlich Wolle, Viskose und Leder sowie das sogenannte Deutschleder, ein robustes Atlasgewebe aus Baumwolle, das aus der Zunftbekleidung stammt. Durch seine enorme Festigkeit eignet es sich hervorragend für urbane Schutzhüllen – Life-Vests – die stark machen und autark.

Bereits seit 13 Jahren ist Esther mit ihrem gleichnamigen Label erfolgreich, sie verkauft neben Ela Selected ihre Kollektion auch in ihrem eigenen Store in Berlin, bei Deutsche Designer in Freiburg, bei LNFA in der Concept Mall Bikini in Berlin und bei DFM Hamburg. Außerdem hängen ihre Kreationen in Österreich bei WALL und Eigensinnig, in Paris bei Springsioux, in Tokyo bei WUT Berlin und in Hong Kong bei Con De Jone Fashion Whsle Co. Wo sie sich am besten verkauften, ließe sich so nicht sagen, so die Designerin: „Es gibt da keinen eindeutigen Schwerpunkt.“

Gabriela Holscher-Di Marco gründete 1977 ELA selected. Dort bietet sie seither ausgewählte Kleidung und Accessoires, zum großen Teil exklusiv in Deutschland. Bestandteil des Ladenkonzepts sind regelmäßige Kunst- und Designerpräsentationen. „Wir kennen uns seit sieben Jahren und eigentlich war unsere Zusammenarbeit an einer Show längst überfällig. Wenn man weiß, was Ela für ein Leben hinter sich hat, stellt sich die Fragen nicht, ob man eine Show mit ihr machen will. Ela ist einfach Rock’n’Roll!“, so Esther Perbandt nach der Show. Über ihre Beziehung zu Ela sagte sie weiter: „Wir haben beide jeweils einen extragroßen Luxusparkplatz im Herzen der anderen.“

Fotos: PR und Barbara Russ für FashionUnited.

Nike lanciert 'Supermaterial' Flyleather aus 50 Prozent recyceltem Leder

Sportswear-Gigant Nike setzt sein Engagement für mehr Nachhaltigkeit fort: mit der Einführung seines neuen ‘Flyleather’, eines neuen „Super“-Materials, das mindestens zur Hälfte aus recyceltem Leder und mit Hilfe von Wasserkraft hergestellt wird .

"Die Erde ist der größte Spielplatz für Athleten, also ist es die Herausforderung für uns, bahnbrechende Produkte zu kreieren, und gleichzeitig den Planeten zu beschützen“, so Hannah Jones, Chief Sustainability Officer von Nike und Vizepräsidentin des Innavation Accelerators. „Nike Flyleather ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg in eine Zukunft, in der Athleten weiterhin Sport treiben können.”

Die Innovation wurde von Nike entwickelt, um den Lederverbrauch zu senken, der bei der Produktion seiner Sneaker entsteht. Bei der traditionellen Fertigung kann bis zu 30 Prozent einer Kuhhaut auf dem Müll landen, so der Sportwarenhersteller.

Nike lanciert 'Supermaterial' Flyleather aus 50 Prozent recyceltem Leder

Um Abfälle zu reduzieren, sammelt Nike nun diese Reste vom Boden der Gerbereien und macht sie zu Fasern. Diese werden dann in einem Hydroprozess mit synthetischen Fasern gemischt und pigmentiert, bevor sie aufgerollt und zum Anschnitt gegeben werden.

„Nike Flyleather imitiert athletische, pigmentierte grobkörnige Leder, in allen Belangen, von der Form bis hin zum Griff“, fügt Tony Bignell, Nike Vice President Footwear Innovation hinzu of. „Anders als andere Leder kann Flyleather mit einer beständigen Qualität für eine Vielzahl an Produkten produziert werden.”

Nike stellt Flyleather vor, das aus 50 Prozent recyceltem Leder besteht

Leder hat den zweithöchsten Einfluss auf Nikes CO2-Ausstoss und Wasserverbrauch. Deshalb hofft die Brand, dass Flyleather dies ändern kann. Das neue Supermaterial verbraucht 90 Prozent weniger Wasser und hat einen 80 Prozent geringeren CO2-Fußabdruck als traditionelle Lederherstellung.

Ein Paar Nike Flyleather-Schuhe hat daher einen nur etwa halb so großen CO2-Fußabdruck wie Schuhe aus traditionellem Leder und weil Nike Flyleather auf einer Rolle hergestellt wird, kann man es effizienter zuschneiden. So entsteht weniger Abfall als bei traditionellem Leder.

Jones fügte außerdem hinzu: „Nike glaubt an Wissenschaft und daran, dass der Klimawandel real ist. Deshalb ist Flyleather ein Game-Changer. Wir sehen die Auswirkungen des Klimawandels und deshalb will die Welt eine CO2-effiziente Wirtschaft und Nike betreibt dafür Innovation.“

Zusätzlich ist das Nike Flyleather 40 Prozent leichter und fünfmal widerstandsfähiger als traditionelles Leder, wie der Abrasionstest des Unternehmens ergab.

„Was Nike Flyknit für Strick geleistet hat, kann Nike Flyleather für Leder tun“, so John Hoke, Nikes Chief Design Officer. „Neue Technolgien und Plattformen erlauben es uns, auf einem molekularen Level zu arbeiten. Flyleather ist das neueste Beispiel dafür und es ist besonders aufregend, weil es uns erlaubt, unsere Arbeit mit noch mehr Präzision zu leisten. Dies gibt uns Gelegenheit, für verschiedene Sportarten Wert auf verschiedene Dinge zu legen: Kraft, Halt, Elastizität und so weiter.“

Der erste Sneaker mit Nike-Swoosh darauf aus Nike Flyleather wird der Nike Flyleather Tennis Classic sein, ein komplett weißer Tennisschuh, der bei Nike.com im Nike SoHo store, bei NikeLab 21 Mercer und im Dover Street Market in New York City erhältlich sein wird.

Außerdem hat Nike Limited Editions der bekanntesten Schuhe von Nike in Flyleather hergestellt: den Air Force 1, Air Max 90, Cortez, Jordan 1, und Tennis Classic made in Oregon, die alle in New York während der Climate Week NYC zu sehen sein werden.

PETA ist mit dem Marketing von Nike überhaupt nicht einverstanden, hat das Flyleather sogar als "Betrug" bezeichnet. Warum, lesen Sie hier

Bilder: Nike

Mailänder Modewoche: Mantel-Parade und Comic-Art bei Prada

Der Mantel kommt im Frühjahr/Sommer 2018 ganz groß raus. Zumindest, wenn man Miuccia Prada folgt. Denn die Mailänder Stardesignerin stellte dieses Kleidungsstück in den Mittelpunkt ihrer neuen Kollektion, die sie am Donnerstagabend anlässlich der noch bis Montag laufenden «Milano Moda Donna» präsentierte.

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Auf Pradas Show liegt immer eine besondere Erwartungshaltung. Denn von ihr erwartet jeder die richtungsweisenden Trends. Einer heißt: Illustrationen im Comic-Stil. Denn die verzierten die Wände ihrer Show-Location ebenso wie einige Kleidungsstücke. Ein weiterer: Mäntel setzen markante Statements. Es gibt sie in experimentellen Versionen, ärmellosen Varianten, aus Wollstoffen mit Kontrastkragen oder auffälligen Dekor-Elementen sowie auch mit beschichten Oberflächen.

Weitere Bausteine der Kollektion sind Blusen, die zum Kleid verlängert wurden, Shorts mit aufgesetzten Taschen und Blockstreifen sowie, als Abrundung des Stylings, gemusterte Kniestrümpfe. Als nächste Höhepunkte der Mailänder Modewoche stehen am Freitag unter anderem die Shows von Versace und Giorgio Armani auf dem Programm. (DPA)

Mailänder Modewoche: Mantel-Parade und Comic-Art bei Prada Die internationale Fashion Week-Saison für Damenmode beginnt im September und die ganze Aufmerksamkeit richtet sich für die aktuellsten Trends der kommenden Saison wieder auf New York, Paris, London und Mailand. Für alle Neuigkeiten zur Laufsteg-Saison der Damenmode klicken Sie bitte hier.
Mailänder Modewoche mit Max Mara und Fausto Puglisi

Die Designermarke Max Mara hat auf der Mailänder Modewoche ihre Kollektion für Frühjahr/Sommer 2018 vorgestellt. Zu der Präsentation am Donnerstag gehörten neben Mänteln aus transparentem Organza-Gewebe auch viele Denim-Elemente. In Streifen geschlitzte lange Röcke lagen über schmalen Hosen, grober Strick wurde von seidig glänzenden Einsätzen unterbrochen.

In Fausto Puglisi, der bereits am Mittwochabend präsentierte und zur aufstrebenden Generation der italienischen Designer zählt, sahen einige schon den neuen Gianni Versace - wegen seiner Mischung aus Rock und Antike. Doch all das Laute hat er für die kommende Saison bis auf wenige massive Gold-Applikationen eliminiert. Stattdessen dominierten Leinen, Baumwolle und Spitze, fast ausschließlich in Schwarz und Weiß. Statt an der Rockmusik bediente sich Puglisi jetzt am Ballett und integrierte zum Beispiel das Tutu in seine Mode.

Bei Francesco Scognamiglio stachen auf schwarze Seide gedruckte tropische Blumen heraus sowie Kleider aus Spitze oder Netzstrukturen, die in einen metallischen Glanz getaucht waren. Brunello Cucinelli zeigte seine Kollektion dagegen erneut nicht auf dem Laufsteg, sondern in der intimeren Atmosphäre eines Showrooms. Zu sehen gab es unter anderem Röcke, die bis zum Boden fielen oder in Stufen gelegt waren und mit Jeanshemden oder Kapuzenpullis kombiniert wurden.

Die Mailänder Modewoche läuft bis Montag. (DPA)

Mailänder Modewoche mit Max Mara und Fausto Puglisi Die internationale Fashion Week-Saison für Damenmode beginnt im September und die ganze Aufmerksamkeit richtet sich für die aktuellsten Trends der kommenden Saison wieder auf New York, Paris, London und Mailand. Für alle Neuigkeiten zur Laufsteg-Saison der Damenmode klicken Sie bitte hier.