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Asos und MTV entwickeln exklusive 80er-Kollektion

Asos und der Musikkanal MTV haben eine gemeinsame, limitierte Kollektion für den Sommer 2017entwickelt. Die Kooperation ist von den 80er Jahren inspiriert und umfasst Kleidung und Accessoires für Männer und Frauen.

Die Asos x MTV Kollaboration ist eine laute, auffällige Retro-Kollektion, die den Look der 80er Jahre feiert und an die guten alten MTV-Zeiten erinnert. Mit Grafiken aus dem MTV Archiv und dem plakativen Kult-Logo entstand in enger Zusammenarbeit mit den Asos Designern ein von den 80er Jahren inspiriertes Moodboard. Die Print- und Designteams von Asos entwickelten daraus eine freche Männer- und Frauenkollektion.

Die Kollektion umfasst z.B. dekorierte Jeans, Graffiti-Zweiteiler und neonpinke Tiermuster. Die Schnitte zeigen schulterfreie Cocktailkleider, Badeanzüge mit Schnürungen und Aussparungen an der Hüfte. Bei den Accessoires mit großflächigem MTV Logodruck in Neonfarben gibt es Hüfttaschen, High-top Sneaker und Socken.

Asos Head of Design Sian Ryan sagt: „Da MTV in den 80ern begann, haben wir uns von dieser großartigen Ära inspirieren lassen, die angetrieben wurde von den großen Veränderungen in der Musik- und Popkultur.”

Passend zum Launch der Kollektion produzierte Asos eine ‘Pimp My Tracksuit’ Episode, eine Parodie der kultigen ‘Pimp My Ride’ Serie zusammen mit dem damaligen Moderator der britischen Version Tim Westwood. ‘Pimp My Tracksuit’ geht am 23.Juni auf der Asos Facebookseite live. Kollektionspreise reichen von 6 Euro bis 95 Euro.

Die Asos x MTV Kollektion ist online in über mehr als 150 Ländern verfügbar, darunter Europa, USA, Kanada und Mittel- und Südamerika.

Foto: Asos

Giftige Textilien: Was lauert in Ihrer Kleidung?

Rund 2,5 Prozent der Ackerflächen der Welt werden mit Baumwolle bepflanzt, was wiederum etwa 25 Prozent aller weltweit eingesetzten Pestizide verbraucht. Dies ist eine Tatsache, die einen nicht gleichgültig lässt, sondern vielmehr die große Menge toxischer Chemikalien enthüllt, die Tag für Tag zur Herstellung unserer Textilien und Kleidungsstücke aus Baumwolle verwendet werden.

Die Situation ist bei anderen Stoffen leider auch nicht besser, da Tausende verschiedener Chemikalien in verschiedenen Phasen und Prozessen der Textilindustrie verwendet werden; sowohl für natürliche als auch synthetische Stoffe. So werden Chemikalien wie Nonylphenolethoxylate, Phthalate, Schwermetalle, Alkylphenole, Formaldehyd, Amine und andere in normale Bestandteile unserer Alltagsbekleidung verwandelt.

Der Großteil dieser Chemikalien findet sich in den Färbe- und Verarbeitungsprozessen der Textilindustrie. "Einige dieser Substanzen können gefährlich sein und durch die Produktion, den Konsum und die Entsorgung von Stoffen in die Umwelt gelangen und so die Gesundheit der Menschen beeinträchtigen", erklärt Sara del Río, Vertreterin von Greenpeace Spain gegenüber FashionUnited. Sie führt weiter aus, dass "die gefährlichen Chemikalien, die in der Textilindustrie gefunden werden können, Schwermetalle, Alkylphenole (beim Waschen und Färben), Phthalate (zum Beispiel durch die Verwendung von PVC beim Bedrucken) und perfluorierten Substanzen (bei abschließenden schmutz- oder wasserabweisenden Behandlungen) einschließen. "

Textilgifte: Unvermeidliche Konsequenzen für die Umwelt und die Gesundheit der Menschen

Karen Hausel, Umweltwissenschaftlerin, Spezialistin für gefährliche Metalle und Gründerin von Sustainable Daisy, betont, dass "giftige Substanzen wie Chrom VI (auch bekannt als sechswertiges Chrom, ein anerkanntes Karzinogen) speziell zum Gerben von Leder verwendet werden; Formaldehyd wird verwendet, um Knitterfestigkeit zu erreichen und Amine funktionieren als Azoverbindungen, um superleuchtende Farbstoffe zu erhalten."

Angesichts dessen stellt sich zuerst die Frage, welche Auswirkungen die fortdauernde Nutzung dieser Art giftiger Chemikalien auf die Gesundheit der Menschen und auf die Umwelt haben können? Im Moment gibt es bestimmte Maßnahmen wie die europäische REACH-Verordnung, die darauf abzielen, Ausgesetztsein bestimmter Chemikalien, die als sehr giftig angesehen werden, zu regulieren und zu begrenzen. "Der Import einiger Chemikalien wie Nonylphenolethoxylate, einige der häufigsten Chemikalien, die in der Mode verwendet werden, um Stoffe wasserdicht zu machen, wurden verboten", fügt Hausel hinzu.

Allerdings gibt es weltweit immer noch keine strenge Regulierung der Verwendung bestimmter giftiger Chemikalien in der Textilindustrie. Und dank des Anstiegs der Massenproduktion, der riesige Produktionsketten einschließt, fehlt es an der Regulierung in den Herstellungsländern, was zu einer Situation führt, die sehr wenig kontrolliert, wie Kleidungsstücke wirklich produziert werden.

"Die Verwendung von Chemikalien während der Produktion und ihr Vorhandensein in fertigen Produkten führen dazu, dass die chemische Verunreinigung des Textilsektors über den Globus verteilt wird, da diese Stoffe während ihres gesamten Lebenszyklus weiterhin freigegeben werden, auch wenn ein Kleidungsstück zu Abfall wird", sagt del Río.

Ein klares Beispiel für die Umweltverschmutzung, die mit der Textilindustrie verbunden ist, ist die ständige Freisetzung synthetischer Mikrofasern, deren Abbau sehr langsam ist. Dazu gehört Mikroplastik, das ultimativ die Umwelt verunreinigt und in unsere Nahrungskette eintritt, da es von Wildtieren auf der ganzen Welt gefressen wird. "Da synthetische Materialien nicht effektiv von lebenden Organismen verdaut werden können, bleiben sie jahrelang im Ökosystem und verschlimmern dieses Problem, das weit davon entfernt ist, kontrolliert zu sein. Es wird von der wachsenden Textilproduktion und dem vermehrten Einsatz synthetischer Materialien wie Polyester begleitet", fährt die Greenpeace-Vertreterin fort.

Giftige Textilien: Was lauert in Ihrer Kleidung?

Vermeidung giftiger Chemikalien in der Mode

"Je nachdem, wie das Rohmaterial verwendet und der Stoff behandelt wurde, verbreiten sich die Chemikalien, die während der Textilproduktion eingesetzt wurden, auf unserer Haut, wenn wir unsere Kleidung anziehen. Dies kann dazu führen, dass Probleme wie Dermatitis durch Kontakt oder Allergien häufiger auftreten oder sich in bestimmten Fällen sogar verschlimmern, wie mehrfache chemische Überempfindlichkeit", erklärt Àngels Biosca, Gründerin der nachhaltige Mode-Plattform Slowear Project gegenüber FashionUnited.

Einige Unternehmen haben sich verpflichtet, die Verwendung bestimmter giftiger Chemikalien aus ihrem Produktionsprozess allmählich zu eliminieren, aber nicht alle, was es zunehmend notwendig macht, auf Kleidungsetiketten zu schauen, um zu sehen, woraus ein Kleidungsstück hergestellt wurde und um Informationen über seinen Ursprung und die Behandlung des Rohstoffs zu gewinnen.

"Ungefärbte, natürliche Bio-Stoffe beruhigen unser Gewissen am meisten. Dunkle oder leuchtende Farben deuten auf den Gebrauch von Schwermetallen hin. Als Verbraucher können wir Hersteller fragen und in Blogs oder Publikationen allgemeine Informationen zu nachhaltiger Mode finden, die uns über Nachhaltigkeit unterrichtet", rät Biosca.

Obwohl es derzeit keine spezifischen Zertifizierungen gibt, die ausschließlich über die in der Kleidung enthaltenen giftigen Chemikalien informiert, gibt es einige Zertifizierungen wie unter anderem Blue Sign, Textile Exchange oder GOTS, die Nachhaltigkeit in bestimmten Prozessen innerhalb der Produktionskette garantieren, wobei erste am spezifischten ist, was die Regulierung von Schadstoffen angeht.

Greenpeaces Detox-Kampagne hat die Notwendigkeit, den Produktionsprozess von Bekleidung zu ändern, im Laufe der Jahre hervorgehoben, indem sie besonderes Gewicht auf die Wirkung dieser giftigen Produkte auf die Umwelt und die Gesundheit der Menschen gelegt hat. "Allerdings zeigte eine Überprüfung des Sektors, dass die Verwendung von Chemikalien nur ein Teil des Problems ist und ihre Beseitigung nur ein Teil der Lösung sein wird. Das Hauptproblem, das gelöst werden muss, ist, dass sich der Produktionszyklus und die Verwendung und Wiederverwendung von Materialien schließen und sich verlangsamen muss, um die Gewinnung neuer natürlicher Ressourcen, die Emission von Treibhausgasen, die chemische Kontamination und die Abfallerzeugung zu reduzieren", schließt del Río.

Foto 1: Lance Lee, Greenpeace Detox Campaign

Foto 2: Dan Brady [CC BY 2.0 ( http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons

Robert Geller startet neue Herrenmodelinie

Nachdem er erst vor kurzem den zehnten Jahrestag seines gleichnamigen Labels feierte, hat der New Yorker Modedesigner Robert Geller bereits wieder ein neues Projekt im Blickfeld: Der deutschstämmige Designer wird im nächsten Monat eine brandneuen Modelinie für Männer namens Gustav von Aschenbach starten. Dies teilte Geller am Dienstag mit.

Gustav von Aschenbach ist eine zugängliche Linie komfortabler, moderner Kleidung zu einem niedrigeren Preis als Gellers bestehende Modemarke. Sie ist nach der Hauptfigur in Thomas Manns Roman "Der Tod in Venedig" benannt. Mit der Einführung der neuen Linie will Geller seine Entwürfe einem breiteren Publikum zugänglich machen, so WWD. Zudem wird sie dem See now, buy now em>-Modell folgen.

Die erste Gustav von Aschenbach-Kollektion wird während der kommenden New Yorker Modewoche für Männer am 11. Juli einem großen Publikum vorgeführt und eine Woche später speziell Einkäufern. Bis zum nächsten Frühling wird die erste Kollektion auch in den Geschäften erhältlich sein.

Zuletzt feierte Geller im Februar den zehnten Jahrestag seines gleichnamigen Labels. Der Meilenstein war nicht nur mit der Einführung eines speziellen Trikots verbunden, sondern der Designer entwickelte auch das ‚Immigranten‘-T-Shirt in Zusammenarbeit mit Grailed, einem Community-Marktplatz für Männerbekleidung. Der Erlös ging an die American Civil Liberties Union. Geller wurde auch als CFDA-Herrenmode-Designer des Jahres 2017 nominiert.

Robert Geller startet neue Herrenmodelinie FashionUnited wird sich im Juni auf die Catwalk-Saison der Männermode konzentrieren. Für alle Artikel, klicken Sie bitte hier.

Foto: Robert Geller Facebook

Lidewij Edelkoort: "Wir sollten Design standardisieren"

HINTERGRUND Amsterdam – „Wir wollen immer etwas Neues dabei ist das eigentlich ein alter Hut. Wir sollten damit aufhören, denn Trends halten länger an“, sagt Lidewij Edelkoort, Trendforscherin. Das ist ein gewagte Aussage, insbesondere während eines Trendseminars und ganz besonders von einer Trendforscherin kommend. Lidewij Edelkoort ist bekannt dafür, mit ihren Voraussagen nicht hinterm Berg zu halten. Deshalb hat sie auch eine loyale Gefolgschaft und ihre Vorträge sind immer ausverkauft. So auch bei ihrem Vortrag 'Portraits of Fashion,' in Amsterdam.

Eine große Gruppe ist im Theatre de Meervaar zusammengekommen um gemeinsam mit der wohl bekanntesten Trendforscherin der Welt einen Blick in die Kristallkugel der kommenden Saisons zu werfen. Edelkoort enttäuscht nicht. Die zwanzig Trends, die sie anhand von Portraits vorstellt, sind ein Ausflug in die Zukunft der Mode. „Es ist ein Geschenk, an solchen Nachmittagen wie diesen teilnehmen zu können“, sagt Daphne Weimen, die sich von Edelkoort für ihre Interior Design Unternehmen inspirieren lassen will. Im vergangenen Jahr war sie auch schon dabei und setzte einige Vorhersagen Edelkoorts in ihrer Arbeit um. „Zum Beispiel die Farbe Blau“, erklärt sie. Deshalb hat sie auch ihr Notizbuch dabei.

Lidewij Edelkoort: "Wir sollten Design standardisieren"

Für die aktuelle Vortragsreihe hat sich Edelkoort von Jugendkultur inspirieren lassen, insbesondere von der Selfie-Kultur. Was einst Gemälde waren, ist nun der Selbstauslöser auf dem Smartphone. Es ist Konsumenten wichtig, dass die Dinge, die sie tragen auch von der Smartphone-Kamera aufgezeichnet werden. Dies wird dank Snapchat oder Instagram mit der Welt geteilt: Zum Beispiel die Schuhe, die man trägt, aus der Ich-Perspektive nach unten fotografiert. Edelkoort bemerkt auch, dass bunte Farben erneut eine Rolle spielen, zum Beispiel bei Burberry oder Giambattista. Ohrringe bekommen ebenfalls eine Hauptrolle zugewiesen, ähnlich wie einst bei Adligen oder anderen Portraitierten aus vergangenen Jahrhunderten, in denen die Krägen und der Schmuck eine besondere Rolle spielten.

Lidewij Edelkoort" "Standardisierung spart eine Menge Zeit und Geld"

Die meisten Trends, die Edelkoort aufzählt sind eher metaphorisch denn wörtlich zu nehmen. So führt sie eine Renaissance des Layering von Spitzen, floralen Mustern und Motiven an, die auf einen abstrakten Fluss der Mode hinzuweisen scheint. „Dieser Trend ist seit langem im Anmarsch: Abstraktion. Aber wir haben so viel zu erzählen, dass wir zuerst da weitermachen, wo wir uns bereits auskennen.“

Lidewij Edelkoort hat nicht nur viel über Modetrends zu sagen, auch der aktuelle Zustand der Modebranche ist ihr eine Randnotiz wert – wie auch schon in ihrem mittlerweile berühmten Anti-Fashion Manifest, das sie 2015 veröffentlichte. Damals rief sie die Modeindustrie dazu auf, ein neues System zu kreieren und das zu schnelle Fast Fashion System aufzugeben. Diese Message betonte sie erneut: „Das Modesystem muss sich verändern“, sagte sie, die Flut immer neuer Kleidung müsse gestoppt werden. „Tatsächlich sollten wir Bekleidung standardisieren, die bereits perfekt sind, so wie sie sind.“ Über diese Aussage war das Publikum sichtlich überrascht. Die Modeindustrie beruht auf dem Credo, dass es Neuheit braucht, um Geld zu verdienen. „Es würde eine Menge Geld und Zeit sparen“, so Edelkoort.

Aus dem Englischen von Barbara Russ. Verfasst von Caitlyn Terra für FashionUnited NL.

Fotos: Courtesy of Catwalkpictures, Burberry AW17/Giambattista Valli AW17, Céline AW17

Überblick: Männerkollektionen FS 18 aus London

Trendstops Catwalk-Team bringt Ihnen die aktuellsten Einblicke in Schlüsselkollektionen, einflussreiche Designer und Modeinnovationen frisch von den Laufstegen und Showrooms Londons. FS18 stellt das 5. Jubiläumsjahr der Veranstaltung dar, die mit 70 Designern aufwartet, die über 100 Modenschauen und Präsentationen veranstalten werden. Ein speziell in Auftrag gegebenes und von Künstlerin Tracey Emin entworfenes Logo und Videovorführungen in Zusammenarbeit mit i-D Magazine bestätigen den Status der Stadt als Heimat der Avantgarde-Männermode. Trendstops Experten für Männermode geben die Richtungen preis, die Ihre nächste Kollektion beeinflussen werden, während umfangreiche Messeberichterstattungen und Catwalk-Gallerien den kommerziellen Wert und die Langlebigkeit jedes einzelnen Trends analysieren und bewerten, um Ihnen die bestmögliche Grundlage für die Entscheidungsfindung zu bieten.

In dieser Woche bekommen FashionUnited-Leser einen exklusiven Einblick in drei essentielle Trends, die die Männermodesaison FS18 beeinflussen werden. "Surfer Luxe" zeigt die Veredelung von Sportswear-Looks durch Premiumverarbeitung und -ausführungen, während "The Safety Strap" Utility-Details sowohl für formelle als auch legere Kategorien einführt, da Mischstile weiterhin stark im Kommen sind. Schließlich schützt "Spring Showers" mit richtungsweisenden saisonalen Bearbeitungen vor unberechenbarem Sommerwetter.

Surfer Luxe

Überblick: Männerkollektionen FS 18 aus London

Ein lockerer Surfer-Stil wird durch reiche Verarbeitungen und aufwendige Prints auf Luxusniveau gebracht. Boardshorts und Cover-ups werden mit Seide und Satin überarbeitet, während dicke, gummierte Anfertigungen Jogginghosen einen Premium-Anstrich verleihen. Großflächige Drucke, die bunt gemischt werden, lassen sich von klassischen Seidenschals inspirieren und verbinden traditionelle Blumenmotive, barocke Kreise und Tapetenmuster mit abstrakten geometrischen Mustern und Streifen.

The Safety Strap

Überblick: Männerkollektionen FS 18 aus London

Männermode orientiert sich am Hybrid-Trend mit sportlichen Gurten und Kletterschnallen, die sowohl auf die formale Garderobe als auch auf Streetwear angewendet werden. Nylongewebe schließen an Kordelverschlüsse an und verzieren legere Hoodies und Anzüge mit Kreuzschraffur für einen utilitaristischen Anstrich. Gut sichtbare orangene Akzente und typogrfische Drucke verstärken den technischen Eindruck.

Spring Showers

Überblick: Männerkollektionen FS 18 aus London

Outerwear lässt sich mit wasserabweisenden Verarbeitungen vom klassischen Regenmantel inspirieren. Richtungsweisende Farbtöne in Vinyl- oder Lacklederverarbeitungen aktualisieren traditionelle Stilrichtungen, während richtungsweisende halbe und gekürzte Längen der Festival-Garderobe einen eleganteren Ansatz verleihen und vor unerwarteten Sommerschauern schützen.

Exklusives Angebot

FashionUnited-Leser können kostenlosen Zugang zu Trendstops Überblick der Londoner Messe Herbst/Winter 2016-17 erhalten, einem wichtigen Bericht, der die besten Kollektionen der Saison und richtungsweisendsten Designer vorstellt. Klicken Sie einfach auf den Banner, um Ihren kostenlosen Bericht zu erhalten.

Überblick: Männerkollektionen FS 18 aus London

Trendstop.com ist eine der weltweit führenden Trendprognose-Agenturen für Mode und kreative Profis, bekannt für ihre aufschlussreichen Trendanalysen und Prognosen. Zu den Kunden gehören H&M, Primark, Forever21, Zalando, Geox, Evisu, Hugo Boss, L'Oreal und MTV.

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Trendstop: 3.1 Phillip Lim, Oscar de la Renta, Warm, Chanel, Kitx, alle Resort 2018.

Ein Tag im Leben eines Einkäufers - Milan Fashion Week

HINTERGRUND Die Flugaufsichtsbehörde in Florenz warf einigen Modeleuten, die am letzten Tag der Pitti abreisen wollten einen Knüppel zwischen die Beine. Glücklicherweise erreichte ich meinen Zug ohne Probleme und konnte zwischenfallslos zur Mailänder Modewoche weiterreisen.

Nach drei Tagen der florentinischen Menswear-Messe war es an der Zeit, die italienische Modehauptstadt zu besuchen, wo ich als Teil des Einkaufsteams des Kaufhauses de Bijenkorf in Amsterdam, der von der Selfridges Group betrieben wird, arbeite. Milan Fashion Week ist eine der wenigen Wochen, wo wir die Schauen ansehen können, ohne dass sie mit unseren Buying-Appointments kollidieren.

Um Punkt 9:30 holt uns unser Fahrer am Hotel nahe des Hauptbahnhofs ab und bringt uns zur Show von Diesel Black Gold. Die Temperaturen sollen an diesem Tag bis auf 35 Grad Celsius ansteigen und viele alte Gebäude haben keine Klimaanlagen. Im Auto jedoch gibt es eine und auch jede Menge Snacks, um uns zwischen den Shows zu stärken.

Ein Tag im Leben eines Einkäufers - Milan Fashion Week

Die enorme Lagerhalle, in dem Diesel seine Kollektion präsentiert, ist glücklicherweise klimatisiert. Wir sitzen neben dem Laufsteg-Ausgang. Frauen in Maxikleidern und Sandalen laufen zusammen mit den Male Models in Lederjacken und Shorts in Kombination mit Leggings über den Catwalk. Es ist alles sehr sportlich und cool, aber ich frage mich, warum der typische Diesel-Kunde 30 Prozent mehr für die Gold Collection ausgeben sollte, die ähnlich aussieht.

Celebrities bei Emporio Armani

Bei Emporio Armani erwartet uns eine große Menschentraube. Ein bekannter koreanischer Schauspieler wird von Fans und Paparazzi umzingelt. Innen angekommen begrüßt uns ein langer dunkler Raum mit einem kurzen Laufsteg, der beleuchtet ist wie ein Club in den 90er Jahren. Als eine Serie von Looks mit gegürteten Jacken gezeigt werden, erinnern wir uns an Armanis Vorliebe zu japanischen und östlichen Traditionen, die er oft nahtlos in seine Kreationen integriert – heute aber fühlt es sich unzusammenhängend an. Die Präsentation wird von einem Kurzfilm unterbrochen, der Armanis neue Smart Watches vorstellt und von der Gesangssensation aus Kanada, Shawn Mendes, dem Gesicht der Kampagne.

Als nächstes steht Marni auf unserem Programm. Die Show findet in einer großen industriellen Halle statt, es fühlt sich ein bisschen an, als säße man in der U-Bahn. Die Kollektion scheint auf den ersten Blick etwas zusammengewürfelt– weite Hosenbeine, klobige Schuhe und Hemden mit Layering und Patches. Auseinandergenommen gibt es zwar viele verkäufliche Teile, aber ein Komplettlook dürfte für die meisten potenziellen Kunden schwierig sein.

Ein Tag im Leben eines Einkäufers - Milan Fashion Week

So far the delays have only accumulated to 30 minutes

Es ist 16 Uhr und wir sind nur 30 Minuten hinter dem Zeitplan. Nicht schlecht für Mailänder Verhältnisse. Neil Barretts Show findet in der Nähe von Mailands China Town statt, in seinem neuen Hauptquartier nahe des DSquared-Gebäudes. Barrett zeigt sowohl Mens- als auch Womenswear mit einer scharf geschnittenen Linie für den mutigen Städter in seiner charakteristischen Farbpalette: Schwarz, Weiß und Beige. Der einzige Anflug von Farbe kommt in Form von roten Streifen an seinen Utility Jackets daher.

Thermalwasser-Spray hilft gegen die Hitze

Wieder zurück in unserem Wagen mit Chauffeur besprühen wir unsere Gesichter mit Thermalwasser und fahren zum Corso Venetia, um um 17 Uhr die Les Hommes zu sehen. Das eindrucksvolle Gebäude ist zu warm, selbst der angebotene Champagner vermag keine Abhilfe zu leisten. Wir schmelzen auf unseren Plätzen dahin und warten 30 Minuten lang auf den Beginn der Show. Models mit Piercings am Mund betreten den Laufsteg in Lederjacken und -hosen mit Spitzenbesatz und jeder Menge Statement-Pieces. Ich schaffe es zum Ausgang, bevor ich vollends geschmolzen bin.

Ein Tag im Leben eines Einkäufers - Milan Fashion Week

Im Headquarter von Versace in der Via Gesu fragen sich die Gäste, wer die kreative Führung übernehmen wird, falls Riccardo Tisci doch nicht ernannt wird. Die Show ist typisch für Versace: molto sexy Kleider, trainierte Jungs mit auffälligen Klamotten, viel Leder und Medusen-Ikonografie, welche die Kunden bei Laune hält.

Wieder zurück im Auto fahren wir zurück zur Fiera, der Tradeshow-Area am Rande Mailands. Hier besuchen wir die Schauen von Marcelo Burlon und Philipp Plein, die im gleichen Raum zeigen. Wir sind müde und hoffen auf Wasser, weil wir seit Stunden nichts getrunken haben. Vor Burlows Show erwartet uns ein Skate Park und innen gibt es einen Wasserfall sowie eine Matte, die für einen Boxkampf gedacht ist. Tätowierte Models, deren Gesichter ebenfalls teils tätowiert sind, präsentieren die einzigartige Sportswear von Burlon: Jacken mit Reißverschluss, Kapuzenpullis, und gothic-inspirierte Beachwear.

Ein Tag im Leben eines Einkäufers - Milan Fashion Week

Beim verlassen der Show von Burlon treffen wir auf eine komplett andere Crowd an Showbesuchern, die vor Philipp Plein auf Einlass wartet. Eine etwas ältere Dame mit engen, hochgeschnürten Stiefeln und sehr kurzen Shorts sitzt neben mir. Ihr Ehemann trägt ein rotes T-Shirt mit kristallverzierten Ärmeln und passenden Loafern aus Krokodilleder. Nach einer einstündigen Wartezeit mit Ansagen über die Lautsprecher, die so derb sind, dass man sie hier nicht abdrucken kann, beginnt die Show mit einer musikalischen Version von Grease. Haare nach hinten gegelt, Lederjacken und High Waisted Jeans. Ist das etwa der neue Plein? Als die Sänger die Bühne verlassen, bekommen wir eine Autoshow zu sehen mit vielen Flammen, schnellen Fahrten und eine Stunt-Rampe. So weit so banal. Schließlich gibt es eine Modenschau, die von Jeremy Meeks eröffnet wird, der Gefangene, der für sein Verbrecherfoto Internetberühmtheit erlangte. Die anschließenden Looks sind typisch für Plein – ein Fakt, der dem Geschäft durchaus zuträglich ist und das Unternehmen bald zur ersten Milliarde führen wird. Nach der Show treffe ich Carine Roitfeld, die in der ersten Reihe saß. Sie berät Plein, doch es fällt mir schwer, ihren Einfluss zu erkennen.

Um 22.30 sind wir zurück am Auto und fahren zum Abendessen. Tag 1 von 3 geschafft.

Ein Tag im Leben eines Einkäufers - Milan Fashion Week FashionUnited wird sich im Juni auf die Catwalk-Saison der Männermode konzentrieren. Für alle Artikel, klicken Sie bitte hier.

Foto: Milan Fashion Week, Don-Alvin Adegeest

Playologie führt einen virtuellen showroom für alle Fashion und Design bereiche ein

Playologie feiert seinen dritten Geburtstag und geht eine neue Herausforderung an. Dem französischen virtuellen Showroom, gegründet von Sébastien de Hutten und seiner Schwester Marie Czapska, den Gründern der Playtime-Messen - Alles für Babys, Kleinkinder und werdende Mütter - ist eine erfolgreiche Positionierung im Bereich 2.0 gelungen. In diesem Jahr geht die Schnittstelle einen Schritt weiter und plant sowohl eine Steigerung der Verkaufszahlen zum Jahresende ein sowie eine Erweiterung des Angebots auf Herren- und Damenmode und Designartikel.

FashionUnited: Wie hat sich Playologie seit seiner Gründung 2014 entwickelt?

Sébastien de Hutten: Nach etwas chaotischen Anfängen aufgrund von Schwierigkeiten bei der Planung und Entwicklung sind wir jetzt auf dem richtigen Weg und haben die Plattform nun für alle Bereiche der Mode und des Designs online gestellt, das System ist komplett einsatzbereit, in sieben Sprachen und mit für diese Art Websites einzigartigen Funktionen. Heute ist Playologie eine absolut unglaubliche Website, eine Online-Messe und ein Tool, auf dem eine Marke ihre Vertriebsteams vereinen kann, von der Annahme der Bestellung bis zum Lieferschein und zur Rechnungsstellung.

Haben die Marken dieses neue Tool gut angenommen? Welche Vorteile haben sie, ihre Produkte in diesem virtuellen Showroom zu verkaufen?

Die Plattform wird langsam und schrittweise angenommen, denn trotz des offensichtlichen Bedarfs, neue Arbeitsweisen zu finden, ist es ein langwieriger Prozess, alte Gewohnheiten zu ändern. Der wichtigste Vorteil liegt darin, dass die Einkäufer auf den Fachmessen nur sehr wenig Zeit haben, ihre Bestellungen aufzugeben. Diese Veranstaltungen entwickeln sich immer mehr zu einem Ort, an dem man sich trifft, präsentiert, austauscht und Inspirationen findet. Auf Playologie kann das ganze Jahr über bestellt werden!

Wie viele Marken verkaufen ihre Kollektionen heute auf Playologie?

Wir haben derzeit rund 130 aktive Marken auf der Website, wobei die Bereiche Herren- und Damenmode sowie Design ihre Kapazität noch nicht ausgeschöpft haben.

Playologie führt einen virtuellen showroom für alle Fashion und Design bereiche ein

Welchen Kriterien müssen die Marken entsprechen, um ihre Produkte auf Playologie zu verkaufen?

Unsere Auswahlkriterien sind seit 20 Jahren unverändert! Wir suchen vor allem Kollektionen mit einer Geschichte, einer eigenen Identität, die wir vertreten können.

Wie viele Einkäufer werden pro Jahr gezählt?

Derzeit sind 1800 Einkäufer angemeldet und wir arbeiten auf der Grundlage von 30000 potenziellen Einkäufern, die wir von den Vorteilen einer Website wie Playologie überzeugen müssen. Bis Jahresende werden wir voraussichtlich die Zahl von 2500 angemeldeten Einkäufern erreichen, eine Zahl, die sich proportional zu den auf der Plattform vertretenen Marken schrittweise steigern wird. Für die Einkäufer ist Playologie kostenlos, ohne Kommissionen, vertraulich, sicher... Die Anmeldung bringt nur Vorteile für sie mit!

Playologie führt einen virtuellen showroom für alle Fashion und Design bereiche ein

Auf welchem Markt ist Playologie am dynamischsten?

Der europäische Markt ist derzeit der dynamischste, aber unsere Plattform wird auch von asiatischen und amerikanischen Einkäufern aktiv genutzt. Wir zählen auf unsere Niederlassungen in Japan und in den USA, um uns bei dieser Entwicklung zu unterstützen.

Wieviel kostet das Abonnement und welche Dienste erhalten die Kunden damit?

Der Tarif des Abonnements ist von der Anzahl der von der Marke angebotenen Artikel abhängig. Wir haben allerdings festgestellt, dass der Tarif des Abonnements für ein ganzes Jahr für viele nicht teurer ist, als einmal im Jahr für 3 Tage einen 4m2 großen Stand auf einer Messe zu halten! Hier hört der Vergleich aber auch schon auf, denn Playologie ist die perfekte Ergänzung dieser Messen und der Grund, warum der Tarif unseres Abonnements der günstigste am Markt ist!
Neben einer breiten Palette von Funktionen, die unseren Abonnenten unbegrenzt zur Verfügung stehen, verpflichten wir uns außerdem, die Marken aktive bei den Einkäufern bekannt zu machen und arbeiten täglich an der internationalen Sichtbarkeit der Plattform und ihrer Mitglieder.

Haben Sie für dieses Jahr Neuheiten geplant, die in den virtuellen Showroom integriert werden sollen?

Die große Neuheit in diesem Jahr ist natürlich die Einführung aller Mode- und Design-Bereiche. Diese Entwicklung ist besonders ambitiös, erschien uns aber unbedingt notwendig, da sie dem heute zunehmend transversalen Markt entspricht.

Fotos: Freundlicherweise von Playologie zur Verfügung gestellt. Sébastien de Hutten und Marie Czapska ©Karel Baras

Dieser Schuh hat eine Warteliste von 28.000

Geduld ist ja bekanntlich eine Tugend, aber wer auf das Schuhmodell "Day Heel" von Everlane wartet, könnte lange Zähne bekommen, denn das beliebte Modell hat eine Warteliste von 28.000 Personen. Nein, kein Druckfehler und keine Extranull. Mit dieser stolzen Anzahl könnte der bequeme Absatzschuh für den Alltag sogar dem Birkin-Bag Konkurrenz machen.

Jedoch gilt die Warteliste nur für die Modelle in Knallrot und Naturwildleder - Schwarz und Marineblau sind nach wie vor erhältlich. Der 145 US-Dollar teure Lederschuh, der in Italien hergestellt wird, hat einen 3 Zentimeter breiten Blockabsatz, der so entwickelt wurde, dass man die Schuhe den ganzen Tag über tragen kann. Trotz Absatz.

Dieser Schuh hat eine Warteliste von 28.000

"Unser Fokus lag auf der Entwicklung des bequemsten Schuhs mit Absatz, den Sie je in Ihrem Schrank haben werden, während wir auch einen eleganten Look beibehalten haben", erklärte Everlanes Schuhdesignerin Louise Sigvardt gegenüber Refinery29. Und hieraus ergibt sich sicher die Beliebtheit des Schuhs, denn bequeme Absatzschuhe zu finden, ist immer noch so gut wie unmöglich.

"Ich habe unkonventionelle Füße und musste deshalb schon vor Jahren aufhören, Absätze zu tragen", erinnert sich Kundin "mommajules" auf der Produktseite des Schuhs. "Doch irgendetwas an diesen musste mich sie unbedingt anprobieren lassen. Die ersten paar Male war das Tragen etwas schmerzhaft, aber nicht genug, um sie auszuziehen. Jetzt haben sie sich meinen Füßen angepasst und sind meine bequemsten Ausgehschuhe."

Dieser Schuh hat eine Warteliste von 28.000

Marken und Einzelhändler sollten auf jeden Fall aufhorchen, denn die Beliebtheit von Everlanes "Day Heel" widerlegt die These, dass Frauen von Absätzen genug haben. Sie haben genug von "Day Hells", also Schuhen mit Absätzen, die so schmerzen und unbequem sind, dass sie das Gehen zur Hölle machen. Wovon Kundinnen nicht genug bekommen können, sind Absatzschuhe, die so bequem sind, dass man sie den ganzen Tag tragen kann.

Was die Kunden und Kundinnen ebenfalls am 2010 gegründeten Unternehmen mit Sitz in San Francisco schätzen, ist die transparente Preisgebung, die ihnen den Herstellungspreis aufzeigt - in diesem Fall 61 US-Dollar - und wie er sich auf die einzelnen Bereiche wie Materialien, Accessoires, Arbeitskosten, Zölle und Transport verteilt (s. Aufstellung). Und zudem können sie sich auch genau über die Fabrik informieren, wo der von ihnen gekaufte Artikel hergestellt wurde. Da lohnt sich das Warten doch.

Fotos: Everlane-Website
Traditionelle Kleidung mischt Afrikas Modemetropole auf

Traditionelle Kleidung hat oft, wenn keinen biederen, dann doch einen etwas unbequemen Beigeschmack - man denke etwa an Trachtenmode im deutschsprachigen Raum - der dafür sorgt, dass traditionelle Kleidung eher zu besonderen Anlässen getragen wird als im Alltag. Dies ist in Indien so, wo Jeans und T-Shirt inzwischen auch bei den Frauen in den meisten Büros den traditionellen Salwar Kameez und Sari ablösen, aber auch etwa bei den Quechua in Peru, die traditionelle Trachten im Alltag gegen Rock und Bluse tauschen.

In der Hauptstadt Nigerias, der Modemetropole Lagos, wird dieser Trend gerade auf den Kopf gestellt, denn hier verlangen gerade junge Leute nach “Trads”, traditioneller Mode wie dem Yoruba Agbada, einem langen, kaftanähnlichem Gewand für Männer, oder dem Dashiki, einem langen, bestickten, kragenlosen Oberteil aus dem Süden des Landes.

Traditionelle Kleidung mischt Afrikas Modemetropole auf

Es hilft, dass der nigerianische Popstar Wizkid, der erst im letzten Jahr von Vogue zum “bestgekleideten Popsänger Nigerias” gekürt wurde, diesen Trend unterstützt und sich bei öffentlichen Auftritten in traditionellen Outfits blicken lässt.

“Es ist im Moment in”, bestätigte Wizkid gegenüber Vogue. “Wenn ich zu Hause bin, trage ich nur afrikanische Stoffe. Ich bekomme die Materialien aus verschiedenen Teilen Nigerias - Norden, Westen, Süden - und kombiniere sie.”

Und so kommt es, dass in den letzten Jahren traditionelle Kleidung nicht mehr nur von älteren Generationen und zu besonderen Anlässen getragen wird, sondern man sie auch in Büros und Nachtklubs sehen kann sowie auf Hochzeiten und Geschäftstreffen.

Und gerade im geschäftlichen Bereich (oder in der Politik) kann sich dieses kleine Detail - aus Respekt für sein Gegenüber dessen traditionelle Kleidung zu tragen - wirklich auszahlen, denn so ist das Eis gebrochen und es wird ohne Worte Wohlwollen ausgedrückt.

Wer sich fragt, wieviel Einfluss dieser Trend auf die Modebranche weltweit haben könnte, sollte sich folgende Fakten in Erinnerung bringen: Mit 20 Millionen Einwohnern ist die Modemetropole Lagos nicht nur die größte Stadt Nigerias oder die bevölkerungsreichste Stadt Afrikas, sondern auch der Welt. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bevor sich der Trend von der nigerianischen Bevölkerung in anderen Teilen der Welt auch auf die allgemeine Bevölkerung und damit auch Designer und Trendexperten ausdehnt.

“Sogar in Paris wollen sich junge Leute aus der Diaspora als afrikanische Prinzen präsentieren”, bestätigt Nelly Wandji, Besitzerin der Afrika-Boutique MoonLook in Paris, gegenüber AFP. “Nigeria ist der klare Anführer für Mode in Bezug auf Style, Kreativität und Anzahl bekannter Designer. Lagos Fashion Week hat Johannesburg abgelöst. Nigerianer sind weit authentischer geblieben und haben 'afrikanischen Stolz' beibehalten, während Südafrika sehr europäisiert ist”, stellte sie nach ihrem letzten Besuch in Lagos fest.

Fotos: Abinami / Chima222; beide via Wikimedia
‘Nicht Geld, Manpower’ Hacked By sucht Partner für Wachstum

Das Modelabel von Alexander van Slobbe und Francisco van Benthum, Hacked By, ist bereit für den nächsten Schritt. Zusammen mit Mitbegründerin Marjon Beumer, suchen die Designer nach einem Unternehmen mit genug Einfluss, um das Label auszubauen. „Wir sind nicht auf der Suche nach Geld, nur nach Leuten“, so Francisco van Benthum im Interview mit FashionUnited.

Das Unternehmen, das Hack adoptieren wird, sollte die Kapazitäten besitzen, den Produktionsprozess zirkulär zu gestalten. Die Notwendigkeit der Circular Fashion war eines der Hauptthemen beim diesjährigen Copenhagen Fashion Summit im Mai. „Man hört selten von führenden Modeunternehmen, die über die wirkliche Lösung spreche: Das Produktionsvolumen zu reduzieren. Alle Nachhaltigkeitskampagnen setzen voraus, dass die Industrie weiter wachsen wird“, sagte Chiara Campione of ‘Detox My Fashion’ während des Summits. „Echter Wandel hieße aber, die Lebensspanne von Bekleidung zu erhöhen und den ökologischen Impact der Produktion in der Design-Phase zu verringern.“ So wurde in Kopenhagen die ‘Circular Fibre Initiative’ in Leben gerufen, die zum Ziel hat, ein neues globales Textilsystem zu etablieren, das auf den Prinzipien von Circular Economy beruht. Die C&A Foundation, H&M, Nike und das The Danish Fashion Institute unterstützen unter anderem die Initiative.

Hacked wurde vor drei Jahren als Reaktion auf die schiere Größe und Geschwindigkeit von Fast Fashion-Ketten gegründet. Hacked bietet eine Lösung für die enorme Menge an Überbeständen dieser Ketten. Van Slobbe und Van Benthum kaufen diese auf und machen aus den Kleidungsstücken neue Teile. Dazu benutzen sie ihre eigenen Design-Schnittmuster. Hacked ist in verschiedenen Läden in den Niederlanden erhältlich und wird lokal produziert. „Wir haben alles in der Pipeline: das Material, den Transport und die Produktion. Woran es fehlt sin die Menschen: Eine Sales-Organisation und eine Backoffice, das wäre nötig für Wachstum. Anstatt das von Null aufzubauen, sind wir der Meinung, es wäre besser, wenn Hacked in ein großes Unternehmen integriert würde. So könnten wir diesem Unternehmen helfen, mit seiner Überproduktion fertig zu werden.“ Natürlich müsste das Unternehmen transparent sein im Umgang mit diesem Nebeneffekt der Modeindustrie. Eine frühere Kooperation scheiterte daran bereits.

Im Juli wird Hacked erstmals seine Kollektion auf der Amsterdam Fashion Week vorstellen. „Es passiert gerade so vieles. Es ist an der Zeit, es öffentlich zu machen, dass wir nach einem Partner suchen. Wir haben einen nachhaltigen und profitablen Weg gefunden, Textilien und Bekleidung zu recyceln, Überproduktion zu beseitigen und Herstellern in den Off-Peak-Phasen zu helfen. Es ist der nächste Schritt für alle in der Branche.”

Foto: Hacked By Vytautas Kumza