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5 nachhaltige Damenmodelabels, die man kennen sollte

Von Simone Preuss

10. Feb. 2022

Mode

Bild: Ekyog

Viel hat sich im Bereich Damenmode getan - Versuche, sie ökologisch vertretbar zu machen, gibt es schon lange, aber diese waren nicht immer erfolgreich und gaben Ökomode für Damen lange den Ruf, unmodisch und vielleicht sogar unbequem zu sein.

Die Zeiten haben sich geändert und inzwischen gibt es etliche Damenmodelabels, die nichts zu wünschen übrig lassen - faire Produktion, nachhaltige Materialien, herausragende Qualität, Langlebigkeit, CO2-Neutralität, umweltfreundliche Verpackungen und sie werden auch den höchsten modischen Ansprüchen gerecht. FashionUnited stellt fünf europäische DOB-Labels vor, die Fast Fashion den Kampf angesagt haben.

Ekyog

Bild: Ekyog

Ekyog aus Frankreich bietet nicht etwa Yoga-Bekleidung an, sondern verspielte und langlebige Damenkollektionen aus überwiegend natürlichen (74 Prozent), neuen umweltfreundlichen (15 Prozent) oder recycelten Materialien (11 Prozent). Alle Textilien unterliegen dem Oeko-Tex Standard 100 und sind GOTS- beziehungsweise Kleidungsstücke aus Wolle RWL-zertifiziert.

Das 2003 gegründete Label entwirft in Paris und lässt in streng kontrollierten und ethisch produzierenden Fabriken herstellen - etwa Denim in der Türkei, recycelte Mischgewebe in Bulgarien, Drucke und Stickereien in Indien, Biobaumwolle in China und die pflanzliche Färbung und Herstellung in Portugal und Marokko. Ekyog-Produkte sind über die eigene Website, eigene Geschäfte in Frankreich und den Onlinehandel erhältlich. Die Preise reichen von 65 bis 150 Euro.

Froy & Dind

Bild: Froy & Dind

Das belgische Lifestyle-Label Froy & Dind gibt es seit 2008, doch beschränkte es sich zunächst auf bunte und fröhliche Muster auf Postkarten, recyceltem Papier, Magneten und Heimtextilien. Die Motive waren jedoch so erfolgreich, dass die beiden Gründerinnen Froya und Adinda sich entschieden, sie auch auf Damenmode zu drucken. Seit 2011 spezialisieren sie sich auf hochwertige, nachhaltige Kleidung, die in Antwerpen entworfen und unter fairen Bedingungen in der Türkei hergestellt wird. Sie ist zudem schadstoffarm und GOTS-zertifiziert.

Das Label ist bei verschiedenen Onlinehändlern und in zahlreichen Bekleidungsgeschäften in Belgien, den Niederlanden, Frankreich und in über 20 ausgesuchten Geschäften in ganz Deutschland erhältlich. Die Preise reichen von rund 35 bis 100 Euro.

Lanius

Bild: Lanius

Lanius wurde 1999 von Claudia Lanius mit dem Ziel gegründet, nachhaltige Materialien mit anspruchsvollem Design zu verbinden und dabei fair zu produzieren. Dementsprechend spielen für das Kölner Label neben Siegeln und Zertifikaten der persönliche Kontakt und übereinstimmende Werte eine zentrale Rolle bei der Auswahl der Partner:innen, die regelmäßig besucht werden. Diese sind grundsätzlich GOTS-zertifiziert, folgen dem Standard SA8000, dem BSCI Code of Conduct sowie werden durch die Fair Wear Foundation überprüft.

Das Label ist nicht vollständig vegan, bietet jedoch Peta-zertifizierte Produkte an und legt Wert darauf, dass tierische Materialien schmerzfrei erworben werden - also mulesing-freie Wolle, Kaschmir aus kontrolliert biologischer Tierhaltung, Alpaka-Wolle von freilaufenden Alpakas in den Anden und Yak-Wolle aus traditionell nachhaltigen Hirtengemeinschaften in der Inneren Mongolei. Andere natürliche Rohstoffe sind Baumwolle, Hanf, Leinen, Tencel, Lenzing EcoVero, Econyl und SeaCell - eine Cellulosefaser auf Algenbasis. Lanius-Damenmode ist neben der eigenen Website und eigenen Stores in über 400 Geschäften europaweit erhältlich. Die Preise reichen von 10 Euro für Socken bis 360 Euro für Jacken.

People Tree

Bild: People Tree

Das nachhaltige Damenmodelabel People Tree mit Sitz in London ist ein Pionier der Fair-Trade-Mode. Es wurde 1991 von James und Safia Minney mit dem Ziel gegründet, jedes Produkt von Anfang bis Ende nach den höchsten ethischen und ökologischen Standards herzustellen und setzt dazu auf kleine Handwerksbetriebe aus Entwicklungsländern. People Tree gehört seit 1996 der World Fair Trade Organisation (WFTO) an und hat zusammen mit dieser den „World Fair Trade Day“ am 14. Mai ins Leben gerufen, der jedes Jahr in über 70 Ländern gefeiert wird.

Der Schwerpunkt des Labels liegt auf zeitgenössischen, vielseitigen Designs und verspielten, exklusiven Stücken aus Biobaumwolle, Tencel Lyocell und verantwortlich beschaffter Wolle. Dabei deckt People Tree alle Bereiche ab - von Unterwäsche, Nachtwäsche, Activewear und Socken bis hin zu Kleidern, Röcken, Jacken und Accessoires. Die Preise reichen von 14 Euro für Slips bis 130 Euro für Hosen und 190 Euro für Strickpullover. People Tree ist über die eigene Website erhältlich und versendet innerhalb von Europa, in die USA, Canada, Australien und Neuseeland, ebenso über ausgesuchte Einzelhandelsunternehmen und den Onlinehandel.

SKFK

Bild: SKFK

SKFK (ehemals Skunkfunk) fing 1996 mit T-Shirts an, die Gründer Mikel Feijoo Elzo auf Musikfestivals verkaufte. Die Idee war zunächst, sich die Konzertbesuche zu finanzieren, aber bald waren die T-Shirts so gefragt, dass sich ein Modelabel daraus entwickelte. Heute bietet das spanische Label neben T-Shirts auch Kleider, Röcke, Jacken und Mäntel an und legt Wert darauf, dass die Stoffe umweltverträglich sind und die Produktion CO2-neutral ist.

Die in Bilbao entworfenen Kollektionen setzen auf urbanen Schick und sind feminin, funktional und lässig. Die Preise reichen von 50 bis 100 Euro. Das Label bezieht Biobaumwolle von der Chetna-Kooperative für indische Kleinanbauer:innen und lässt in China, Indien und Portugal herstellen. Das Unternehmen betreibt einen eigenen Webshop sowie Ladengeschäfte in Europa und Südamerika. SKFK ist derzeit in 38 Ländern vertreten und bietet auch einen Mietservice an.

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