64 Brands setzen sich 143 Ziele für eine Kreislaufwirtschaft in der Mode

London - 64 internationale Modeunternehmen haben insgesamt 143 Ziele festgelegt, die den Wandel der Branche zu einem zirkulären Modesystem beschleunigen sollen. Führende Unternehmen von Bestseller und H&M bis hin zu Kering und Inditex haben ihr Engagement für Nachhaltigkeit bekräftigt, indem sie das 2020 Circular Fashion System Commitment unterzeichnet und im Januar ihre individuellen Ziele für die Kreislaufwirtschaft veröffentlicht haben.

Der erste Schritt erfolgte auf dem Copenhagen Fashion Summit im Mai 2017, der weltweit größten Veranstaltung für Nachhaltigkeit in der Modewelt. Dort wurde der Aktionsaufruf der Global Fashion Agenda lanciert. Die führenden Unternehmen in der Modebranche verständigten sich darauf, auf ein nachhaltiges Kreislaufsystem hinzuarbeiten. Insgesamt 64 Unternehmen, die insgesamt 142 Marken vertreten (was etwa 7,5 Prozent der Branche entspricht) verpflichteten sich dazu, bis Ende 2017 eine zirkuläre Strategie für ihr eigenes Unternehmen zu entwickeln. Zu den Unterzeichnern gehören Unternehmen wie Adidas, Eileen Fisher, Hugo Boss, Reformation und VF Corp.

64 Brands setzen sich 143 Ziele für eine Kreislaufwirtschaft in der Mode

142 Marken setzen Ziele für zirkuläre Wertschöpfungsketten bis 2020

Seit Beginn der Selbstverpflichtung arbeiten die Modeunternehmen daran, sich bis 2020 eigene Ziele zu setzen, die von der Global Fashion Agenda und der Non-Profit-Organisation BSR überprüft werden. „Da die 64 Unternehmen die Vereinbarung unterschrieben haben, war ich sehr neugierig auf ihre Unternehmensziele“, verriet Eva Kruse, CEO der Global Fashion Agenda. „Wir haben nun alle 143 Ziele überprüft und obwohl die Schwerpunkte und das Ausmaß des Engagements von Unternehmen zu Unternehmen variiert, haben sich alle zu einem gemeinsamen Ziel verpflichtet und unternehmen Schritte zum Übergang in eine kreislauffähige Modeindustrie. Ich finde das sehr ermutigend. "

Alle Unterzeichner haben sich Ziele in einem oder mehreren der folgenden vier Bereiche gesetzt: kreislauffähiges Design, Erhöhung des Volumens der eingesammelten, benutzten Kleidungsstücke, Erhöhung des Volumens der verkauften wiedergewonnenen Kleidungsstücke und Erhöhung des Anteils der Kleidungsstücke aus recycelten Post-Consumer-Textilfasern. Innerhalb dieser vier Bereiche hat kreislauffähiges Design mit insgesamt 55 gesetzten Unternehmenszielen das größte Interesse gefunden. Das bedeutet, dass viele Modefirmen entweder ihre Designer in Designsystemen, die auf Kreislaufwirtschaft aufgerichtet sind, schulen oder darauf trainieren, nachhaltige Designprinzipien zu implementieren, wie zum Beispiel die Haltbarkeit eines Produkts zu erhöhen. H&M ist eines der Modeunternehmen, das sich zum Ziel gesetzt hat, Schulungen für das zirkuläre Design zu implementierten.

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„Wir haben die Selbstverpflichtung der Global Fashion Agenda unterzeichnet, da es gut mit unserer ambitionierten Vision übereinstimmt, 100% kreislauffähig und nachhaltig zu werden", sagte Anna Gedda, Head of Sustainability, bei der H & M Group. „Teil unserer Verpflichtung bis 2020 ist es, Schulungen in nachhaltigen Materialien und nachhaltiger Materialnutzung für alle Kollegen, die es betrifft, durchzuführen. Außerdem arbeiten wir weiter daran, die Kreislaufwirtschaft in den Entwurfsprozess für all unsere Produkte zu integrieren. Eines der Ziele der H&M Group ist es, bis 2030 nur recycelte oder andere nachhaltig gewonnene Materialien zu verwenden und spätestens 2040 in unserer gesamten Wertschöpfungskette klimapositiv zu sein. "

Die Global Fashion Agenda wird ihren ersten jährlichen Fortschrittsbericht im Mai 2018 veröffentlichen. Darin weren die Aktivitäten der Unterzeichner und die Fortschritte bei der Erreichung ihrer Ziele hervorgehoben.

Fotos: Mit freundlicher Genehmigung der Global Fashion Agenda

 

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