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Armedangels stellt zirkuläre Jeans vor

Von Simone Preuss

23. Apr. 2021

Mode

Armedangels

Das nachhaltige Kölner Modelabel Armedangels hat mit ihrer ‘Circular Denim’ eine Produktinnovation eingeführt, die aus Schnittresten der eigenen Produktion besteht. Damit will das Label gegen die Flut von Kleidungsstücken angehen, die immer noch auf der Mülldeponie landen - in Deutschland besitzt jede Frau rund acht Jeans und kauft jährlich zwei neue. Dann werden die aussortiert, die nicht mehr passen oder nicht mehr im Trend liegen - nur ein Prozent der weltweiten Altkleider werden wieder zu Kleidung verarbeitet.

„Der einzige Weg in Richtung ressourcenschonende Zukunft besteht darin, die derzeitige Einbahnstraße zu unterbrechen. Wir müssen aufhören, unsere Altkleider als Abfall zu behandeln und anfangen, sie als die wertvolle Ressource zu sehen, die sie sind“, erklärt Armedangels in einer Pressemitteilung.

Für die Circular Denim werden 20 Prozent recycelte Biobaumwolle aus eigenen Schnittresten sowie Materialien zweiter Wahl verwendet. Damit erreicht sie eine Zero-Waste-Produktion. „In Zusammenarbeit mit bestehenden und neuen Partnern wird mit der Circular Denim weitere Pionierarbeit hin zu einem wirklich zirkulären Business geleistet“, fügt Armedangels hinzu.

## Circular Denim wird mit kurzen Wegen produziert
Wie funktioniert der Prozess genau? Das gesammelte Altmaterial wird mechanisch recycled und mit frischer Biobaumwolle gemischt. Der spanische Partner Recovertex, der langjährige Erfahrung im Textilfaser-Recycling hat, verspinnt es dann zu neuem Garn. Dieses wird danach bei Tejidos Rojo in Portugal mit Dry-Indigo-Technologie gefärbt. Dabei wird kein Wasser benötigt, 89 Prozent Chemikalien eingespart und der Energiebedarf um 65 Prozent reduziert.

Auch beim Design steht Kreislauffähigkeit an oberster Stelle: Denim Authority in Tunesien näht und veredelt die Jeans am Ende und ergänzt ausschließlich Komponenten, die leicht zu demontieren sind. So wurden zum Beispiel abschraubbare Knöpfe entwickelt, Nieten werden zukünftig durch Stickereien ersetzt und Anstecker sowie (Größen-) Etiketten direkt auf den Stoff gedruckt.