Ausbildungsberufe in der Mode: Maschinen- & AnlagenführerIn bei Marc Cain

In dieser Serie werden die Berufsbilder vorgestellt, in denen Marc Cain ausbildet. Frank Wiedmann ist Ausbilder für Maschinen- & Anlagenführung bei Marc Cain. FashionUnited sprach mit ihm über seinen Beruf, warum Marc Cain ein Spitzenarbeitgeber ist und welche Voraussetzungen Bewerber mitbringen sollten.

Herr Wiedmann, was ist ihr beruflicher Werdegang?

Meine Ausbildung habe ich bei der Firma Stoll als Produktionsmechaniker gemacht, bevor ich in einer anderen Strickerei Erfahrung im Schichtbetrieb beim Bedienen und Überwachen von Maschinen sammeln konnte. Es zog mich danach auf die staatliche Textilfachschule Münchberg, an der ich erfolgreich meinen Textiltechniker absolvierte.

Nach weiteren Erfahrungen im technischen Textilbereich kam ich 2011 zu Marc Cain. Hier konnte ich Erfahrungen im Einstellen und Vorbereiten von Flachstrickmaschinen, sowie Stricken von Strickteilen in der Musterentwicklung und in der Lohnbetriebbeutreuung sammeln. 2020 kam dann die Funktion als Ausbilder hinzu.

Was machen Sie als Ausbilder Maschinen- und Anlagenführer tagtäglich? Wie sieht ein typischer Tag für Ihre Azubis aus?

Die Aufgaben sind vielfältig und jeder Tag bringt Neues. So gehören zeitliche und themenbezogene Aufgabenplanung, sowie Durchführung und Überwachung bzw. Kontrolle der Arbeiten dazu. Manchmal sind auch motivierende Worte nötig, falls etwas mal auf Anhieb nicht funktioniert – aber ich denke das ist ganz normal.

Jeder Azubi hat zu Arbeitsbeginn je nach Lehrjahr seine Aufgaben, wie z.B. kennenlernen, analysieren, nachstricken von Strickarten oder Erkennen von den sich daraus ergebenden Eigenschaften. Diese Erkenntnisse helfen danach bei der Mitarbeit im Flach- wie auch im Rundstrickbereich. Hier gehören zudem mechanische Arbeiten an Maschinen zum Tagesgeschäft.

Was macht Ihnen an Ihrem Beruf am meisten Spaß?

Ganz klar die Vielfalt der Arbeit. Immer wieder neue Ideen, neue Aufgaben unter neuen Bedingungen. Es wird nicht langweilig und die Arbeitszeit vergeht wie im Flug.

Was lernen Ihre Azubis?

Azubis im Berufsbild Maschinen- und Anlagenführer lernen bei Marc Cain von Grund auf den Aufbau, die Funktion und den richtigen Umgang mit Flach- und Rundstrickmaschinen. Sie lernen Gestrickarten zu unterscheiden, Fehler zu analysieren und zu beheben – ob an der Maschine oder an der Musterungsanlage. Hier bietet der Maschinenhersteller eine Software, mit der wir alle Artikel im Flachstrickbereich programmieren.

Zudem ist ein Handstrickkurs im Haus und ein Programmier- und Metallgrundkurs bei befreundeten Firmen in der Umgebung Inhalt der ersten 2 Jahre. Mit diesem Angebot haben wir in den letzten Jahren ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.

Was macht den Beruf zu einem Traumberuf?

Traumberuf ist ein großes Wort. Ich habe morgens beim Aufstehen das Gefühl, gerne zur Arbeit zu gehen. Die Arbeit, durch die immer wieder neue Anforderungen entstehen, und die daraus zustande kommenden faszinierenden Ergebnisse sind am Ende eines Arbeitstages hervorzuheben.

Für mich ist es immer wieder großartig zu sehen wie man aus Versuchen mit unterschiedlichsten Materialien bzw. Ideen, Produkte wie Pullover, Jacken, Kleider etc. herstellen kann. Die Produkte fühlen sich gut an, sehen gut aus und man sieht sie immer wieder an verschiedenen Personen in der Öffentlichkeit. Selbst weiß man dann genau, wieviel Arbeit darin steckt und wie das Kleidungsstück hergestellt wurde.

Was macht für Sie die Arbeit mit Mode und Bekleidung so spannend?

Die Arbeit mit Menschen, Maschinen und immer wieder neuen Materialien. Das Ergebnis und die glückliche Kundin motivieren mich.

Welche Fehler sollten Kandidaten bei der Bewerbung vermeiden?

Für eine Bewerbung würde ich mich über die Firma und das Umfeld informieren. Das ist ganz wichtig. Zudem ist ein gepflegtes Auftreten selbstverständlich!

Was sollten Kandidaten unbedingt mitbringen?

Wenn ein junger Mensch offen für Neues und wissbegierig ist, zudem Worte wie Höflichkeit, Pünktlichkeit und Teamfähigkeit keine Fremdbegriffe sind, würde ich sagen, ist eine gute Basis geschaffen. Die berufliche Ausbildung beinhaltet auch immer die Entwicklung des Menschen. Daraus entstehen die schönsten Geschichten.

Was macht Marc Cain zum Spitzenarbeitgeber?

An Marc Cain mag ich, dass hier in den letzten Jahren sowohl in Gebäude und Technik als auch in die Mitarbeiter durch Schulungen und Weiterbildungen investiert wurde. Dies wird auch in den nächsten Jahren so weitergehen. Wir sind als Mitarbeiter nicht nur eine Nummer, sondern wertvolle Mitwirkende, die für den Erfolg der letzten Jahre stehen. Zudem investieren wir weiter in die Ausbildung und lassen nicht nach. Neben guten Übernahmechancen bieten sich den Auszubildenden hier viele Möglichkeiten für eine Weiterentwicklung – auch Abteilungsübergreifend.

 

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