Brand Radar: Almada Label – finnische Marke bringt ihre saisonunabhängige Garderobe auf Laufstege
Almada Label ist eine in Helsinki ansässige Marke für Damenmode, die 2020 von den Designer:innen Alexa Dagmar und Linda Juhola gegründet wurde. Das Label ist für seinen Kaschmirstrick sowie reduziertes Ready-to-wear bekannt und positioniert seine Entwürfe als saisonunabhängigen „alltäglichen Luxus“. Das Konzept basiert auf einer permanenten Kollektion. Diese entwickelt sich kontinuierlich weiter, anstatt kurzlebigen Trends zu folgen.
Im August 2026 feierte Almada Label sein Laufstegdebüt auf der dänischen Modewoche Copenhagen Fashion Week. Während der SS27-Ausgabe präsentierte das Label seine Kollektion für Herbst/Winter 2026 im See-now-buy-now-Format in der Königlich Dänischen Kunstakademie.
Markengeschichte und Entwicklung
Die Gründer:innen entwerfen zwischen Helsinki und Stockholm. Dagmar ist als Geschäftsführerin der finnischen Betreibergesellschaft AL Collection Oy Ab eingetragen. Almada Label startete ursprünglich mit drei Strickmodellen. Seitdem hat die Marke ihr Sortiment zu einem vollständigen Ready-to-wear-Angebot ausgebaut, das Tailoring, Leder, Shearling und Seide umfasst.
Im Oktober 2025 wurde die Marke mit dem ‘Finnish Textile & Fashion Award’ ausgezeichnet, der mit 10.000 Euro dotiert ist. Laut dem skandinavischen Modemagazin Vogue Scandinavia hob die Jury dabei die ehrgeizigen internationalen Ziele, das profitable Wachstum sowie die hohe Mediensichtbarkeit des Labels hervor.
Wichtige Erfolgsfaktoren und Mediensichtbarkeit
Gegenüber Vogue Scandinavia nannten die Gründer:innen im Jahr 2025 drei Faktoren für ihren Erfolg: den direkten Eintritt in internationale Märkte von Beginn an; eine klar definierte Markenvision; sowie das ausgewogene Verhältnis zwischen Preis und Qualität. Wie die Publikation weiter berichtete, war die Shearling-Jacke der Marke bereits am Tag der Markteinführung ausverkauft. Zudem trug das britische Model Rosie Huntington-Whiteley Ende August 2025 das Kleid ‘Zila’ von Almada Label bei den Internationalen Filmfestspielen von Venedig.
Das Wachstum ging jedoch zulasten der Margen. Laut dem finnischen Wirtschaftsinformationsdienst Asiakastieto steigerte die AL Collection Oy Ab ihren Umsatz im Jahr 2025 mit sechs Mitarbeitenden um 34,2 Prozent auf 4,8 Millionen Euro. Das Betriebsergebnis sank hingegen um 98 Prozent auf 11.000 Euro, was einer Marge von 0,2 Prozent entspricht. Im Jahr 2024 hatte der operative Gewinn noch bei 482.000 Euro gelegen.
Produktsortiment und Preisgestaltung
Das Angebot von Almada Label umfasst Strickwaren; Outerwear; Tailoring; Hosen; Kleider und Accessoires. Bei den Materialien reicht das Spektrum von Bio-Kaschmir bis hin zu Shearling.
Preisspanne im Onlineshop der Marke im Oktober 2026:
- Strickwaren: Die Paradekategorie der Marke reicht von 195 Euro für das Kaschmirmodell ‘Vida Top’ über 360 Euro für den Rollkragenpullover ‘Nola Turtleneck Sweater’ bis hin zu 390 Euro für die Strickjacke ‘Aria Cardigan’.
- Hosen: Die Hose ‘Lilou Joggers’ aus einem Woll-Kaschmir-Mix liegt bei 290 Euro.
- Outerwear: Die Preise reichen von 590 Euro für den Mantel ‘Noorie Doublé Coat’ und 780 Euro für den ‘Kaity Doublé Coat’ bis zu 2.800 Euro für den Lammfellmantel ‘Claudie Shearling Coat’.
Strickmode bewegt sich größtenteils unterhalb von 400 Euro. Die Outerwear aus Shearling erreicht hingegen ein Preisniveau, das üblicherweise mit Luxusmarken assoziiert wird.
Globale Präsenz
Almada Label ist bei Händler:innen in 17 Ländern vertreten. Dazu zählen Finnland; Schweden; Deutschland; Frankreich; Großbritannien; Japan; Südkorea und Australien. Zu den Einzelhandelspartner:innen gehören das britische Luxuskaufhaus Harrods; die französischen Warenhäuser Le Bon Marché und Printemps; die deutschen Traditionshäuser KaDeWe und Breuninger; das schwedische Kaufhaus Nordiska Kompaniet sowie das finnische Warenhaus Stockmann.
Für die Saison Herbst/Winter 2026 benannte die Marke zudem den britischen Luxus-Onlinehändler Net-a-Porter als „wichtigen globalen Einzelhandelspartner“. Der weltweite Versand erfolgt über ein Logistikunternehmen in den Niederlanden. Im Juli 2026 eröffnete das Label seinen ersten Pop-up-Store im monegassischen Luxushotel Hôtel Hermitage in Monaco.
Nach eigenen Angaben lässt die Marke ihre Kollektionen in Produktionsstätten in Portugal, Italien, der Türkei und China fertigen. Dabei arbeitet das Unternehmen ausschließlich mit Lieferant:innen zusammen, die auf Mulesing verzichten.
Zukunftsausblick
Im Oktober 2025 deuteten die Gründer:innen weitere Pop-ups, Events sowie eine mögliche Laufstegschau an. Beides wurde inzwischen umgesetzt. Gegenüber der britischen Lifestyle-Plattform SheerLuxe erklärten sie im September 2026, dass ihnen ein Wachstum „auf die richtige Weise“ wichtiger sei als eine schnelle Expansion.
Weitere Informationen finden Sie auf der Markenseite.