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Cornell-Student erhält YMA-Stipendium für nachhaltige 3D-Druck-Bekleidung

Von Simone Preuss

26. Jan. 2016

Mode

Cornell-Student Eric Beaudette hat eins von vier mit 30.000 US-Dollar dotierten Geoffrey Beene National Scholarships vom YMA Fashion Scholarship Fund für seine praktische Anwendung des 3D-Drucks, sein Konzept 'Recycl3-D' gewonnen, im 3D-Druck hergestellte, individuell anpassbare Aktivkleidung.

“Die wirklichen Vorteile des 3D-Drucks wurden noch nicht gemäß ihres vollen Potenzial genutzt. Ich habe Recycling mit synthetischen Mischgeweben und die individuellen Gestaltung vom Bodyscanning mit einer Optimierung des Herstellungsprozesses verbunden, um Produktionsabfälle drastisch zu reduzieren”, sagte das junge Talent, das in diesem Frühjahr vom Fachbereich Faserwissenschaft & Modedesign (FSAD) der Cornell University seinen Abschluss erlangen wird.

Recycl3-D nutzt volles Potenzial des 3D-Drucks

Für den Wettbewerb erstellte Beaudette in Cornells 3D-Bodyscanner anhand seiner eigenen Körpermaße den Ganzkörper-Prototypen eines Kleidungsstückes. In einem zweiten Schritt fügte er dem Scan Design-Linien hinzu. Um das Kleidungsstück noch weiter maßzuschneidern, passte er Details wie die Länge des Rumpfs und der Ärmel, Farbe und modulare Accessoires an. Zusammen mit innovativen Verschlüssen und Accessoires entstanden einfache, aber effektive Kombinationsmöglichkeiten. Dann musste das Kleidungsstück nur noch im 3D-Druck hergestellt werden.

Aber das ist noch nicht alles, denn Beaudette hat den gesamten Lebenszyklus eines Kleidungsstücks bedacht: Sobald es abgenutzt ist oder der Träger keine Lust mehr hat, es zu tragen, kann es zu Recycl3D zurückgebracht werden, wo es wieder zu Rohstoffen verarbeitet wird, die für andere Kleidungstücke, Verpackungen, etc. verwendet werden können.

Mit Beaudettes Prototyp stellen zudem verschiedene Gelegenheiten und Stile nicht länger ein Problem dar: Der Träger kann sich ein Kleidungsstück am Morgen aussuchen und im Laufe des Tages anhand des wandelbaren Mehrzweck-Designs durch Entfernen oder Hinzufügen von Accessoires wie Krägen, Manschetten, Kapuzen und Taschen anpassen, zum Beispiel beim Übergang vom Arbeitsplatz zum Sportplatz.

Beaudette macht den zweidimensionalen Ansatz bei FSAD für seinen Erfolg verantwortlich: “Die Hybridausbildung zwischen Wissenschaft und Design ermöglichte es mir, jeden Aspekt eines Produkts durch zwei einzigartigen Perspektiven zu untersuchen. Wahres Produktdesign, vor allem für Bekleidung, muss eine perfekte Verbindung von Design und Materialien sein.”

“Mein Traum ist es, Produktentwickler und Innovator zu sein und neue Perspektiven für Materialien und Technologien einzubringen, die speziell hergestellt wurden, um mit dem menschlichen Körper zu interagieren”, ergänzte Beaudette. Mit dem Geld vom Stipendium und der Aufmerksamkeit der Modebranche hoffen wir, in Zukunkft mehr von Beaudettes innovative Ideen zu sehen.