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Deichtorhallen sagen geplante Bruce-Weber-Schau in Hamburg ab

Nach Belästigungsvorwürfen gegen den US-amerikanischen Modefotografen Bruce Weber haben die Hamburger Deichtorhallen eine für den Herbst geplante Ausstellung abgesagt.

«So lange die Vorwürfe nicht geklärt sind, kann man so eine Ausstellung nicht machen», sagte Pressesprecherin Angelika Leu-Barthel am Donnerstag auf Anfrage. Zuerst hatte die «Süddeutsche Zeitung» über die Absage berichtet. Vom 25. Oktober bis zum 24. Februar 2019 wollte das Haus der Photographie der Deichtorhallen unter dem Titel «Far from Home» eine große Ausstellung mit 300 Fotografien und Kurzfilmen des Starfotografen zeigen, die er auf seinen zahlreichen Reisen gemacht hat.

Weber, geboren 1946 in Pennsylvania, wurde in den 1980er Jahren durch seine Werbekampagnen für Calvin Klein und Ralph Lauren berühmt. Häufig standen muskulös-sportliche Männer-Models im Mittelpunkt. Anfang der Woche hatten Männer dem Modefotografen sexuelle Belästigung vorgeworfen. Laut «New York Times» soll Weber bei privaten Treffen mit Models und Assistenten nackte Atem- und Energieübungen angeregt habe. Weber habe dabei häufig gegen deren Willen die Hände der Männer in ihren Schritt geführt und auch seine. Weitergehende Belästigungen werden in dem Artikel nicht erwähnt. Weber stritt die Vorwürfe in einem Statement seiner Anwälte ab.(dpa)

Foto: mit freundlicher Genehmigung des British Fashion Council