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Der Einfluss der Laufstegmode auf die Einkaufsgewohnheiten

Von Don-Alvin Adegeest

21. März 2022

Mode

Bild: LFW, mit freundlicher Genehmigung von Clearpay

Die Macht des Laufstegs kann sich positiv auf die Verkaufszahlen auswirken, selbst wenn die auf dem Laufsteg gezeigten Kollektionen erst im Herbst in den Geschäften erhältlich sein werden.

Daten des Zahlungsdienstleisters Clearpay, Hauptsponsor der Londoner Modewoche, zeigen, dass die Verbraucher:innen bereits ab dem Laufstegzeitpunkt shoppen. Die wichtigsten Trends, die sich bei den HW22-Schauen in London abzeichneten, trieben die Umsätze in den Shops an. Nachfolgend vier Trends, die mit einen Anstieg der Verkaufszahlen korrelierten:

Y2K und nostalgische Kleidung

Die HBO-Serie Euphoria hat eine neue Vorliebe für Nostalgie entfacht – eine Rückkehr zur Mode der Jahrtausendwende und eine neue Faszination für Mode als stilistische Zeitreise. Dies wurde auf den Laufstegen deutlich, wo Labels wie Halpern, Connor Ives, Edeline Lee und Christopher Kane von den 70er Jahren inspirierte Looks wie Kleider mit Häkelmuster, Fransenjeans und Mikro-Miniröcke präsentierten. Während der Shows stiegen die Umsätze dieser Trends über Clearpay an, wobei die gehäkelten Artikel um 25 Prozent im Vergleich zu Januar 2022 und Dezember 2021 und die Verkäufe von Miniröcken um 55 Prozent im Vergleich zu September 2021 und um 93 Prozent im Vergleich zum Vorjahr stiegen.

Après-Ski

Einer der größten Trends auf dem Laufsteg für H/W22 war der Après-Ski-Look, der durch zahlreiche Oversize-Mäntel und Jacken und Accessoires wie Sturmhauben, Plaids, Fäustlinge und kuschelige Fischerhüte bei den Shows von Roksanda und Chet Lo gezeigt wurde. Dies schlug sich in den Verkaufszahlen bei Clearpay nieder, wobei die Nachfrage nach Sturmhauben, auch als Balaklavas bekannt, sowohl bei der Damen- als auch bei der Herrenmode im Vergleich zum September um 325 Prozent stieg.

Haut zeigen

Marken wie Burberry, 16 Arlington, Supriya Lele und Nensi Dojaka haben in dieser Saison mit der Rückkehr von Bodycon-Kleidern, One-Shoulder-Silhouetten und Kleidung mit Cutouts in den neuesten Kollektionen Pionierarbeit geleistet. Dies zeigte sich auch in den Umsätzen der Clearpay-Einzelhändler:innen, wo die Verkäufe von Modeartikeln mit Cutouts seit Dezember gestiegen sind. Die Umsätze mit sexy Kleidung werden wohl auch weiter steigen, da sich die Kalender der Menschen zunehmend wieder mit besonderen Events füllen.

Low-Rise-Jeans

Sie wurden einst als kurzlebiger Trend angesehen, doch die letzten HW22-Kollektionen bestätigten, dass Low-Rise-Jeans ein Comeback feiern. Marken wie Supriya Lele und Poster Girl belebten den Trend auf den Laufstegen wieder. Dies zeigte sich auch bei den Zahlen von Clearpay, wo das Interesse an Low-Rise-Jeans während der LFW stark anstieg und die Verkäufe von Low-Rise-Jeans im Vergleich zum September um 81 Prozent zunahmen. Auch Umsätze mit Denim-Sets haben zugenommen, wobei die Anzahl der Verkäufe im Januar und Februar um 114 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist.

Bild: LFW, mit freundlicher Genehmigung von Clearpay

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

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