Jeder Beutel mit ausrangierter Kleidung ist ein Gemisch von Textilien unterschiedlicher Art und Qualität und muss geprüft werden. Die Altkleidersäcke aus Containern werden daher in der Regel ungeöffnet an Sortierbetriebe verkauft, die Abnehmer für die Stoffe suchen. Nach Angaben des Verbands Fairwertung, in dem sich gemeinnützige Sammler zusammengeschlossen haben, kann mit durchschnittlich 55 Prozent nur etwas mehr als die Hälfte einer Sammlung wieder getragen werden.

Zwei bis vier Prozent der Textilien sind von besonders guter Qualität und werden direkt an Secondhand-Läden in Deutschland und Westeuropa verkauft. Sechs bis acht Prozent werden als Qualität I bezeichnet, weitere 30 bis 32 Prozent der Kleidung gelten als Qualität II. Diese Textilien gehen an Abnehmer in Osteuropa, Afrika und dem Mittleren Osten. Wiederverwendbare Schuhe machen etwa sechs bis acht Prozent einer Sammlung aus.

Die andere Hälfte der ausrangierten Klamotten ist den Angaben nach nicht mehr tragbar. Saugfähige Stoffe (etwa 15 bis 17 Prozent) werden an Putzlappenschneidereien verkauft. Weitere 17 bis 19 Prozent der Sammelware können zur Herstellung anderer Materialien verwendet werden. Diese Textilien verkauft der Sortierbetrieb unter anderem an Hersteller von Dachpappe oder von Abdeckungen für die Automobilindustrie.

Rund 90 Prozent einer Sammlung werden damit stofflich wiederverwertet. Circa zehn Prozent der Ware müssen vom Sortierbetrieb als Rest- oder Textilmüll kostenpflichtig entsorgt werden.(DPA)

 

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