Emilie Wenckstern gewinnt Polimoda-Preis für die ‘Beste Kollektion 2026’

Mode
Die Designerin Emilie Wenckstern und eine ihrer Kreationen Credits: Polimoda, ph Filippo Fior
Von Isabella Naef

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Die italienische Modeschule Polimoda hat Emilie Wenckstern mit dem Preis für die „Beste Kollektion 2026“ ausgezeichnet. Die 27-jährige deutsche Designerin erhielt die Ehrung für ihre Kollektion „No longer human“, die sie im Rahmen der Polimoda Graduate Show 2026 präsentierte. Die Abschlussveranstaltung fand am 15. Juni auf dem Platz vor dem Manifattura Campus der Polimoda in Florenz statt. Wenckstern ist Absolventin des Bachelorstudiengangs Modedesign der Modeschule.

Im Mittelpunkt der Kollektion steht eine radikale und zugleich hochaktuelle Frage: Was geschieht mit dem Körper, wenn er erzeugt, verändert und konstruiert werden kann, noch bevor er physisch existiert? Mit Verweisen auf Puppen, Schaufensterpuppen, skulpturale Figuren und digitale Avatare untersucht Wenckstern die Grenze zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen. Dabei verwandelt sie den Körper in eine Oberfläche, eine Konstruktion und ein Bild.

Ausgangspunkt von „No longer human“ ist eine Frage, die Wenckstern einer Künstlichen Intelligenz stellte: „Wenn du einen Körper hättest, wäre er dann noch menschlich?“ Ausgehend von dieser Überlegung thematisiert die Kollektion, wie Identität im digitalen Zeitalter konstruiert wird. Die Haut wird zur Oberfläche, der Körper zum Designobjekt. Wenckstern erkundet die Grenze zwischen dem Menschlichen und dem Künstlichen und stellt nicht nur die Frage, was ein Körper ist, sondern auch, wann er aufhört, einer zu sein.

„Wir leben in einer Zeit, in der Körper erzeugt und modifiziert werden. Sie können sogar schon vor ihrer physischen Anwesenheit existieren. Identität wird zur Konstruktion, die Haut verwandelt sich in eine Oberfläche. Ich wollte diese Grenze erforschen und mich nicht nur fragen, was ein Körper ist, sondern auch, wann er aufhört, einer zu sein. Für mich geht es nicht nur um Kleidung. Ich möchte eine Welt erschaffen, die andere inspiriert und einen Dialog zwischen dem Körper, der Kunst und dem Kleidungsstück herstellen“, erklärt Wenckstern.

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Emilie Wenckstern
Polimoda