Geschlechtsneutrale und vollständig digitale London Fashion Week geplant

Als Reaktion auf die andauernde Covid-19-Krise hat der British Fashion Council angekündigt, dass die London Fashion Week für Damen- und Herrenbekleidung in einem geschlechtsneutralen Format zusammenführen wird. Die vom 12. bis 15. Juni stattfindende Modewoche wird vollständig digital sein.

Mit dem Schwerpunkt auf dem Erzählen von Geschichten und darauf, britischen Modeunternehmen und Kreativen eine Stimme zu geben, wird die London Fashion Week Multimedia-Inhalte von Designern, Kreativen, Künstlern und Markenpartnern auf ihrer Website präsentieren. Dahinter steht die Absicht, die Modewelt zu vernetzen, Kooperationen zu ermöglichen und Mode, Kultur und Technologie zusammenzuführen.

"Viele unserer Unternehmen haben die London Fashion Week schon immer als eine Plattform nicht nur für Mode, sondern auch für ihren Einfluss auf Gesellschaft, Identität und Kultur angenommen", sagte Caroline Rush, Geschäftsführerin des British Fashion Council, in einer Erklärung. "Die aktuelle Pandemie veranlasst uns alle dazu, intensiver über die Gesellschaft nachzudenken, in der wir leben, und darüber, wie wir unser Leben leben und Geschäfte aufbauen wollen, wenn wir dies überstanden haben."

"Die andere Seite dieser Krise, so hoffen wir, wird sich um Nachhaltigkeit, Kreativität und Produkte drehen, die Menschen respektieren und wertschätzen. Indem wir eine Plattform für eine kulturelle Modewoche schaffen, passen wir digitale Innovationen so an, dass sie unseren heutigen Bedürfnissen am besten entsprechen und als globales Schaufenster für die Zukunft dienen können. Designer werden in der Lage sein, ihre Geschichten und - für diejenigen, die sie haben - ihre Kollektionen mit einer breiteren globalen Gemeinschaft zu teilen; wir hoffen, dass es neben persönlichen Perspektiven auf diese schwierige Zeit auch Inspiration in Hülle und Fülle geben wird. Dafür ist die britische Mode bekannt".

Londoner Modewoche wird geschlechtsneutral und vollständig digital

Messebesucher wie auch die breite Öffentlichkeit haben Zugang zu dieser neuen digitalen Erfahrung, die Interviews, Podcasts, Designertagebücher, Webinare und digitale Ausstellungsräume bietet.

Der British Fashion Council wird für die kommende Show mit mehreren digitalen Markensponsoren zusammenarbeiten, wie Amazon Launchpad, Facebook, Google, Instagram und Youtube. Diese Plattformen werden britische Designer dabei unterstützen, ein neues Publikum und Fachbesucher zu erreichen, indem sie einzigartige Inhalte anbieten.

Als Reaktion auf die weltweiten Sperrmaßnahmen wurde die Shanghai Fashion Week im vergangenen Monat als erste vollständig digitalisiert. Die Moskauer Modewoche folgte kurz darauf und ersetzte Laufsteg-Shows durch zweiunddreißig Modevideos, die das Publikum online streamen kann. Währenddessen bringt die Denim-Messe Kingpins Amsterdam zwischen dem 22. und 23. April ihre erste digitale Ausgabe heraus.

Dieser übersetzte Beitrag erschien zuvor auf FashionUnited.uk.

Foto: Edward Crutchley by Helle Moos

 

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