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H&M-Studie 2026: Mode zwischen Selbstausdruck und sozialem Druck

Mode
Gen Z entrepreneurs Credits: Pexels
Von Regina Henkel

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Junge Erwachsene in Deutschland erleben Mode als Balanceakt zwischen Individualität und öffentlicher Beurteilung. Das zeigt eine repräsentative Studie von H&M, die das Meinungsforschungsinstitut Civey Anfang 2026 unter 1.000 Bundesbürger:innen im Alter von 18 bis 35 Jahren durchgeführt hat.

Die Ergebnisse zeichnen ein ambivalentes Bild des heutigen Modekonsums: Zwar geben 91 Prozent der Befragten an, ihren persönlichen Stil frei ausleben zu können, gleichzeitig fühlen sich jedoch 54 Prozent wegen ihrer Kleidung von anderen beurteilt. Für die Branche unterstreicht die Studie damit die wachsende Bedeutung von Mode als Kommunikationsmittel in einer zunehmend digitalen Öffentlichkeit.

Kleidung fungiert für die Zielgruppe als Instrument der Selbstinszenierung. 76 Prozent der Befragten sehen in ihrem Stil einen Ausdruck ihrer Persönlichkeit, 75 Prozent verbinden Mode mit gesteigertem Selbstbewusstsein. Gleichzeitig entsteht ein Spannungsfeld zwischen Individualität und sozialer Beobachtung – insbesondere durch Social Media.

Fast jede zweite befragte Person (46 Prozent) lässt sich bei Outfit-Entscheidungen von sozialen Netzwerken inspirieren. Dennoch bleiben klassische Einflüsse relevant: 42 Prozent orientieren sich an Streetstyles im Alltag, 40 Prozent nennen Freundeskreis und Gleichaltrige als wichtige Inspirationsquelle. Für Marken bedeutet das: Digitale Trends dominieren zwar die Sichtbarkeit, Authentizität und reale Lebenswelten bleiben für junge Konsument:innen jedoch weiterhin entscheidend.

Besonders deutlich zeigt sich der Einfluss digitaler Plattformen beim Umgang mit wiederkehrenden Outfits. 43 Prozent achten laut Studie darauf, Outfit-Wiederholungen bei Social-Media-Posts zu vermeiden. Gleichzeitig reagieren viele Befragte nicht mit verstärktem Konsum, sondern mit kreativeren Styling-Ansätzen: 60 Prozent setzen bewusst auf vielseitig kombinierbare Teile.

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