Einem Ermittler von Peta Asia gelang es in der chinesischen Provinz Jiangsu, Videoaufnahmen von Arbeitern bei der im regionalen Handel üblichen Schlachtung von Hunden zu machen. Der Besitzer der Farm sagte dem Ermittler, dass in der Anlage jeden Tag 100 bis 200 Hunde erschlagen und gehäutet werden, um anschließend zu Lederhandschuhen oder Fell-Details für Bekleidung und Accessoires verarbeitet zu werden. Das Fleisch gelangt in die mittlerweile bekannte Hundefleisch-Lebensmittelproduktion.

Dass es in China keine Strafen für die Misshandlung von Tieren gibt, ist bekannt. Ein letzte von Woche von Peta veröffentlichtes Video zeigt, wozu manche Menschen in diesem Fall fähig sind. Die Hunde werden brutal erschlagen, aufgeschlitzt, ausgeweidet und gehäutet. Das Leder wird anschließend hauptsächlich für Handschuhe verwendet, das Fell endet als Verzierung an Schuhen oder Jacken. Nach Deutschland gelangen nur wenige dieser Produkte, da im europäischen Raum Hunde und Katzen, die in China übrigens ebenfalls zu Leder und Fellen verarbeitet werden, als Haustiere und nicht als ‘Nutztiere’ gelten. Trotz europaweitem Importverbots von 2009 gibt es allerdings keine Garantie dafür, dass die Produkte nicht nach Deutschland gelangen. Meist wird die Ware mit der Bezeichnung ‘Gaewolf’, Gae ist koreanisch und bedeutet Hund, ausgezeichnet.

Angebot und Nachfrage

Der Besitzer einer Fabrik sagte dem Ermittler zum damaligen Zeitpunkt, er habe etwa 30.000 Stück des halbverarbeiteten Hundeleders, das auf den Bildern zu sehen ist, auf Lager. Ingrid Newkirk, Vorsitzende von Peta, appelliert an die Menschheit: „Wie soll man sich bei so vielen Großhändlern, die billiges Leder aus China importieren, sicher sein, dass die Lederhandschuhe, die Geldbörse oder ein Lederbesatz nicht aus Hundehäuten ist? Ich bitte Sie, an die verängstigten, gestohlenen Hunde zu denken, die geschlagen und gehäutet werden – und jedes Echtleder von ihrer Einkaufsliste zu streichen.”

China ist das Importland Nummer eins, wenn es um Felle oder Leder geht. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Wegen der fehlenden Tierschutzgesetze, ist es legal, Tiere unter unwürdigen Bedingungen zu halten und abzuschlachten, was wiederum Kosten spart und somit die Händler zum Kauf bewegt. Das Angebot ist immer an die Nachfrage gebunden. Solange die Endverbraucher Mode aus Hundeleder oder -pelz kaufen, wenn auch meist unbewusst, werden die Händler weiter Hundeleder einkaufen und die Farmen Hunde schlachten.

 

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