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Kinshasas ‚Fashion-Lab‘: Ein Schmelztiegel für zentralafrikanische Talente

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Models und Sapeurs, Mitglieder der SAPE, präsentieren während einer Generalprobe für eine Modenschau am Regional Fashion Institute in Africa (IRMA) in Kinshasa am 31. Januar 2026 eine Kreation auf dem Laufsteg. Credits: HARDY BOPE / AFP.
Von AFP

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In einem verlassenen Hangar in Kinshasa, umgeben von staubigen Lastwagen, schreiten junge studierende Models über einen Laufsteg aus Kunstrasen. Sie präsentieren ihre allererste Kollektion vor ihren Kommiliton:innen der kongolesischen Modeschule.

Draußen in der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo rattern Containerschiffe. Doch der Raum mit dem improvisierten Laufsteg im Regional Fashion Institute in Africa (IRMA) ist erfüllt von schicken Elektro-Bassläufen.

Im Juli nahm das IRMA zwölf Studierende aus fünf afrikanischen Ländern auf. Ihnen wird eine kostenlose Ausbildung in den Grundlagen des Nähens und des modischen Unternehmertums geboten.

„Ich möchte von Marken oder Sponsor:innen wahrgenommen werden“, sagte die 24-jährige kamerunische Designerin Benjamine Biloa gegenüber AFP. Sie träumt davon, in Jaunde ein ‚Haute-Couture-Haus‘ zu eröffnen.

Das von Frankreich unterstützte Projekt zielt darauf ab, bis 2026 mehr als 200 junge Menschen auszubilden. Damit sollen Talente entdeckt und die kongolesische Modeindustrie gefördert werden. Diese hat mit preisgünstigen Textilimporten aus Asien zu kämpfen.

„Die Idee ist, es in ein Fashion-Labor in Zentralafrika zu verwandeln“, erklärte Direktorin Sidonie Latere bei einem Rundgang durch das Institut. Es verfügt über ein Fotostudio, eine Bibliothek und einen Ausstellungsraum.

Vom Abfall zum Kunstwerk

Die Studierenden legen letzte Hand an, bevor sie den Laufsteg betreten. Ein Model schlüpft in ein Paar Tartan-Stiefeletten, die vom kongolesischen Sapeur-Designer Koko Lingwala entworfen wurden.

Der makellose Anzug des Models, ergänzt durch einen Zylinder und einen Federstock, ist ein Ausdruck der ‚Sape‘. Sape steht für Societe des Ambianceurs et des Personnes Elegantes. Das bedeutet aus dem Französischen frei übersetzt ‚Gesellschaft der Stimmungsmacher und eleganten Personen‘.

Die Subkultur hat ihre Ursprünge in der Kolonialzeit, als die Einheimischen mit europäischer Mode in Berührung kamen. Sapeurs sind für ihre ultra-elegante Kleidung und ihr Stilbewusstsein bekannt.

Andere Fashionistas tragen einen Mantel aus alten Vorhängen und Sackleinen, eine Tasche aus ‚Hiobstränen‘ einer perlenproduzierenden Pflanze und einen Rock aus Plastiktüten. All dies geschieht mit dem Ziel, aus Europa importierter Secondhand-Kleidung neues Leben einzuhauchen. Sie wird dafür mit natürlichen Materialien kombiniert.

„Wir können nicht mit Fast Fashion weitermachen. Ich habe entdeckt, dass die Textilindustrie eine der umweltschädlichsten ist“, sagte Biloa. Sie hat eine Jacke aus Kuba-Stoff entworfen, einem traditionellen Textil aus der Raffiapalme.

„Man kann heute nicht in der Modebranche arbeiten und die ökologischen Folgen ignorieren“, stimmte Latere zu. „Wir können eine Industrie schaffen, die diesen Abfall in Kunstwerke verwandelt.“

Laut der Direktorin kleiden sich die meisten Kongoles:innen bereits mit Secondhand-Kleidung.

Kongolesische Kreativität

Der 27-jährige Jules Kumpava lebte auf den Straßen von Kinshasa, als er sich für das IRMA-Programm bewarb.

„Meine Eltern wollten nicht, dass ich Künstler werde, also musste ich von zu Hause weggehen und einen Weg finden, mich selbst zu versorgen“, sagte der junge Mann. Er hat bereits versucht, seine eigene T-Shirt-Marke zu gründen.

„Er hat seine Berufung gefunden“, sagte Latere. Sie verweist auf fehlende Infrastruktur und Ressourcen als Hindernisse für die professionelle Ausbildung von Kreativschaffenden.

Die DRK ist eines der ärmsten Länder der Welt. Latere hofft, im ganzen Land mehr Arbeitsplätze in der Modebranche zu schaffen.

In der großen Schneidereiwerkstatt des IRMA rattern etwa 40 industrielle Nähmaschinen neben 3D-Druckern und Hitzepressen.

„Hier kann man ein Hemd an einem einzigen Tag herstellen, anstatt drei oder vier Tage an einer gewöhnlichen Maschine zu arbeiten. Wir werden die Ausrüstung auch Fachleuten zur Verfügung stellen können“, sagte die Direktorin. „Eine der wahren Stärken der DRK sind nicht ihre Minen; es sind unsere Kultur und unsere Kreativität.“(AFP)

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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