Levi's will Kunden ermöglichen, eigene "grünere" Laser-Jeans zu gestalten

Amsterdam - Levi's lanciert auf seiner Website ein neues Feature, das es den Käufern ermöglicht, mit Hilfe einer Laserveredelungstechnologie ihre eigene "grünere" Jeans individuell zu gestalten.

Das Feature, das der Präsident des Direct-to-Consumer-Zweigs von Levi’s, Marc Rosen, am Mittwoch beim World Retail Congress ankündigte, soll es Online-Shoppern ermöglichen, aus einer Blue Jeans - oder einem Stück Stoff - als Ausgangspunkt ihre eigenen Produkte zu entwerfen. Die Käufer können dann die Farbgestaltung und den Grad des Used-Looks der Jeans selbst bestimmen. Das neue Feature wird für US-Kunden im kommenden Herbst online verfügbar sein.

T-Shirt-Personalisierung und Denim-Stickereien reichen für den modernen Shopper nicht mehr aus, um sich modisch auszudrücken sagte Rosen. "Die Kunden wollen ein ganz neues Level an Gestaltungsfreiheit. Sie wollen ihr eigenes Produkt entwerfen. Sie wollen, dass es für sie persönlich gestaltet wird und sie wollen etwas Einzigartiges kreieren." Das neue Verfahren nutzt dazu Levis F.L.X. (future-led execution) Laser-Finishing-Technologie. Diese verbraucht im Vergleich zu herkömmlichen Finishing-Methoden weniger Chemikalien und reduziert einen arbeitsintensiven Prozess von 18-20 Schritten, der bis zu 12 Minuten pro Jeans in Anspruch nimmt, auf eine Drei-Schritt-Methode, die nur 90 Sekunden dauert.

Die Geschäfte von Levi’s sollen von einem "Produkt-Showroom" zu einem "Collaboration Studio" werden

Ein weiterer Vorteil ist, dass der Veredelungs- und Anpassungsprozess nun in Distributionszentren, näher am Kunden als in Fabriken, durchgeführt werden kann, und Rosen schlug vor, die Geschäfte von einem "Product Showroom" in ein Collaboration Studio zu verwandeln.

Er fügte hinzu: "Wenn Sie an ein traditionelles Geschäft denken, ist es so: Die Verbraucher betreten es und sehen Stapel von Produkten, die bereits fertig gestellt wurden, und sie wählen aus, was davon ihnen gefällt. In diesem neuen Store können sie hereinkommen, an eine leere Leinwand herantreten und ihr eigenes Produkt entwerfen. Das unterstreicht die Rolle unserer Stylisten und Schneider. Sie sind ohnehin geschult in der Anpassung unseres Produkts, aber jetzt können sie dieses Wissen mit den Verbrauchern teilen."

Die bedeute auch für die Einzelhändler weniger Risiko, sagt Rosen. Anstatt sie zu früh zu zwingen, Vorhersagen über Verbrauchertrends zu machen, bedeutet dieses neue Konzept, dass der Entscheidungsprozess auf ein viel späteres Stadium verschoben werden kann. Dann nämlich, wenn die Einzelhändler eine bessere Vorstellung davon haben, was der Verbraucher tatsächlich will. Rosen meint, dass die neue Funktion Teil des breiteren Marketingfokus des Unternehmens ist, welcher sich von "Förderung und Aufklärung darüber, was wir haben, hin zur Inspiration der Verbraucher und dem, was sie erschaffen können" verlagert.

Der World Retail Congress 2019 fand vom 14. bis 16. Mai in Amsterdam statt und versammelte rund 1.400 Teilnehmer aus 55 Ländern. Behalten Sie die weitere Berichterstattung über die Veranstaltung von FashionUnited im Auge.

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Fotos: World Retail Congress

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

 

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