Mailänder Modenschauen: Broschen sorgen bei Herren für Glanz
Von riesigen Blumen- oder Uhrenbroschen bei Dolce & Gabbana bis hin zu Anstecknadeln bei Armani: Der Schmuck wanderte bei den Schauen für Herbst/Winter 2026/2027 in der italienischen Stadt von den Händen an die Jacken.
„Ich mag diese kleinen Details, man muss auf sie achten“, sagte der Reggaeton-Star Rauw Alejandro, der bei Prada in der ersten Reihe saß.
Der chinesische Einkäufer John Chen, 45, trug eine goldene Brosche in Form eines Dreiecks. Das ist das Logo der Mailänder Marke. Er trug sie an einem grünen Pullover direkt unter dem Hals. „Ich habe vor etwa fünf Jahren angefangen, Broschen zu tragen. Ich spiele gerne mit ihnen, um Outfits zu personalisieren“, sagte er gegenüber AFP.
In der raffinierten und doch entspannten Kollektion von Armani trugen einige Männer eine Krawattennadel am Revers ihres Sakkos. Männliche und weibliche Models trugen dazu passende funkelnde Broschen.
Bei der Designerin Rowen Rose wurde ein großer oranger Stein verwendet. Er befestigte einen grünen oder gelben Schal an einem passenden Pullover.
„Es verleiht eine besondere Note. Es ist ein gutes Accessoire – es ist sehr maskulin geworden“, sagte Fabio Annese. Der 26-jährige Mailänder Innenarchitekt trug bei Dolce & Gabbana eine herzförmige Brosche.
Das italienische Modehaus Dolce & Gabbana (D&G) ist für seinen extravaganten Stil bekannt. Das Unternehmen verkauft seit seinem Eintritt in die Schmuckwelt 2015 Broschen für Männer. Sie sind „in formelleren Kollektionen nach wie vor wichtig“, so ein Sprecher Zu ihrem Angebot gehören Kreuze, Kronen, Skarabäen und Blumen aus Gold, die mit Diamanten verziert sind. Letztere kosten stolze 7.500 Euro.
„Neue Freiheit“
Der Trend ist in vielerlei Hinsicht eine Rückkehr in die Vergangenheit. In Europa wurde bis zum 18. Jahrhundert der ‚wichtigste‘ Schmuck von Männern getragen. Das erklärte Emanuela Scarpellini, Professorin für Zeitgeschichte an der Universität Mailand.
Wohlhabende und mächtige Männer nutzten ihn als Zeichen ihres Status. Die glitzernden Accessoires signalisierten oft die Zugehörigkeit zu einer Adelsfamilie, einem religiösen Orden oder einen militärischen Rang.
Erst mit dem Aufstieg des Bürgertums und der Geschäftsleute im 19. Jahrhundert kam „die Vorstellung auf, dass Männer sich der Arbeit widmen sollten, mit einer nüchterneren Haltung“. Das sagte Scarpellini bei der Eröffnung einer neuen Mailänder Ausstellung.
Die Ausstellung „The Gentlemen“ ist bis September im Palazzo Morando zu sehen. Sie zeigt, wie Herrenschmuck seither meist einem Zweck diente, wie zum Beispiel Uhren, Manschettenknöpfe und Krawattennadeln.
Heute gibt es „eine neue Freiheit“, wie auch bei der Kleidung. Das sagte die Kuratorin der Ausstellung, Mara Cappelletti, eine Professorin für Schmuckgeschichte. „Es gibt weniger Schmuckstücke mit einer Funktion und mehr mit einer freieren Wahl“, sagte sie gegenüber AFP.
„Viele der Objekte, die Männer heute tragen, wurden nicht für ein männliches Publikum entworfen“, sagte sie. Sie fügte hinzu, dass viele davon Vintage seien. „Die Brosche war noch nie so beliebt.“
Cappelletti merkte an, dass der Trend durch Sänger:innen und Schauspieler:innen verstärkt wurde, die viel Schmuck tragen. Sie verwies auf ein Foto des italienischen Sängers Achille Lauro. Er trug ein riesiges, skulpturales Schmuckstück aus Weißgold und Diamanten auf der Brust, mit passenden Ohrringen. Alles wurde vom Juwelier Damiani zur Verfügung gestellt, der den Popstar sponsert.(AFP)
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