Neuer Report: Alles, was Sie über den Streetstylemarkt wissen müssen

Hypebeast, die auf Streetwear fokussierte Online-Publikation, hat mit PriceWaterhouseCoopers (PwC) zusammen einen Bericht veröffentlicht, der einen umfassenden Überblick über den Streetwear-Markt bietet. Das ungewöhnliche Duo befragte fast 41.000 Streetwear-Konsumenten auf der ganzen Welt, um mehr über ihr Kaufverhalten und ihre meistverkauften Produkte zu erfahren. Sie interviewten auch Experten wie Alexandre Arnault, CEO von Rimowa, und Josh Luber, Gründer von StockX, um zu verstehen, wohin der Markt geht. Ihre Ergebnisse wurden diese Woche in einem Bericht mit dem Titel "Streetwear Impact Report" veröffentlicht. FashionUnited hat die wichtigsten Takeaways für Sie zusammengefasst:

Neuer Report: Alles, was Sie über den Streetstylemarkt wissen müssen

Der Streetwear-Konsument wünscht sich ‘bezahlbare Exklusivität'

Etwa 70 Prozent der Befragten gaben an, ein Jahreseinkommen von 40.000 US-Dollar (ca. 35.000 Euro) oder weniger zu haben, was sie dazu veranlasst, nach einer Mischung aus Erschwinglichkeit und Exklusivität zu suchen. Das in New York ansässige Label Supreme wird als Beispiel für eine Marke genannt, die dieses Modell perfektioniert hat: Seine T-Shirts reichen im Preis von 38 US-Dollar (34 Euro) bis 48 US-Dollar (43 Euro), aber sein "Drop"-Einzelhandelsmodell (die Freigabe von Produkten in limitierter Auflage in kleinen Mengen an ausgewählten Einzelhandelsstandorten, ohne große Vorankündigung) schafft ein Gefühl der Knappheit und Exklusivität.

Auch mit einem niedrigen Budget sind 54 Prozent der an der Umfrage teilnehmenden Verbraucher bereit, jeden Monat bis zu 500 US-Dollar (448 Euro) für Streetwear-Artikel auszugeben, wobei die meisten Befragten (56 Prozent) durchschnittlich 100-300 US-Dollar (89-263 Euro) pro Artikel ausgeben. Zur Überraschung der Forscher sind diejenigen mit dem niedrigsten Einkommen diejenigen, die bereit sind, bis zu fünfmal mehr für Streetwear-Artikel auszugeben als für Non-Streetwear-Produkte.

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Produkt-Drops bleiben effektiv

Apropos Produktdrops, es sieht so aus, als ob diese Retail-Strategie gekommen ist, um zu bleiben. Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der Befragten gaben an, dass sie bereit sind, auf einen Drop zu warten. Weitere 23 Prozent gaben an, dass sie zumindest ein bisschen bereit sind, das zu tun, je nach ihrer Motivation, einen bestimmten Gegenstand in die Finger zu bekommen.

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Beliebteste Streetwear-Artikel

Schuhe ind bei weitem das beliebteste Streetwear-Artikel, wobei 62 Prozent der Befragten diese Sparte als das Produkt auswählen, das sie am ehesten kaufen, gefolgt von T-Shirts und Hoodies (30 Prozent). Die von Hypebeast und PwC befragten Einzelhändler bestätigen den Trend: 72 Prozent von ihnen gaben an, dass Sneaker ihre meistverkauften Produkte sind, während 58 Prozent dasselbe über T-Shirts und Hoodies sagten. Die Autoren des Berichts empfehlen Einzelhändlern, die noch keine Schuhe verkaufen, diese Kategorie schnell in ihr Angebot aufzunehmen.

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Beliebteste Streetwear-Marken

Supreme, Nike und Bape sind die drei beliebtesten Marken unter den Befragten von Hypebeast und PwC, gefolgt von Off-White. Die Autoren des Berichts stellen fest, dass mit Ausnahme von Off-White alle diese Marken seit vielen Jahren existieren: Supreme wurde 1994 gegründet, während Nike 1964 seine Tätigkeit aufnahm. Trotz seines Alters von nur sieben Jahren verdankt Off-White einen Großteil seiner Popularität der früheren Zusammenarbeit von Virgil Abloh mit dem Rapper Kanye West. Streetwear-Konsumenten werden von Tradition, Authentizität und Marken-Heritage geleitet, was es neuen Marken schwer macht, einen Kundenstamm aufzubauen, egal wie stylisch ihr Produkt ist.

Streetwear-Stilsymbole

Wer beeinflusst den Stil der Streetwear-Konsumenten? Wie zu erwarten, gaben die meisten Befragten (80 Prozent) an, dass sie von Hip-Hop- und Rap-Stars inspiriert sind. An zweiter Stelle folgen zeitgenössische Künstler (42 Prozent der Gutachter) und Sportler (40 Prozent).

Neben Prominenten suchen Streetwear-Shopper Inspiration in den sozialen Medien (88 Prozent), gefolgt von der Straße (74 Prozent) und ihren Freunden (52 Prozent). Digitale und gedruckte Modepublikationen wurden von 47 Prozent bzw. 16 Prozent der Befragten erwähnt.

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Wo Konsumenten Streetwear kaufen

Obwohl Streetwear-Liebhaber digital versiert sind, sind physische Geschäfte für 53 Prozent der Befragten immer noch der bevorzugte Kanal. An zweiter Stelle folgen E-Commerce-Websites, die die Präferenz von 42 Prozent der Befragten erhalten haben.

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Auf Platz drei liegen Reseller-Websites, die von 28 Prozent der Verbraucher als bevorzugter Kanal genannt wurden. In Anbetracht der Tatsache, dass Produktdrops ein falsches Gefühl der Knappheit erzeugen, ist es für Streetwear-Liebhaber üblich, begehrte Artikel weiterzuverkaufen, um einen Gewinn zu erzielen - nicht weniger als 69 Prozent der Befragten berichteten, dass sie mehr als 25 Prozent ihrer Streetwear-Käufe weiterverkaufen. Die meisten Befragten (70 Prozent) gaben an, nicht mehr als ein Viertel ihrer Artikel im Wiederverkauf zu kaufen, was bedeutet, dass ein Drittel aller Befragten mindestens ein Drittel ihrer Artikel ausschließlich über den Resale-Markt kauft.

Einzelhändlern wird empfohlen, Instagram im Auge zu behalten: Je mehr sich Instagram als E-Commerce-Plattform etabliert, desto mehr wird erwartet, dass die Verbraucher darüber ihre Streetwear-Produkte einkaufen, so Hypebeast und PwC.

Bilder: Supreme Facebook, Jordan Facebook, Boohoo Man, Screenshots des‘Streetwear Impact Report’ von Hypebeast und PwC

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

 

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