PETA fasst Sammelklage gegen Canada Goose ins Auge

PETA wendet sich an Verbraucher, die sich von Canada Gooses Behauptung, nur Produkte „ethischen Ursprungs“ zu verwenden, in die Irre geführt fühlen. Im Rahmen einer Untersuchung zwecks einer möglichen Sammelklage soll das Unternehmen zur Verantwortung gezogen werden, da es vom Leid der Tiere profitiere, während es gleichzeitig behaupte, dass die Herstellung seiner Fell- und Daunenmäntel "human" vonstatten gehe.

Angesichts der schieren Menge an verkauften Canada Goose Mänteln,wie kürzlich von FashionUnited beschrieben, könnte dies eine große Anzahl von Outerwear-Konsumenten interessieren. PETA hat lange nach Wegen gesucht, seine Botschaft an den Mann zu bringen - von Protesten vor Canada Goose-Stores bis hin zu der Forderung, dass Canada Goose-Mitarbeiter ihren Einfluss von innen ausüben, indem sie Aktien des Unternehmens kaufen und so eine Agenda frei von Tierquälerei vorantreiben können. In den letzten Wochen hat die Organisation auch Anzeigen in den Zeitungen einiger Universitäten der Ostküste - wie Yale, Columbia und der New York University - sowie im Fernsehen bei Good Day New York, Modern Family, Page Six und The Wendy Williams Show geschaltet. Ihr letzter Schritt ist es nun, Kunden anzusprechen, die Mäntel bei der Firma gekauft haben.

PETA fordert Kunden von Canada Goose auf, sich mit ihnen in Verbindung zu setzen

“PETA untersucht mögliche Behauptungen im Zusammenhang mit bestimmten Darstellungen von Canada Goose", sagt PETAs Assistant Manager of Clothing Campaigns, Christina Sewell. „Wir wollen Menschen ermutigen, sich per E-Mail bei uns zu melden, die sich durch die Behauptungen des Unternehmens, es beziehe seine Daunen auf ‚ethische‘ und ‚humane‘ Weise, in die Irre geführt fühlen." Auf die Frage von FashionUnited, ob Kunden, die sich melden, Anspruch auf eine finanzielle Kompensation haben, antwortet sie: „Wenn sich Individuen auf rechtswidrige Falschdarstellungen verlassen und finanziell davon betroffen sind, haben sie das Recht auf Entschädigung für ihre Verluste durch eine Verbraucherschutzklage. Eine mögliche Entschädigung hängt von einem positiven Ausgang in jedem einzelnen Fall ab, und der verfügbare Betrag würde von vielen Faktoren abhängen, einschließlich des für die Canada Goose-Artikel bezahlten Preises und ob die Klage von einer einzigen Person erhoben wird oder eine Sammelklage ist."

Canada Goose behauptet, dass seine Tiere nicht misshandelt würden und keinen Hunger, Angst, Not, Verletzungen oder körperliche Unbequemlichkeit bei der Herstellung ihrer mit Daunen gefüllten Parkas mit Pelzbesatz erlitten. Doch die jüngsten PETA-Videos, die bei einem Canada Goose-Lieferanten aufgenommen wurden, scheinen zu zeigen, wie sich Gänse in riesigen Käfigen gegenseitig zerquetschen, bevor sie am Hals ergriffen und kopfüber aufgehängt werden, wobei ihre Flügel immer noch flattern, obgleich ihre Kehlen bereits aufgeschlitzt sind. In einem anderen Video werden Kojoten, die tagelang in Fallen zurückgelassen wurden, totgeschlagen, getreten und erschossen. FashionUnited hat Canada Goose bezüglich einer Reaktion auf PETAs Drohung kontaktiert, aber bis zur Veröffentlichung dieses Artikels keine Reaktion von dem Unternehmen erhalten.

Jackie Mallon lehrt Mode in New York und ist die Autorin des Buches ‚Silk for the Feed Dogs’, ein Roman, der in der internationalen Modeindustrie spielt. Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

Fotos PETA.org und FashionUnited.com

 

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