PETA fordert zum wollfreien Winter auf

Die Tierschutzorganisation PETA (People for the Ethical Treatment of Animals) hat eine neue Kampagne ins Leben gerufen, in der sie Verbraucher aufruft, in diesem Winter ohne Wolle auszukommen, da die jüngste Video-Enthüllung gezeigt hat, dass Tierquälerei bei der Schafschur wohl eher die Norm statt eine Ausnahme ist.

Das neue Video zeigt, wie Arbeiter auf einer Schaffarm in Australien immer noch das Mulesing durchführen - dabei werden mit großen Scheren Fleischstücke am Hinterteil der Schafe abgeschnitten. Die grausame Praxis sollte eigentlich ausgelaufen sein, scheint aber immer noch gang und gäbe zu sein. Das neue Material ist das fünfte Enthüllungsvideo, das auf ingesamt 37 Schaffarmen auf drei Kontinenten zusammengestellt wurde.

Egal, woher sie stammt, Wolle ist stets ein Produkt aus tierquälerischer Haltung

Um auf das Problem Wolle aufmerksam zu machen, hatte PETA am Black Friday in den Städten Los Angeles und New York Demonstrationen veranstaltet, um Verbraucher aufzufordern, auf Wolle ganz zu verzichten, denn unabhängig davon, von welchen der Hauptwollieferanten in Australien, den USA oder Argentinien die Wolle stammt, sie ist stets ein Produkt aus tierquälerischer Haltung.

"Wir haben gesehen, wie den friedfertigen Tieren ins Gesicht getreten wurde, sie zu Boden geworfen und auf barbarische Weise für Wollpullover und Schals umgebracht wurden", sagte die stellvertretende Direktorin von PETA, Elisa Allen. "PETA appelliert an mitfühlende Menschen überall, um diesen Winter wollfrei zu machen und vegane Kleidung zu tragen."

Die Kampagne stellt das Tragen von Wolle auf eine Stufe mit dem Tragen von Tierfellen wie Nerz oder Fuchs. Als ebenso warme, tierfreundliche Alternative rät die Tierschutzorganisation, in Geschäften gezielt nach Kleidung ohne Wolle zu fragen und auf Produkte aus pflanzlichen oder synthetischen Fasern wie Baumwolle, Lyocell, Viskose, Modal, Polyester und Acryl zurück zu greifen.

Warnung: grausame Bilder, Anschauen nach eigenem Ermessen
 

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