Sarah Burton enthüllt erste Herrenkollektion für Givenchy und Issey Miyake feiert Bambus
Die britische Designerin Sarah Burton präsentierte am Donnerstag während der Pariser Modewoche für Herrenmode ihre allererste Herrenkollektion für Givenchy.
Die 52-jährige Designerin verbindet ihre meisterhafte Schneiderkunst mit der Geschichte des französischen Luxushauses. Damit gibt sie ihr Debüt im offiziellen Programm der Herrenmodewoche in der Hauptstadt.
Drei unterschiedliche Welten
Die Präsentation fand in den Räumlichkeiten der Marke statt. Dort war die Kollektion in drei Bereiche unterteilt.
Der erste Bereich zeigte perfekt geschnittene Zweireiher und weite Hosen. Dazu kamen Hemden mit abnehmbaren Kragen. Ergänzt wurde dies durch Bomberjacken, Bikerjacken und Mäntel mit floralen Stickereien auf Denim-Looks. Eines dieser Outfits wurde mit einem Anhänger kombiniert, der drei Figuren darstellte. Eine davon war eine Anspielung auf den Hausgründer Hubert de Givenchy. Er war an seinem weißen Kittel und der Brille in der Tasche zu erkennen.
Der zweite Bereich präsentierte Trainingsanzüge komplett aus Leder. Diese waren in intensivem Blau, Gelb oder Bonbonrosa gehalten.
In der Haute-Couture-Abteilung war unter anderem der makellos weiße Anzug ausgestellt. Diesen trug der französisch-amerikanische Schauspieler Timothée Chalamet bei der letzten Oscar-Verleihung.
Issey Miyake zollt dem Bambus Tribut
Das japanische Modehaus Issey Miyake enthüllte die neueste Kollektion seines Labels IM MEN. Sie trägt den Titel ‘In Praise of Bamboo Shadows’ und ist eine Ode an die Leichtigkeit und die Schatten von Bambusblättern.
Im Kulturzentrum Césure präsentierten rund 40 Models sehr fließende und übergroße Ensembles. Die Töne waren überwiegend dezent: Weiß, Schwarz, Braun, Salbeigrün, Anis oder Tannengrün. Später folgten einige Looks in Königsblau und Fuchsiarosa.
Der Bambus durchdringt die Kollektion bis in ihre Techniken und Muster. Ein langer weißer Mantel mit schwarzen Schatten und Oberteile, die an zusammengesetzte Bambusblätter erinnern und den Körper durchscheinen lassen, waren zu sehen. Außerdem gab es eine Hose mit Webmuster in Brauntönen sowie zwei lange, durchbrochene Mäntel mit verwobenen horizontalen und vertikalen Streifen.
„Die Silhouetten wiegen sich wie Wellen. Die Linien überlagern und vermischen sich. Figur und Hintergrund verflechten sich. Eine schwankende Präsenz zwischen Abwesenheit und Realität“, heißt es in einer Mitteilung der Linie. Diese wird von Sen Kawahara, Yuki Itakura und Nobutaka Kobayashi geleitet, drei Mitgliedern des Miyake Design Studios.
Zu den Kopfbedeckungen gehörten Schiebermützen und kegelförmige Hüte, die bis zu den Augen reichten. Außerdem gab es Konstruktionen aus Stäben, die an Bambus erinnerten und zu breiten Hüten zusammengefügt waren.
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