Sex in Uniqlo-Umkleide: fünf Menschen verhaftet, Lizenzverlust droht

Fünf Menschen wurden inzwischen im Zusammenhang mit dem Sex-Video verhaftet, das in einer Uniqlo-Umkleidekabine in China gedreht wurde, darunter auch das Pärchen, das die Hauptrolle spielte. Uniqlo selbst droht der Lizenzverlust.

Das 60-sekündige Sex-Video wurde in einer Umkleidekabine von Uniqlos Flagshipstore in Peking gedreht und zeigt einen Mann in Schwarz, der mit einer nackten Frau Geschlechtsverkehr hat. Das Video wurde von Millionen besonders über die Kurzbotschaftendienste Weibo und WeChat verbreitet und zunächst enthusiastisch aufgenommen, brachte aber auch die Sittenwächter auf den Plan: die chinenische Internetbehörde CAC nannte das Video eine Verletzung "fundamentaler sozialistischer Werte". Die chinesische Regierung schwor, "weiterhin gegen vulgäre Materialien online vorzugehen und das Internet zu schützen", so CAC-Leiter Xu Feng gegenüber dem Guardian.

Kein harmloser Spaß für Uniqlo

Laut dem staatlichen Fernsehsender Beijing Television seien der Mann und die Frau bereits am Mittwochabend, kurz nach Verbreitung des Videos, festgenommen worden. Drei weitere Personen folgten, alle werden der Verbreitung von Pornografie angeklagt. Aber auch Uniqlo bekommt Probleme: Es wird derzeit ermittelt, ob das Video von Uniqlo zu Werbezwecken genutzt wurde. Nachdem Dutzende junger Chinesen sich vor dem Geschäft in zweideutigen Posen aufnahmen, schritt die Polizei ein und riegelte das Geschäft kurzzeitig ab.

Uniqlo weist die Anschuldigung, das Video zu Werbezwecken selbst in Auftrag gegeben zu haben, weit von sich. Das Unternehmen entschuldigte sich auch bei seinen Kunden für den Clip und wies sie an, seine Umkleidekabinen nur zur Anprobe zu nutzen.

"Als verantwortliche internationale Marke verpflichtet sich Uniqlo, seinen Kunden ein sicheres, bequemes und hochwertiges Einkaufserlebnis und [ebensolche] Einkaufsorte zu bieten. Wir möchten unsere Kunden darauf hinweisen, bei den gesellschaftlichen moralischen Werten zu bleiben ... und unsere Umkleidekabinen nur angemessen zu nutzen."

Sollte sich der Vorwurf gegen Uniqlo bestätigen, durch die Verbreitung von Pornografie Werbung für sich gemacht zu haben, so droht dem Unternhemen eine Geldstrafe von 200.000 bis zu einer Million Yuan (rund 29.600 bis 148.000 Euro), so die Tageszeigung "China Daily". Zudem könnte der Modekette die Geschäftslizenz entzogen werden.

Die chinesische Bevölkerung gibt sich weiterhin eher amüsiert und feiert den Vorfall mit T-Shirts, die bereits über Internethändler wie Taobao und Tmall erhältlich sind.

 

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