Studie: Produktfälschungen schaden nicht nur Marken, sondern auch Gesundheit der Träger:innen
Gefälschte Bekleidung, Schuhe und Accessoires stellen für Verbraucher:innen ernsthafte chemische und produktsicherheitstechnische Gefahren dar. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie mit dem Titel „Unboxing Fake Fashion Unleashing Real Dangers“. Sie wurde von der amerikanischen American Apparel & Footwear Association (AAFA) veröffentlicht und vom Qualitätssicherungsanbieter Intertek unterstützt.
Im Rahmen der Studie wurden 39 gefälschte Produkte, darunter Kleidung, Schuhe und Accessoires, auf die Einhaltung der US-amerikanischen und internationalen Produktsicherheitsstandards getestet. 16 Produkte, das sind 41 Prozent, entsprachen nicht den Vorschriften und führten zu vier ergänzenden Fallstudien. Die Untersuchung enthält eine Liste aller getesteten Produkte, Empfehlungen und Methodik.
Phthalate, PFAS, Formaldehyd und mehr
Von den nicht konformen Produkten fielen acht, mehr als 20 Prozent der gesamten gefälschten Proben, wegen zu hoher Phthalatwerte auf. Ein Produkt enthielt fast 327.000 Teile pro Million Diethylphthalat (DEP). Damit wurde der gesetzliche Grenzwert um mehr als das 650-fache überschritten, wie in der Restricted Substances List (RSL) der AAFA dargelegt.
Fünf Produkte fielen wegen des Gehalts an Perfluoralkoxypolymeren (PFAS) auf; sechs weitere wegen Alkylphenolen und Alkylphenolethoxylaten (AP/APEOs), drei wegen Bisphenol-A (BPA), zwei wegen Formaldehyd und drei wegen Schwermetallen. Ein Produkt enthielt 191 Teile pro Million Blei. Ein anderes enthielt fast das Zehnfache des gesetzlichen Grenzwertes für Formaldehyd.
Problem unregulierte Marktplätze
Gefälschte Produkte werden oft über unregulierte Drittanbieter-Marktplätze gekauft, die möglicherweise in den sozialen Medien beworben werden. Für die Studie wurde mindestens ein Viertel der nicht konformen Fälschungen auf der Meta-Plattform gekauft oder über diese vermarktet. Dies ist einer der vielen Gründe, warum die AAFA Meta, Meta-affine Plattformen, Shopee und Alibaba für die Aufnahme in die „Notorious Markets List“ (NML) der US-Regierung vorschlägt.
„Fälschungen sind nicht nur eine Frage des Verbraucher:innenvertrauens oder des Markenschutzes, sondern auch eine Frage der öffentlichen Gesundheit“, kommentiert Steve Lamar, Präsident und Chief Executive Officer (CEO) der AAFA, in einer Pressemitteilung.
„Diese Ergebnisse bauen auf unserer Studie aus dem Jahr 2022 auf. Sie zeigen, dass gefälschte Produkte, die oft über unregulierte Drittanbieter-Marktplätze gekauft werden, weiterhin echte Risiken für amerikanische Verbraucher:innen darstellen. Es ist an der Zeit, entschlossen zu handeln, um Verbraucher:innen vor gefährlichen Fälschungen zu schützen. Wir fordern die Politik auf, die sehr realen Gefahren, die online gehandelt werden, unverzüglich anzugehen“, fügt Lamar hinzu.
Vorsicht bei Fanartikeln
Angesichts bevorstehender Feiertage wie Valentinstag und Muttertag sollten Verbraucher:innen vorsichtig sein. Dies gilt auch für Großveranstaltungen wie die Olympischen Winterspiele 2026, die FIFA-Weltmeisterschaft 2026 und Super Bowl 60, bei dem der Markt mit textilen und anderen Produkten überschwemmt wird.
Beim Kauf von Fanartikeln, Geschenken und Kleidung, Schuhen und Accessoires ist daher Vorsicht geboten, denn sonst könnten Verbraucher:innen ihre eigene Gesundheit und die der Beschenkten gefährden.
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