Eltern legen nach Angaben eines Verbandes mehr Wert auf vernetzte und digital steuerbare Produkte für ihre Babys und Kleinkinder. «Die Ansprüche der Konsumenten ändern sich dramatisch durch die Digitalisierung», sagte der Vorstand der Bundesverbands Deutscher Kinderausstattungs-Hersteller, Michael Neumann. Es geht nicht nur um weiterentwickelte Babyfone, sondern zum Beispiel um Autositze, bei denen Puls, Herzschlag und Temperatur von Kindern übermittelt werden. Sogar Socken liefern Daten. Derlei Produkte sollen die Sicherheit der Kleinen verbessern. Mediziner sehen das kritisch, der Kinderärzteverband hält sie für unnötig.

Die Branche für Baby- und Kinderausstattungshersteller kam 2018 nach Verbandsangaben auf einen Jahresumsatz von 7,3 Milliarden Euro in Deutschland, im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 0,6 Prozent. Der Anteil von Digitalprodukten ist unklar. Allerdings bestätigen auch externe Fachleute den starken Techniktrend - so rechnet das britische Marktforschungsunternehmen Technavio für 2019 mit einem weltweiten Umsatzwachstum von gut 10 Prozent in diesem Segment. Die Branche trifft sich von diesem Donnerstag an in Köln auf der Fachmesse Kind + Jugend, 1288 Anbieter aus 55 Staaten werden erwartet. (dpa)

 

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