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Vier Makro-Trends, die die Damenmode in H/W 20 antreiben werden

Von Huw Hughes

24. Feb. 2020

Mode

Mantel: Simonetta Sabo/ Hut: Fonem/ Clips: Bijoux Et Tu

Die britische Modemesse Pure London beendete am Dienstag ihre H/W20-Ausgabe und damit eine Veranstaltung, bei der Besucher aus über 80 Ländern und mehr als 1.300 Modekollektionen unter einem Dach in London zusammenkamen. Auf der Messe bekamen die Besucher auch eine Präsentation von Jane Kellock, der Gründerin und Kreativdirektorin der Modeprognoseplattform Unique Style Platform, über die Makro-Trends, die die AW20/21-Saison bestimmen, zu sehen. Hier ist eine Zusammenfassung der vier wichtigsten Trends, die sie identifiziert hat:

Winterschlaf

Verlangsamung ist der Schlüssel zum ersten Trend, dem Winterschlaf. Dieser Trend ist „eine Reaktion auf die immer schneller werdende Welt, in der wir uns befinden“, so Kellock. Da die Verbraucher versuchen, zu entschleunigen, finden sie Zuflucht vor dem modernen Leben in Selfcare und Bequemlichkeit. Die Formen der Kleidung sind voluminös und kuschelig, mit warmen Schichten und Polstern, während die Verbraucher nach Produkten suchen, die ihnen das Gefühl geben, eingehüllt und geschützt zu sein. Die Farbpalette ist weich und warm und kombiniert neutrale Pastelltöne wie Rose, Pastellrosa, Minze und Salbeigrün. Auch die Einzelhandelsflächen spiegeln den Trend wider: Viele schaffen wohnliche, sichere Räume, in denen sich die Kunden wohlfühlen können.

Model 1 - Pullover: Fitbuddha/ Hose: Alam & Manusia/ Kette: By Nikolas. Model 2 - Mantel: Jayley/Jumper: Rupert & Buckley/Trousers: M & Tesiwei/Scarf: James Lakeland

Einklang

Der zweite Trend, Einklang, dreht sich um umweltfreundliche Entscheidungen in einer Welt der Massenproduktion und der Schnelllebigkeit; es geht darum, vor dem Hintergrund von Entscheidungsmüdigkeit und Überkonsum bewusste Entscheidungen zu treffen. Der Trend ist eine Reaktion auf das zunehmende Interesse der Verbraucher daran, wie und woraus Kleidungsstücke hergestellt werden. Transparenz, Ehrlichkeit, Einfachheit und Zirkularität sind entscheidend. Der Trend zeichnet sich durch nachhaltige Stoffe, Biomaterialien und recycelte Fasern aus, wobei natürliche Töne, die sich an die Natur anlehnen, wie beispielsweise satte Braun- und Grüntöne, Beige, Cremetöne, Chartreuse und Rost.

Hose: Religion/Cape: Jayley/ Poloshirt: 4 Funky Flavours/ Sonnenbrille: Coti Vision

Jacke: Jayley/ Hemd: Angeleye/ Hose: Angeleye/ Sonnenbrille: Nali/ Kette: Nali

Opulenz

Opulenz orientiert sich an der Aristokratie, historischen Bezügen und alten Zeremonien. Übergroße Blumen und überzeichnete Proportionen schaffen einen auf den Anlass konzentrierten Statementlook - aber Abendkleidung, die als luxuriöse Tageskleidung genutzt werden kann, wird für den zeitgenössischen Konsumenten neu definiert. Die Accessoires haben eine religiöse Ästhetik, während die Farbpalette leuchtende Orange- und Rottöne in Kombination mit Cadbury-Lila, Plüschblau und metallischem Gold umfasst. Bei diesem Trend geht es auch um Authentizität und Gemeinschaft. „Die Marken versuchen, dem Wunsch der Verbraucher nach origineller Ästhetik und authentischen Gesprächen zu entsprechen“, sagte Kellock. Im Einzelhandel manifestiert sich dies in Form von Erfahrungen - es geht darum, etwas zu schaffen, das die Menschen auf Instagram teilen wollen, und oft werden Emotionen, Drama und Nostalgie miteinbezogen.

Mantel: Simonetta Sabo/ Bluse: James Lakeland/ Hose: Pour Moi/ Ohrringe: Sonatachic

Nu Tech

Bei Nu Tech geht es darum, die Kluft zwischen Technologie und Mensch zu verwischen. Der Trend geht dahin, dass Streetwear und Sportbekleidung aufgewertet und optimiert wird, indem Marken zunehmend Technologien nutzen, um neue intelligente und anpassungsfähige Materialien zu entwickeln. Der Trend wird durch kräftige, leuchtende Farben wie Limette und Zitronengelb untermauert, während Schwarz, Pfirsich und Mitternachtsblau ihn in der Realität verankern. Im Einzelhandel setzen Marken die Technologie ein, um die Erfahrungen der Verbraucher zu verbessern. Unternehmen wie Nike und die Sneaker-Plattform Goat beispielsweise verwenden AR, damit die Benutzer sehen können, wie sie in bestimmten Turnschuhen aussehen würden.

Mantel: Jayley/ Hoodie: Fitbuddha/ Rock: Paul Brial/ Hut: Seeberger/ Tasche: Nali

Fotos: Hyve Group

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ