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Vier Modetrends für SS27: So begegnen Verbraucher:innen Chaos und KI

Trendforscherin Christine Boland stellt in ihrem Webinar „Mastering Complexity“ ihre Prognose für die Saison Frühjahr/Sommer 2027 vor.
Mode
Jil Sander SS26, Burberry SS26, Tove SS26. Bild: Launchmetrics Spotlight
Von Caitlyn Terra

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In einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher und emotionaler Überforderung gewinnt die Suche nach Sinn und Orientierung an Bedeutung, auch in der Mode. Vor diesem Hintergrund präsentierte die Trendforscherin Christine Boland Anfang Januar ihre Trendprognose für die Frühjahr/Sommer-Saison 2027.

Die Analyse der Trendforscherin mündet in vier übergreifenden Themenblöcken, die zeigen, wie unterschiedlich Menschen dem aktuellen Chaos begegnen.

„Following Dynamics“: schwereloses Volumen, viele Falten und nichts Starres

„Following Dynamics“ richtet sich an Menschen, die einen „Go-with-the-flow“-Ansatz verfolgen. Diese Haltung spiegelt sich nicht nur auf mentaler Ebene wider, sondern auch in den Modekollektionen.

Obwohl die im Webinar gezeigten Entwürfe improvisiert und stilistisch lässig wirken, steckt viel gestalterische Präzision dahinter. Zu sehen sind gezielt platzierte Plissees, geknotete Stoffe und asymmetrische Konstruktionen. „Es scheint, als wäre es zufällig an dieser Stelle befestigt, aber nichts könnte weiter von der Wahrheit entfernt sein. An diesem Thema ist nichts starr, alles ist dynamisch.“

Entwürfe mit diesen Merkmalen finden sich unter anderem bei Tove, Louis Vuitton, Christian Dior und Christopher Esber.

Christian Dior SS26, Tove SS26, Christian Dior SS26. Bild: Launchmetrics Spotlight

„Abstracting Reductionism“: klare Linien, weniger Frivolität

Fast im direkten Gegensatz zu „Following Dynamics“ steht der Trend „Abstracting Reductionism“. Er erinnert an Minimalismus, geht jedoch einen Schritt weiter. Geometrie wird in einen neuen Kontext gesetzt und vermittelt durch die Konstruktion der Kleidungsstücke ein Gefühl von Ruhe und Klarheit.

Ein prominentes Beispiel ist die Kollektion von Simone Bellotti, dem neuen Kreativdirektor von Jil Sander. Die Entwürfe wirken schlicht, sind jedoch geprägt von neuen Formen, messerscharfen Nähten und gerundeten Schultern. Die Silhouetten sind präsent, aber nicht überladen.

In gewisser Weise lässt sich eine Verbindung zum „Quiet Luxury“-Trend ziehen, der das Bedürfnis nach einfacheren, langlebigen Stücken widerspiegelt. Im Unterschied dazu arbeitet „Abstracting Reductionism“ jedoch stärker mit leuchtenden Farben statt ausschließlich mit gedämpften Grau- und Beigetönen. Diese treten zwar ebenfalls auf, dienen jedoch eher als Ausgleich zu kräftigen Farbakzenten.

„Dieses Thema neigt mehr zur Anonymität“, so Boland. „Es ist ein Bedürfnis der Menschen, denn Anonymität existiert in der heutigen Zeit kaum noch.“ Die Entwürfe werden zunehmend reduziert und auf das Wesentliche konzentriert.

Jil Sander SS26. Bild: Launchmetrics Spotlight

„Liberating Conventions“: vielschichtige Traditionen und Epochen

Während die einen in Zeiten der Unsicherheit und Einschränkung kreativ werden, greifen die anderen auf Bekanntes zurück. Eine gewisse Form von Konservatismus und Tradition taucht wieder auf. In der Mode zeigt sich dies der Trendforscherin zufolge durch die Kombination von Epochen und dem „Vermischen von Codes“.

Es ist ein Trend, in dem die Verspieltheit der Menschen wieder zum Vorschein kommt. „Hier kehrt die Freude am Kombinieren und an der Einzigartigkeit zurück. Das ist der eigenwillige Mensch.“ Man denke an die schichtweise Kombination verschiedener Stile, Drucke und Jahrzehnte. „Wer die Kleidung vergangener Jahrhunderte zu wörtlich nimmt, riskiert jedoch einen altbackenen Look“, warnt Boland. „Gestalten Sie es vielschichtig, wir wollen wieder Freude sehen.“

Dabei geht es nicht nur um die Kombination von Epochen, sondern auch um das Mischen von Anlässen. So waren in der vergangenen Saison bei den großen Modehäusern Chanel, Bottega Veneta und Balenciaga Kombinationen aus festlicher Kleidung und einem lässigen Sweatshirt zu sehen.

Closing-Look der Chanel SS26 Show. Bild: ©Launchmetrics/spotlight.

„Making Sense“: Handwerk, Liebe und Zeit

Zu guter Letzt gibt es die Trendgeschichte „Making Sense’. Hier treten Stücke in den Vordergrund, die eindeutig mit viel Liebe und Zeit von Menschenhand gefertigt wurden. Man denke an stundenlange Handarbeit, viele Perlen und Verzierungen aus der Natur wie Muscheln. Boland nennt es „exuberant expression“, einen überbordenden Ausdruck von Handwerkskunst. „Man sieht, dass es nicht von einer Maschine hergestellt werden kann.“

Die Verbraucher:innen werden nämlich mit Bildern von Maschinen und sogar KI überflutet. Dadurch ist oft schwer zu erkennen, was echt ist. Bei den Kleidungsstücken dieser Trendgeschichte gibt es darüber keinen Zweifel. Die komplexe Handarbeit und auch die kleinen Unvollkommenheiten zeigen deutlich die menschliche Handschrift.

Marken, die hier hervorstechen, sind Burberry, Bottega Veneta, Isabel Marant, Proenza Schouler und Altuzarra.

Burberry SS26, Altuzarra SS26, Bottega Veneta SS26. Bild: Launchmetrics Spotlight

„Mastering Complexity“: verschiedene Wege, Komplexem zu begegnen

In einer Welt voller Komplexität fragen sich Menschen und Verbraucher:innen, wie sie damit umgehen sollen. Für die einen bedeutet das, mehr mit dem Strom zu schwimmen, während andere die Anonymität suchen. Wieder andere finden Halt in Traditionen und Konventionen, um mehr Ruhe zu finden. Für jeden dieser Ansätze gibt es einen Platz in Bolands Trendprognose.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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Christine Boland
SS27
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