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Wie die Digitalisierung die Mode 2018 beeinflussen wird

Die durchschnittliche mittelständische Modemarke hat noch keine/n Chief Innovation Digital Organization Officer, aber diese technologiegetriebenen Jobs werden die Zukunft von Handel und Mode entscheidend beeinflussen. Bei der rasanten Entwicklung schnelllebiger Technologien muss die Modebranche mit der Zeit Schritt halten. Dabei geht es um mehr als nur Smart Textiles, Wearables und selbstbindende Schuhe.

Es ist daher kein Zufall, dass der Technologiesektor die Modebranche in seinen Fokus gerückt hat. Amazon, Apple und Google, drei der größten Unternehmen der Tech-Branche, versuchen alle, ihren eigenen Weg in den Modesektor zu finden. Apple hat seine modischen Smartwatches, darunter eine Zusammenarbeit mit der Luxusmarke Hermes; Amazon betreibt eine Shopping-Plattform sowie sprachgesteuerte Kameras; und Google ist führend in der Herstellung leitfähiger Stoffe, wie es in einer Smart-Jacket-Kollaboration von Levi's unter Beweis gestellt wurde.

Mensch und Maschine

Da Automatisierung, kognitive Technologien und künstliche Intelligenz zur Realität werden, müssen Unternehmen möglicherweise die Rollen ihrer Angestellten neu überdenken. So könnten sie die Leistung erhöhen, indem sie den Arbeitskräften einen Teil der Arbeitslast zuweisen, einen anderen Teil den Maschinen und wiederum einen anderen einem hybriden Modell, in dem Technologie und menschliche Leistung zusammenarbeiten.

Das neue Start-up Sewbo zum Beispiel hat einen Nähroboter entwickelt, der den modischen Fertigungsprozess völlig auf den Kopf stellen soll. Sewbo versteift Gewebe chemisch, damit automatisierte Nähroboter ein komplettes Kleidungsstück herstellen können. Gegenwärtig verlassen sich Fabriken auf Menschen, um Gewebe durch Nähmaschinen zu führen und sie am Fließband zu weben.

Big Data

In dieser neuen Zeit der digitalen Aufklärung gibt es unvorstellbar große Datenmengen und darin sind wertvolle, strategische und operative Erkenntnisse und Informationen enthalten.

In diesem neuen Zeitalter stehen Unternehmen mehr Daten zur Verfügung als je zuvor. Sie werden aus einer immer breiteren Palette von Quellen generiert, die diese immer aufschlussreicher machen. Wie der Tech Trends Report 2017 von Deloitte berichtet, werden Insights aus Daten aus transaktionalen Systemen, industrieller Maschinerie, sozialen Medien und aus nichttraditionellen Quellen wie Bildern, Audio, Video sowie dem Deepweb künftig zunehmend die Entscheidungsfindung beeinflussen und neue Wege zu neuen Möglichkeiten erschließen.

In der Mode versorgen bereits Unternehmen wie Edited die weltweit führenden Einzelhändler mit Daten und Erkenntnissen aus der Einzelhandelsanalyse, um das richtige Produkt zum richtigen Zeitpunkt zum richtigen Preis zu verkaufen.

Wie die Digitalisierung die Mode 2018 beeinflussen wird

3D-Druck

Laut Engadget hat der 3-D Druck starke Fortschritte gemacht und ist nicht mehr nur für das Prototyping interessant. Der Sportbekleidungshersteller Adidas zum Beispiel ist auf dem Weg, 3D-gedruckte Schuhe zu einem Massenprodukt zu machen - als Teil des als Futurecraft bekannten Projekts, das 2015 begann.

Anfang dieses Jahres hat Adidas sich mit dem Silicon Valley Start-Up Carbon 3D zusammengetan, um auf dessen neue Herstellungstechnik namens Digital Light Synthesis zu bauen, die Licht und Sauerstoff mit programmierbaren flüssigen Harzen mischt, um in wenigen Minuten 3D-Objekte zu schaffen.

Adidas sagt, dass diese Technologie den 3D-Druck von Sneakern im großen Maßstab ermöglichen soll. Bis Ende 2018 sollen 100.000 Paare ausgeliefert werden.

Der Kunde ist König

In der heutigen Zeit haben Kunden mehr Selbstvertrauen und mehr Wissen als je zuvor. Dank mobiler Technologie kann jeder überall nach Informationen suchen, wann immer und wo immer er will, und auf E-Commerce zu setzen bedeutet, dass Kunden nicht länger gezwungen sind, einen physischen Laden zu besuchen, um zu bekommen, was sie wollen.

Anstatt sich von der Welt der Technologie abschrecken zu lassen, ist es daher von größter Bedeutung, dass Modemarken und Einzelhändler lernen, die Wünsche ihrer Kunden zu verstehen und ihnen die bestmögliche Omni-Channel-Erfahrung zu bieten.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Barbara Russ

Credits: Deloitte Insights, Tech Trends 2018; Engadget "Fashion and Technology will inevitably become one;" photo credit: Savage Beauty exhibition, Alexander McQueen, source: Met Museum Blog