Zeitstrahl: Cheap Monday vom Aufstieg und Fall der Skinny Jeans-Marke

Cheap Monday war vor allem bekannt für seine Skinny Jeans. Mit ihrem Verschwinden waren auch die fetten Jahre für die Marke vorbei. FaahionUnited zeichnet den Aufstieg und Fall der H&M-Tochter nach.

2000: Nicht nur ein weiterer Second Hand Store

Örjan Andersson, Adam Friberg und zwei Freunde eröffnen in einem Vorort von Stockholm einen kleinen Secondhand-Laden namens "Weekend", da er nur samstags und sonntags geöffnet hat. Der Shop wurde trotz seiner abgelegenen Lage zu einem Erfolg, was dazu führte, dass sie einen zweiten Standort im Zentrum Stockholms, den "Weekday"-Laden, eröffneten. Weekday bietet eine Mischung aus hochmodischen, exklusiven Denim-Marken und Second-Hand-Kleidung, eine Mischung, die sich für trendbewusste Stockholmer als attraktiv erwiesen hat.

2004: Die ersten Skinny Jeans

Da die meisten Denim-Marken im Geschäft Premium oder Luxus waren, beschloss Örjan, eine eigene erschwingliche und dennoch modische Option zu entwickeln. Das war die Geburt von Cheap Monday. Die erste Jeans mit dem Namen "Tight" war sofort ein Hit. Die erste Charge von 800 Paar war innerhalb weniger Wochen ausverkauft, was die Marke dazu veranlasste, ihr Angebot auf komplette Kollektionen auszudehnen und es bei mehr Einzelhändlern in ganz Schweden und im Ausland erhältlich zu machen.

2008: Kauf durch H&M

H&M erwirbt die Mehrheit an Fabric Scandinavien, der Gruppe, die Cheap Monday, Weekday und Monki besitzt. Zu diesem Zeitpunkt war Cheap Monday in 28 Ländern und über 1000 Verkaufsstellen erhältlich. Es war die erste Übernahme dieser Art für H&M.

2009: Erster Laden in Kopenhagen

Cheap Monday eröffnet seinen ersten eigenständigen Store in Kopenhagen auf einer 400 Quadratmeter großen Fläche, zu der auch ein Siebdruckstudio gehört, das Einzelstücke in limitierter Auflage vor Ort produziert.

2012: Erster eigener Store in UK

Cheap Monday eröffnet seinen ersten Shop in Großbritannien in der Carnaby Street, London, mit Damen- und Herrenmode, Jeans, Kinder- und Unterwäsche. Zuvor wurde die Marke in Großbritannien über Konzessionsgeschäfte in Selfridges in London, Birmingham und Manchester vertrieben.

2013: Digitaler "Sneak Peek Shop" eröffnet

Cheap Monday startet den 'Sneak Peek Shop', mit dem Kunden eine Woche vor der Modenschau Artikel kaufen konnten.

2014: Brillenkollektion lanciert

Cheap Monday lanciert eine kollaborative Brillenkollektion mit Specsavers. Die Idee war, eine Brille in ein austauschbares Modeaccessoire zu verwandeln, indem der Preis deutlich gesenkt wurde.

2016: Kollaboration mit Faustine Steinmetz

Cheap Monday mit handgefertigten Jeans, Jacken, Kleidern und T-Shirts. Steinmetz, bekannt für ihren handgewebten Denim, wurde bei der Entwicklung der Kollektion von der Heavy Black Metal Szene der 90er Jahre inspiriert.

2017: Neuer Creative Director ernannt

Carl Malmgren, der die Marke von Anfang an begleitet hat, wird vom Leiter des Denim-Designs zum Creative Director befördert.

2018: H&M schließt Cheap Monday

Die H&M Group gibt bekannt, dass sie Cheap Monday, 10 Jahre nach der Übernahme von Fabric Scandinavien AB, schließen wird. "Es gibt seit langem einen negativen Trend bei Umsatz und Gewinn von Cheap Monday", sagte der Fast-Fashion-Riese in einem Statement. Betroffen sind 80 Mitarbeiter, die in Schweden arbeiten.

Bild: Cheap Monday

 

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