Designer Bruno Frisoni nimmt Abschied von Roger Vivier

Beim französischen Schuhlabel Roger Vivier geht eine Ära zu Ende. Am Freitag verkündete das Unternehmen, dass Creative Director Bruno Frisoni die Marke nach 16 Jahren verlassen wird. Seine letzte Kollektion für Roger Vivier wird er am 27. Februar im Rahmen der Fashion Week in Paris vorstellen. Einen Nachfolger konnte das Label, das zum italienischen Konzern Tod’s Group SpA gehört, noch nicht präsentieren.

Diego Della Valle, der CEO von Tod’s, dankte dem scheidenden Designer „für die Arbeit in allen diesen Jahren“ und wünschte Frisoni „eine Zukunft voller neuer Chancen und Erfolge“. Roger Vivier war zuletzt die einzige wirklich erfolgreiche Marke der Unternehmensgruppe, zu der auch die Labels Tod’s, Fay und Hogan gehören. Während der Gesamtkonzern im Geschäftsjahr 2017 einen Umsatzrückgang um 4,1 Prozent auf 963,3 Millionen Euro hinnehmen musste, stiegen die Erlöse von Roger Vivier um 7,8 Prozent auf 179,3 Millionen Euro.

Frisoni bezeichnete die 16 Jahre, die er der „Wiederbelebung“ von Roger Vivier widmete, als „fantastische und außergewöhnliche Erfahrung“ und „hervorragendes Abenteuer“. Der in Paris beheimatete Luxusschuhmacher gilt als Erfinder des Stöckelschuhs und stattete zu seinen Glanzzeiten zahlreiche Prominente aus. So lieferte er Beispielsweise die Schuhe für die Krönungszeremonie der britischen Königin Elizabeth II. Später verlor das Label an Bedeutung, nach der Übernahme durch die italienische Unternehmerfamilie Della Valle im Jahr 2001 erlebte es unter der kreativen Leitung von Bruno Frisoni aber eine zweite Blüte.

Foto: Courtesy of Roger Vivier, Fotografin: Alessandra d’Urso
 

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