Ex-Trigema-Chef kritisiert Enteignungspläne der Linken

Firmenpatriarch Wolfgang Grupp hält mit seiner Meinung nur selten hinter dem Berg – auch nicht nach dem Wahlerfolg der Linken in Berlin.
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V.l.n.r.: Wolfgang Grupp junior, Elisabeth Grupp, Wolfgang Grupp senior und Bonita Grupp Bild: Trigema/Michael Sautter
Von DPA

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Nach dem Wahlsieg der Linken in Berlin hat Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp die Pläne der Partei zur Vergesellschaftung von Wohnungen kritisiert. „Wohnungsunternehmen einfach zu enteignen, kann nicht sein“, sagte der 84-Jährige der „Bild“-Zeitung. „In einer Marktwirtschaft kann man niemanden enteignen, nur weil sein Unternehmen gut läuft.“

Gleichzeitig forderte Grupp laut dem Bericht mehr Verantwortung und Haftung bei großen Wohnungsgesellschaften. „Die müssen geradestehen für das, was sie tun.“ Und auch bei den Kosten sieht er demnach Grenzen: „Beim Wohnungsbau und bei den Mieten kann nicht alles immer teurer werden. Es muss gerecht sein.“

Linke wurde am Sonntag in Berlin stärkste Kraft

Spitzenkandidatin Elif Eralp, die als erste Regierende Bürgermeisterin ihrer Partei ins Rote Rathaus einziehen könnte, will in möglichen Koalitionsverhandlungen eine Vergesellschaftung von Wohnungen großer Konzerne gegen Entschädigung in den Mittelpunkt stellen.

Bei der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am Sonntag war die Linke laut dem vorläufigen Ergebnis mit 25,7 Prozent stärkste Kraft geworden – sie schnitt doppelt so stark ab wie bei der letzten Wahl 2023. Dahinter folgen CDU (18,8 Prozent), AfD (16,3 Prozent), Grüne (14,3 Prozent) und SPD (12,1 Prozent).

Wolfgang Grupp