Gebr. Heinemann beruft früheren Deutschlandchef von Louis Vuitton zum CEO
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Die Gebr. Heinemann SE & Co. KG strukturiert ihren Verwaltungsrat und die Geschäftsleitung um. Dadurch soll auch der Generationswechsel beim Hamburger Handelskonzern fortgesetzt werden.
Morgan Boeri übernimmt zum Jahreswechsel die Rolle des Chief Executive Officer, teilte Gebr. Heinemann am Donnerstag mit. Der Manager bringe umfassende internationale Führungs- und Handelserfahrung von Unternehmen wie dem französischen Luxusmodehaus Louis Vuitton, dem deutschen Sportartikler Adidas und zuletzt dem in Singapur ansässigen Technologieunternehmen Dyson mit. Bei Louis Vuitton war er bis Mitte 2024 General Manager Germany and Central Europe.
Damit werde die bisherige Co-CEO-Struktur aufgelöst. Boeri leitet das Unternehmen gemeinsam mit Chief Commercial Officer Inken Callsen, Chief Sales Officer Florian Seidel und Chief Financial Officer Kai Deneke. Die aktuelle Doppelspitze aus Max Heinemann und Raoul Spanger wechselt zum 1. Januar 2027 in den Verwaltungsrat.
„Gebr. Heinemann steht vor einer Phase, in der klare Rollen, Entscheidungsfähigkeit und Umsetzungskraft besonders wichtig sind“, sagte Co-CEO Raoul Spanger. „Morgan wird gemeinsam mit Inken, Florian und Kai die nächste Entwicklungsphase von Gebr. Heinemann gestalten.“
CEOs wechseln in den Verwaltungsrat
Max Heinemann übernimmt im Verwaltungsrat den Sitz seines Vaters Gunnar Heinemann als Vorsitzender, „der auf eigenen Wunsch aus dem Gremium ausscheidet“, heißt es aus Hamburg. Gunnar Heinemann ist seit 1979 Teil des Unternehmens und gehört zur vierten Generation. Spanger wird zusätzlich in die Rolle des stellvertretenden Vorsitzenden berufen. Claus Heinemann, Gesellschafter und Cousin von Gunnar Heinemann, bleibt Mitglied des Verwaltungsrats.
Max Heinemann wurde 2006 Teil des Familienunternehmens. Ab 2010 baute er in Singapur die Region Asia Pacific für das Unternehmen auf und wechselte acht Jahre später in die Konzernleitung.
„Mit der neuen Aufstellung von Verwaltungsrat und Geschäftsleitung schaffen wir gleichzeitig eine klarere Trennung von strategischer Ausrichtung und operativer Führung und stärken damit unsere Governance-Struktur", sagte Max Heinemann. „Diese Aufstellung gibt uns die Klarheit und Stabilität, die wir für die nächste Entwicklungsphase brauchen."