Goodbye Mulberry - Kreativdirektor Johnny Coca verlässt das Modehaus

Die britische Traditionsmarke Mulberry hat bestätigt, dass Johnny Coca seine Rolle als Kreativdirektor nach fünf Jahren, Ende März 2020, abgeben wird.

Coca wechselte 2015 vom französischen Modehause Celine zu Mulberry, wo er als leitender Design-Direktor für Lederwaren, Accessoires, Schuhe und Schmuck tätig war. Beim britischen Modehaus ersetzte er Emma Hill, die das Haus 2013 verließ.

Er wurde mit der Entwicklung der Luxus-Lifestyle-Vision für die Marke beauftragt und war für die Leitung von Mulberrys Designteam für Lederaccessoires für Damen und Herren, Schuhe, Konfektionsartikel und Soft-Accessoires sowie für die Aufsicht über alle kreativen Aspekte des Markenimages verantwortlich.

Während seiner Tätigkeit beaufsichtigte er die Einführung einer Reihe neuer Taschenfamilien, darunter die Amberley und Iris, sowie die Einführung von Brillen- und Sneakerkategorien und die Neueinführung der Herrenaccessoires und Schmuckserie.

Seine fünf Jahre als Kreativdirektor fielen auch mit dem erfolgreichen internationalen Expansionsprogramm von Mulberry zusammen, mit dem die Marke ihre globale Präsenz ausweitete. Dies wurde unterstützt durch Kundenveranstaltungen in Großbritannien, Japan, Südkorea, Nordamerika, Europa und Australien.

Kreativdirektor Johnny Coca verlässt Mulberry Ende März

Die letzte Kollektion von Coca wird im Frühjahr/Sommer 2021 erscheinen. Mulberry fügte hinzu, dass man bereits mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen habe.

Thierry Andretta, Vorstandsvorsitzender von Mulberry, sagte in einer Erklärung: "Ich möchte Johnny für alles danken, was er in den letzten fünf Jahren zur Marke beigetragen hat. Johnnys kreative Vision war ein Schlüsselelement bei der Umsetzung unserer Strategie zur Entwicklung von Mulberry als internationale Luxus-Lifestyle-Marke. Im Namen des Vorstands und des gesamten Teams von Mulberry wünschen wir Johnny viel Erfolg bei seinem nächsten Vorhaben.

"Auf dem Weg zu unserem 50. Jubiläum im Jahr 2021 konzentrieren wir uns weiterhin auf unsere Strategie, Mulberry als globale Luxusmarke aufzubauen. Wir bleiben der Entwicklung verantwortungsbewusster, innovativer Produkte treu, unterstützt durch ein starkes internes Kreativteam und unser internationales Geschäftsmodell des Omni-Channel-Direktkundengeschäfts".

Goodbye Mulberry - Kreativdirektor Johnny Coca verlässt das Modehaus

Johnny Coca fügte zu seinem Abschied hinzu: "Ich habe meine Zeit mit dieser ikonischen britischen Traditionsmarke sehr genossen und möchte den erstaunlichen Teams und allen danken, die mich während meiner Zeit hier unterstützt haben.”

"Ich bin stolz auf alles, was wir erreicht haben, und auf die Kollektionen, die wir geschaffen haben. Die Leidenschaft und Hingabe, die ich bei Mulberry gesehen habe, war unglaublich, und ich fühle mich geehrt, Teil der Markengeschichte gewesen zu sein".

Mulberry sucht vor 50. Jubiläum nach einem neuen Kreativdirektor

Als Coca zu Mulberry kam, war man gespannt, ob er nach Emma Hill Erfolg haben würde. Hill stellte die Fähigkeit des Modehauses, "It-Taschen" zu kreieren, in den Vordergrund. Der spanische Designer machte sich dennoch schon früh einen Namen, indem er sich auf die " Britishness " der Marke konzentrierte und sie zu einem globalen Lifestyle-Unternehmen machte.

Er begann damit, das ursprüngliche Logo der Marke aus den 1970er Jahren, das er in den Archiven gefunden hatte, zu restaurieren, wobei das ikonische Baum-Logo in eine raffinierte Goldschrift umgewandelt wurde. Außerdem überarbeitete er andere Aspekte des Images von Mulberry, insbesondere die Einführung von Taschen mit geringeren Preisen, um mehr Verbraucher anzusprechen.

Seine erste große Tascheneinführung war die "Clifton", eine klassische Umhängetasche mit einem Kettenriemen, die in verschiedenen Farben erhältlich war. Preislich startete diese Tasche ab 595 Pfund (circa 653 Euro). Allerdings war es die "Iris", eine moderne, vielseitige Tasche mit einem geflochtenen oberen Henkel oder einem langen Schulterriemen, sowie die "Amberley", eine dem Reiterstil angelehnte Schultasche, die auf der Schulter oder freihändig am Körper getragen werden kann, mit denen Coca den Mulberry-Konsumenten wirklich beeindruckte.

Goodbye Mulberry - Kreativdirektor Johnny Coca verlässt das Modehaus

Coca hat auch bei Mulberry eine Vorreiterrolle in Sachen Nachhaltigkeit gespielt, mit der Einführung der ersten 100 Prozent nachhaltigen Ledertasche der Marke, der 'Portobello'-Tragetasche, die als schlankere, luxuriösere und nachhaltigere Alternative zur Plastik-Einkaufstasche konzipiert wurde. Die Tragetasche wird vollständig in Großbritannien in den klimaneutralen Mulberry-Fabriken in Somerset hergestellt und verwendet schweres Leder aus einer Gerberei mit Goldrating, wobei das Material ein Nebenprodukt der Lebensmittelproduktion ist.

Zum Zeitpunkt der Einführung erklärte Coca das Design wie folgt: "Unser Ausgangspunkt für diese Familie war der ultimative Alltagsgegenstand, die Plastiktüte - funktional, aber zum Wegwerfen. Die Portobello behält den schönen Nutzen dieser Silhouette und erhebt sie zu einer eleganten, praktischen und vor allem langlebigen Tasche.

Daraus entstand dann die M-Kollektion, eine Kapsel aus Taschen und Oberbekleidung, die aus einer Mischung aus regeneriertem Nylon der Marke Econyl und nachhaltiger Baumwolle hergestellt wird. Außerdem wird die handwerkliche Fähigkeit des Modehauses hervorgehoben, indem das Angebot von Restaurierungs- und Reparaturdienstleistungen eine Kreislaufwirtschaft schafft.

Johnny Coca wird seine Rolle als Kreativdirektor bei Mulberry am 31. März niederlegen. Seine letzte Kollektion für die Marke wird für Frühjahr/Sommer 2021 erscheinen.

Dieser Artikel wurde zuvor auf FashionUnited.uk veröffentlicht. Übersetzung und Bearbeitung: Ole Spötter

Bild: Mulberry

 

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