Der größte Trendsetter der Modewelt ist nach Ansicht von Modeschöpfer Harald Glööckler (53) der Kunde selbst. «Es ist sehr überheblich und selbstbezogen, zu sagen: Wir machen die Trends. Das stimmt ja überhaupt nicht. Wir bieten Möglichkeiten an - und die Kunden machen ihr eigenes Ding», sagte Glööckler der Deutschen Presse-Agentur. Kunden kombinierten Stile heute oft ganz anders als vom Designer angedacht. «Es ist nicht mehr so, dass man alles von einer Marke kauft und sklavisch so trägt, wie man es gekauft hat», sagte der Wahl-Pfälzer mit Wohnort Kirchheim.

Wenn ein Modeschöpfer gut sei, kreiere er eine eigene Linie, die so stringent sei, dass Menschen sich an ihnen orientierten könnten. «Oft geht es dann wieder umgekehrt, dass sich Scouts von der Straße inspirieren lassen», meinte Glööckler. Seit einiger Zeit habe er den Eindruck, dass sich auch junge Menschen wieder gepflegter kleideten. «Man gibt sich mehr Mühe. Es ist lässiger.» Insgesamt sei aber in den vergangenen Jahren viel Stil und Klasse verloren gegangen. «Deswegen veröffentliche ich als nächstes ein Benimmbuch», kündigte der in Maulbronn (Baden-Württemberg) geborene Designer an.(DPA)

 

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