Lululemon ernennt frühere Nike-Managerin Heidi O'Neill zur CEO
Der kanadische Sportswear-Anbieter Lululemon Athletica Inc. hat am Mittwoch die Ernennung der Branchenveteranin Heidi O'Neill zur neuen CEO verkündet. Sie werde den Posten am 8. September antreten und dann auch einen Sitz im Verwaltungsrat übernehmen, teilte das Unternehmen mit.
Der Berufung sei ein umfassendes Auswahlverfahren des Verwaltungsrates vorangegangen, erklärte Lululemon. Der CEO-Posten war seit dem Rücktritt von Calvin McDonald vakant gewesen. Seine designierte Nachfolgerin bringe „mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in den Bereichen Markenstrategie und Produktinnovation mit“.
O’Neill verbrachte mehr als 25 Jahre bei Nike
O'Neill war über 25 Jahre beim US-amerikanischen Sportartikelriesen Nike Inc. tätig. Zuletzt hatte sie dort den Posten der President of Consumer, Product and Brand bekleidet. Während ihrer Zeit bei Nike trug sie nach Angaben ihres künftigen Arbeitgebers maßgeblich dazu bei, das Unternehmen von einem neun Milliarden US-Dollar schweren Konzern zu einem globalen Marktführer mit über 45 Milliarden US-Dollar Umsatz zu entwickeln.
Ihre Expertise umfasst Herrenmode, Damenmode und Kindermode. Besonderen Schwerpunkte liegen dabei auf digitaler Transformation und dem Einzelhandelsgeschäft. Sie gehört zudem den Verwaltungsräten von Spotify Technology, Hyatt Hotels und Lithia & Driveway an.
Martha Morfitt, die Verwaltungsratsvorsitzende von Lululemon, bezeichnete O'Neill als „bewährte, verbraucherorientierte Markenstrategin“ mit der Fähigkeit, „eine neue Zukunft für eine Marke zu gestalten“.
Das Management stand zuletzt in der Kritik
Im Vorfeld der Ernennung sah sich der Verwaltungsrat von Lululemon anhaltender Kritik ausgesetzt. Ende vergangenen Jahres hatte der US-amerikanische aktivistische Investor Elliott Investment Management eine Beteiligung von rund einer Milliarde US-Dollar am Unternehmen aufgebaut. Das Unternehmen hatte zunächst signalisiert, Jane Nielsen für die Spitzenposition zu unterstützen. Nielsen ist die ehemalige Finanzchefin des US-amerikanischen Modehauses Ralph Lauren.
Parallel zum Investorendruck bleibt derr Lululemon-Gründer und frühere CEO Chip Wilson ein lautstarker Kritiker. Wilson hält rund 4,3 Prozent der Unternehmensanteile und hat dem aktuellen Management vorgeworfen, den „Cool"-Faktor der Marke verloren zu haben. Er versucht derzeit, bei der kommenden Jahreshauptversammlung drei Kandidat:innen für den Verwaltungsrat durchzusetzen.
Im März berief Lululemon Chip Bergh in seinen Verwaltungsrat, um die Führungskompetenz zu stärken. Bergh ist der ehemalige Präsident und CEO des US-amerikanischen Bekleidungsunternehmens Levi Strauss & Co.
Die neue CEO soll das Wachstum wieder ankurbeln
Die Interims-Co-CEOs Meghan Frank und André Maestrini werden das Unternehmen bis zu O'Neills Ankunft im September weiterhin führen. Frank ist zugleich Chief Financial Officer (CFO), Maestrini ist Chief Commercial Officer (CCO). Nach dem Übergang werden Frank und Maestrini in ihre bisherigen Führungspositionen zurückkehren.
O'Neill tritt die Position mit dem Auftrag an, neue Produkte zu etablieren zu beschleunigen und die kulturelle Relevanz zu vertiefen. Obwohl Lululemon weiterhin profitabel ist, haben Analyst:innen betont, dass das Umsatzwachstum seit dem pandemiebedingten Athleisure-Boom nachgelassen habe.
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