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Mitbegründerin Fanny Moizant verlässt Vestiaire Collective nach 16 Jahren

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Von links nach rechts: Sophie Hersan, Minister Bruno Le Maire, Fanny Moizant. Bild: ©Hamilton de Oliveira/MEFSIN
Von Diane Vanderschelden

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Nach 16 Jahren an der Spitze der französischen Secondhand-Plattform Vestiaire Collective gab Mitbegründerin Fanny Moizant am Montag, dem 5. Januar, auf LinkedIn ihren Abschied vom Unternehmen bekannt. Moizant war 2009 an der Gründung beteiligt. Ihr Weggang markiert das Ende eines wichtigen Kapitels in der Geschichte der Circular Fashion.

„Dies war keine Entscheidung, die ich getroffen habe, und auch keine, die ich erwartet habe, aber ich akzeptiere, dass sie das Ende eines außergewöhnlichen Kapitels markiert“, schrieb Moizant. Sie beschrieb es als ein „immenses Privileg“, ein Unternehmen mit „einer Seele, einem Ziel und einer starken Mission“ aufgebaut zu haben: „die Modebranche von innen heraus zu verändern – ein Secondhand-Artikel nach dem anderen“.

Ein aus starker Überzeugung geborenes Unternehmen

Vestiaire Collective wurde 2009 in Paris gegründet, zunächst unter dem Namen Vestiaire de Copines. Die Plattform startete mit nur wenigen Tausend Secondhand-Modeartikeln, die von Freund:innen und direkten Kontakten zusammengetragen wurden. Gegründet von Moizant und ihrer Partnerin Sophie Hersan, setzte sich die Plattform von Beginn an eine ehrgeizige Mission: einen nachhaltigeren und zirkulären Konsum im Luxussektor zu fördern.

Moizant, die seit der Gründung bei Vestiaire Collective tätig war, betonte in ihrer Nachricht den berufungsähnlichen Charakter des Projekts: „Es war nie nur ein Job. Es war eine Berufung, eine Sache, ein fester Glaube daran, dass Zirkularität wichtig ist – für den Planeten, für zukünftige Generationen, für die Branche selbst.“

Vom Start-up zur globalen Expansion

Seit seiner Gründung hat sich Vestiaire Collective zu einem globalen Marktplatz für Secondhand-Luxusmode und zu einem der führenden Namen im Wiederverkauf entwickelt. Die Plattform ist heute in über 70 Ländern weltweit aktiv und bietet einen Katalog mit fast fünf Millionen Artikeln aus einer internationalen Community von Millionen Mitgliedern.

Was die wirtschaftliche Entwicklung betrifft, veröffentlichen private Unternehmen nicht immer detaillierte Geschäftszahlen. Jüngste Schätzungen, insbesondere von Martini.ai, deuten jedoch darauf hin, dass die Plattform im 2024 ein Bruttowarenvolumen (GMV) von etwa 486 Millionen US-Dollar erwirtschaftete. Dies stellt ein deutliches Wachstum gegenüber den Vorjahren dar, für 2025 wird ein weiteres Wachstum prognostiziert.

Vestiaire Collective hat zudem mehrere bedeutende Finanzierungsrunden durchlaufen. Dazu zählt eine Crowdfunding-Kampagne im Februar 2024, die mit rund 3,5 Millionen Euro ihre Ziele deutlich übertraf. Im Laufe des Jahrzehnts beteiligten sich außerdem Investor:innen wie Kering, Tiger Global, SoftBank und Eurazeo.

Internationale Expansion und der britische Markt

Einer der wichtigsten Meilensteine in der internationalen Expansion von Vestiaire Collective war die Eröffnung eines Büros in London, kurz nach dem Eintritt in den britischen Markt Anfang der 2010er-Jahre. Moizant bezeichnete diese Phase häufig als einen Moment persönlicher Transformation. Sie habe „gegen sich selbst“ gekämpft, um es nie zu bereuen, bei der Erschließung neuer Märkte höher zu zielen.

Heute unterhält Vestiaire Collective Büros in mehreren globalen Metropolen. Das Unternehmen verfügt über spezialisierte Teams für Kuratierung, Authentifizierung von Luxusartikeln und Logistik in Städten wie Berlin, New York, Hongkong und Singapur.

Eine Plattform mit Wirkung und Herausforderungen

Vestiaire Collective ist für sein starkes Engagement im Bereich Nachhaltigkeit bekannt. Der Fokus liegt auf der Reduzierung von Abfall und der Verlängerung der Lebensdauer von Luxusprodukten. Dieses Engagement brachte dem Unternehmen 2021 die B-Corp-Zertifizierung ein.

Das Geschäftsmodell stützt sich auf eine aktive Community, strenge Authentifizierungsprozesse und eine hochwertige Kuratierung. Täglich werden Tausende neue Artikel auf der Plattform eingestellt.

Gleichzeitig steht das Unternehmen vor Herausforderungen. Dazu zählen der zunehmende Wettbewerb im Secondhand-Modesektor, ein sich wandelndes Konsumverhalten sowie Marktschwankungen. Diese Faktoren prägen eine Branche, die sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel befindet.

Ein neues Kapitel

In ihrer Nachricht dankte Fanny Moizant „den vielen Menschen, die ich auf meinem Weg getroffen habe – Teamkolleg:innen, Partner:innen, Schöpfer:innen und Aktivist:innen“. Sie würdigte zudem „die Gemeinschaft der Kund:innen“, die sie als „die Seele dieser Bewegung von Anfang an“ beschrieb. Ebenso hob sie ihre Mitbegründerin Sophie Hersan sowie die Führung des amtierenden Chief Executive Officer (CEO) Maximilian Bittner hervor.

„Es gibt noch Größeres zu schaffen. Es gibt noch mehr zu bewirken“, schloss sie und zitierte eine Zeile von Albert Camus über Widerstandsfähigkeit: „Mitten im Winter habe ich erfahren, dass es in mir einen unbesiegbaren Sommer gibt.“

Moizant hat ihre Zukunftspläne bislang nicht bekannt gegeben. Sie verspricht jedoch, dass „die nächste Geschichte bald beginnt“, und deutet damit ein neues Kapitel für eine der einflussreichsten Unternehmerinnen der französischen Fashion-Tech-Branche an.

Dieser Artikel wurde mithilfe von digitalen Tools übersetzt.

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