Neuer Chef für Woolmark-Mutter Australian Wool Innovation
Australian Wool Innovation (AWI), die australische Organisation hinter der globalen Marke Woolmark, hat die Ernennung von Bryan Fry zum neuen Chief Executive Officer (CEO) bekannt gegeben. Die Ernennung tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Fry folgt auf John Roberts, der seit Oktober 2021 als CEO tätig war.
Fry bringt Erfahrung in globaler Unternehmensführung und Landwirtschaft mit. Zuletzt war er als CEO des australischen Weinunternehmens Pernod Ricard Winemakers tätig. Dort verantwortete er internationale Großoperationen und Premiummarken. Seine berufliche Laufbahn umfasst auch eine Tätigkeit als Landwirtschaftswissenschaftler. Dies bildet die Grundlage für landwirtschaftliche Praktiken sowie Expertise in internationalem Marketing und kommerzieller Strategie.
AWI-Chairman George Millington erklärte, dass diese Kombination von Fähigkeiten Fry dazu befähige, die Forschungs-, Entwicklungs- und Marketingorganisation einschließlich des globalen Woolmark-Programms zu leiten.
Fry sagte, er freue sich darauf, die Rolle zu übernehmen und eng mit Interessenvertreter:innen der gesamten Branche zusammenzuarbeiten. „Ich freue mich, zu AWI zu kommen und bessere Ergebnisse sowohl auf dem Hof als auch außerhalb zu erzielen. Australische Wolle ist bei Weitem die beste Naturfaser der Welt. Ich freue mich darauf, meinen Teil dazu beizutragen, eine noch bessere Zukunft für Wollproduzent:innen und die gesamte Branche zu sichern“, sagte er.
Nachfrage nach Merinowolle erreicht 30-Jahres-Hoch
Der Führungswechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem der australische Wollmarkt den stärksten Preisanstieg seit 30 Jahren verzeichnet. Der Eastern Market Indicator (EMI) dient als wirtschaftlicher Richtwert für die Branche in Australien. Er stieg kürzlich um 1,09 Australische Dollar (0,67 Euro) auf 1,45 Australische Dollar pro Kilogramm. Dies entspricht dem höchsten Stand seit Mitte 2022.
Analyst:innen führen diese Rallye auf knappe Lagerbestände und erneutes Vertrauen entlang der Lieferkette zurück. Sie stellen fest, dass der Aufschwung von echter Verbraucher:innennachfrage und nicht von Angebotsengpässen getrieben wird.
Der Marktwert für die Faser soll von 34,90 Milliarden US-Dollar (30,4 Milliarden Euro) im Jahr 2022 auf 63,20 Milliarden US-Dollar bis 2033 wachsen.
Die Verbraucher:innenpräferenzen bewegen sich zunehmend weg von synthetischen Materialien, die derzeit etwa 70 Prozent der Kleidung ausmachen. Im Gegensatz dazu wurden 1973 drei Viertel der Kleidungsstücke aus Naturfasern hergestellt. Aktuelle Daten zeigen, dass 91 Prozent der Verbraucher:innen reine Naturfasern mit qualitativ hochwertigeren Kleidungsstücken assoziieren.
Wolle hat sich auf den jüngsten Frühjahr/Sommer 2027 Laufstegen als primäres Material etabliert. Sie erscheint in Kollektionen von Marken wie Dior, Chanel und Victoria Beckham. Im Luxussegment suchen 68 Prozent der Einkäufer:innen nach Nachhaltigkeitszertifizierungen von Drittanbietern. Zertifizierte Merinowolle erzielt dabei Preisaufschläge von 15 bis 30 Prozent.
Auch die Performance- und Wellness-Sektoren treiben das Wachstum voran. Marken wie The North Face, Lululemon und Patagonia haben Kollektionen mit hohem Merinoanteil auf den Markt gebracht. Sie positionieren die Faser als ganzjähriges Material. Eine Studie der North Carolina State University ergab, dass Basisschichten aus 100 Prozent Merinowolle hinsichtlich Thermokomfort und Feuchtigkeitspufferung 96 Prozent besser abschnitten als Polyester.
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