Die Erbin des Parfüm- und Modehauses Nina Ricci, Arlette Ricci, ist wegen Steuerhinterziehung zu Haft sowie einer Geldstrafe in Millionenhöhe verurteilt worden. Zwei der drei Jahre Gefängnis setzte ein Pariser Gericht zur Bewährung aus, wie ein Justizsprecher der Deutschen Presse-Agentur am Montag bestätigte. Das Gericht hielt es für erwiesen, dass die 73-Jährige Geld auf Schweizer Konten vor dem französischen Fiskus versteckt hatte, dass sie von ihrem Vater geerbt hatte.

Ricci war durch die sogenannten «Swissleaks»-Affäre ins Visier der Ermittler geraten: Ein Informatiker der Schweizer Filiale der Großbank HSBC hatte 2008 französischen Ermittlern vertrauliche Kundendaten von Steuerbetrügern zugespielt. Die Richter ordneten nun auch eine Geldstrafe von einer Million Euro an, zudem sollen zwei Häuser im Wert von insgesamt vier Millionen Euro beschlagnahmt werden.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wie die französische Nachrichtenagentur AFP meldete, wollen Riccis Anwälte zunächst das schriftliche Urteil abwarten, bevor sie über eine Berufung entscheiden. (DPA)

 

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