Valentino: Couturier aus Rom mit Vorliebe für Rot
Als Symbol der Dolce Vita der 1960er Jahre ist der Couturier Valentino Garavani am Montag im Alter von 93 Jahren verstorben. Er war der Schöpfer einer römischen Haute Couture mit sinnlichen und zeitlosen Linien. Damit kleidete er fast ein halbes Jahrhundert lang die größten Ikonen der Welt ein.
Von Elizabeth Taylor über Audrey Hepburn bis hin zu Julia Roberts und Gwyneth Paltrow, Valentino hatte sich darauf spezialisiert, ganz Hollywood einzukleiden. Dabei knüpfte er oft freundschaftliche Beziehungen zu seinen Musen. Sein Adressbuch umfasste die globale Elite: Lady Diana, Nancy Reagan und Jackie Kennedy, die seinen weltweiten Ruhm begründete.
Als Ästhet mit ewig gebräuntem Teint führte er ein prunkvolles Leben. Er pendelte mit seinen fünf Möpsen im Privatjet zwischen seinem römischen Palast, seinem Schloss bei Paris und seiner 50 Meter langen Yacht hin und her.
Pariser Lehrjahre und Obsession für das Schöne
Valentino wurde am 11. Mai 1932 in Voghera in eine bürgerliche Familie geboren und begeisterte sich schon früh für Mode. „Ich habe diese Krankheit seit meiner Kindheit, ich liebe nur schöne Dinge“, vertraute er der Zeitschrift Elle an. „Ich mag es nicht, Frauen mit grellem Make-up und unförmigen Hosen zu sehen. Das ist ein Zeichen von mangelndem Respekt vor sich selbst.“
Mit 17 Jahren verließ er Italien, um in Paris an der École des Beaux-Arts und der Chambre Syndicale de la Couture zu studieren. Geprägt von der Ästhetik Christian Diors – der betonten Taille und den Stilettos – trat er 1952 in das Haus Jean Dessès und 1957 in das von Guy Laroche ein. Als er 1959 beschloss, nach Rom zurückzukehren, waren seine Kolleg:innen erstaunt. „Rom war nichts, im Vergleich dazu war es Provinz!“, erinnerte sich die Designerin Jacqueline de Ribes.
Imperiales Rot und weltweiter Aufstieg
Doch in der Ewigen Stadt gründete er 1960 sein Modehaus zusammen mit Giancarlo Giammetti, seinem Lebensgefährten und unerschütterlichem Partner. Giammetti gelang es, die Marke in ein internationales Imperium zu verwandeln. „Seit über 45 Jahren Freund, Liebhaber und Mitarbeiter von Valentino zu sein, erfordert viel Geduld“, scherzte Giammetti in dem Dokumentarfilm „Valentino: The Last Emperor“.
In den 1960er Jahren, als Rom dank der Cinecittà-Studios zu einer Zweigstelle Hollywoods wurde, drängten sich die Stars in seinem Atelier. 1962 präsentierte er in Florenz seine erste Kollektion, die von seinem emblematischen „Valentino-Rot“ geprägt war. Seine Begegnung mit Jackie Kennedy im Jahr 1964 war der Wendepunkt seiner Karriere. Sie wählte eine seiner elfenbeinfarbenen Kreationen für ihre Hochzeit mit Aristoteles Onassis im Jahr 1968. Dies löste einen riesigen Erfolg in den Vereinigten Staaten aus.
Vermächtnis von Anmut und Savoir-faire
Als Aushängeschild der italienischen Haute Couture verband Valentino transalpines Handwerk, französische Technik und amerikanischen Geschäftssinn. Seine vollständig von Hand genähten Kreationen passten sich der Silhouette an und verliehen eine königliche Ausstrahlung. Für ihn galt: „Eine Frau muss die Köpfe verdrehen, wenn sie einen Raum betritt.“
Nachdem er 2006 in Paris die Ehrenlegion erhalten und sein 45-jähriges Karrierejubiläum prunkvoll gefeiert hatte, zog er sich im Januar 2008 zurück. Wie Giancarlo Giammetti damals erklärte: „Valentino wird der letzte einer Reihe großer Namen sein, der seinen Namen einer Marke verliehen hat, die den Unterschied zwischen gestern und heute definieren kann.“
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