Die Megafusion im Online-Modehandel geht ohne Natalie Massenet vonstatten. Die Gründerin und Chefin des britischen Mode-Versenders Net-a-Porter erklärte vor wenigen Tagen ihren Rücktritt.

Im Frühjahr hatten der italienische Konkurrent Yoox und die Schweizer Unternehmensgruppe Richemont, der Mutterkonzern von Net-a-Porter, die Verschmelzung der beiden Online-Versandhäuser zur Yoox Net-A-Porter Group SpA (YNAP) beschlossen. Damit soll ein europäisches Schwergewicht auf dem internationalen Markt für Luxusmode geschaffen werden. Beide Unternehmen kamen zuletzt auf einen gemeinsamen Jahresumsatz in Höhe von etwa 1,3 Milliarden Euro. Nachdem die zuständigen Wettbewerbsbehörden in der vergangenen Woche ihre Zustimmung gaben, soll die Fusion im Oktober abgeschlossen werden.

Natalie Massenet, die Net-a-Porter im Jahr 2000 gegründet und bis zu ihrem Rücktritt geleitet hat, sollte als Executive Chairman in Zukunft den Verwaltungsrat des neu geschaffenen Unternehmens führen. Daraus wird nun nichts mehr. Massenet werde dem Board of Directors nach der Fusion nicht angehören, teilte Yoox in einer knappen Stellungnahme mit. Presseberichten zufolge könnten Unstimmigkeiten zwischen Massenet und Yoox-Chef Federico Marchetti zum abrupten Rückzug der E-Commerce-Pionierin beigetragen haben. Eine offizielle Begründung gab es aber nicht. Marchetti soll nach der Fusion CEO des Unternehmens werden.

 

Themenverwandte Nachrichten

WEITERE NACHRICHTEN

 

AKTUELLSTE STELLENANGEBOTE

 

MEISTGELESEN