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AKTUALISIERT

Der Uhrenhersteller Junghans verzichtet künftig komplett auf das Geschäft in den großen Kaufhäusern und setzt stattdessen auf Fachhändler und neue Partnerschaften im Ausland. Der schon vor einiger Zeit begonnene Rückzug aus den Uhren- und Schmuckabteilungen der Warenhäuser sei im Januar abgeschlossen worden, sagte Geschäftsführer Matthias Stotz am Freitag am Rande der Uhrenmesse Inhorgenta in München. Im Zusammenspiel mit der ohnehin schwierigen Lage in der Branche habe diese Entscheidung zwar Umsatz gekostet. Man habe aber trotzdem auch das Jahr 2017 mit schwarzen Zahlen abgeschlossen.

"Für uns war das Jahr 2017 wie für die gesamte Branche schon ein sehr schweres Jahr. Aber wir haben uns sehr gut behauptet", sagte Stotz. 23,2 Millionen Euro setzte das Unternehmen aus Schramberg im Schwarzwald um, 2016 waren es noch 24,5 Millionen Euro. Details zum Ergebnis gibt Junghans generell nicht preis. "Der Uhrenmarkt ist in einer gewissen Konsolidierung", sagte Stotz. "Das ist sicherlich auch gut, aber es kostet eben auch Umsatz."

Junghans produziert laut Stotz rund 50 000 bis 60 000 Uhren im Jahr. 60 Prozent des Umsatzes entfallen mittlerweile wieder auf mechanische Uhren, das Sortiment umfasst aber auch weiter Quarz-, Funk- und Solaruhren. "Der Mix ist nach wie vor ein Markenzeichen von Junghans", sagte Stotz. In diesem Jahr will das Unternehmen eine komplett neue Funkuhr auf den Markt bringen.

Zwei Drittel des Umsatzes werden aktuell auf dem deutschen Markt erzielt - bei härter werdender Konkurrenz, wie Stotz sagte. Junghans sucht deshalb nach neuen Absatzmärkten im Ausland. Nachdem man 2016 neue Partner in Panama und Mexiko habe gewinnen können, gebe es seit 2017 nun auch eine strategische Partnerschaft in den USA. "Die USA sind für die Branche in den vergangenen Jahren immer wichtiger geworden", sagte Stotz.

Am Sitz in Schramberg betrieb Junghans einst die größte Uhrenfabrik der Welt mit mehreren tausend Mitarbeitern. Heute arbeiten 115 für Unternehmen. Der markante Terrassenbau in Schramberg wird derzeit saniert und zu einem Museum umgebaut.(dpa)

Der Internet-Handelsriese Amazon hat sich in zwei markenrechtlichen Auseinandersetzungen vor dem Bundesgerichtshof weitgehend durchgesetzt. Die Revision des österreichischen Herstellers von Matten zur Fußreflexzonenmassage, goFit Gesundheit GmbH, wies der Senat in seinem Urteil am Donnerstag zurück.

Mit dem zweiten Fall des Herstellers von wasserdichten Taschen und Behältern, Ortlieb, muss sich das Oberlandesgericht München erneut befassen. Beide unterhalten ein Vertriebssystem mit ausgewählten Partnern und wollen nicht auf Internetplattformen gehandelt werden (I ZR 201/16 und I ZR 138/16).

Die österreichische Firma goFit wollte unterbinden, dass die Amazon-Suchmaschine bei der Eingabe durch Autovervollständigung zu Ergebnissen wie «goFit Gesundheitsmatte» kommt. Das fränkische Unternehmen Ortlieb sieht sich in seinen Markenrechten verletzt, weil Amazon bei einer Suche nach dem Markennamen eine Liste von Konkurrenzprodukten anbietet.

Im Fall goFit liege keine kennzeichenmäßige Verwendung durch Amazon vor, begründete der Senat die Entscheidung. Denn es sei zunächst für den Kunden nicht zu erkennen, von welchem Hersteller die angebotenen Produkte stammen. Ob goFit überhaupt ein Firmenkennzeichen nach dem Markenrecht sei, müsse daher nicht entschieden werden.

Im Fall Ortlieb habe das Oberlandesgericht (OLG) nicht geprüft, ob die Kunden erkennen könnten, von welchen Herstellern die in der Amazon-Liste angebotenen Produkte stammen. Nur wenn sie das nicht könnten, wäre das Markenrecht verletzt. Ortliebs Chancen auf einen Erfolg beim OLG dürften gering sein. «Wir sind der Meinung, dass man das unterscheiden können müsste», sagte der Vorsitzende Richter. (dpa)

fred & ginger bald auch im Ausland erhältlich

Das belgische Kindermodelabel fred & ginger startet seine Großhandelsaktivitäten, um auch außerhalb seiner eigenen Geschäfte in Belgien erhältlich zu sein. Ab der Herbst-/Wintersaison werden die Kollektionen des Labels deshalb über Großhandelspartner im Ausland zu haben sein, darunter auch in Deutschland.

fred & ginger bald auch im Ausland erhältlich

fred & ginger wurde 2005 gegründet und ist inzwischen eine bekannte Größe auf dem belgischen Markt. Das Label entwirft Kollektionen für Kinder zwischen 2 und 14 Jahren. Eine exklusive Linie mit Pyjamas und Taschen wird ebenfalls bald auf den Markt kommen, die in den typischen fred & ginger-Drucken erhältlich sein wird.

fred & ginger bald auch im Ausland erhältlich

Das Label setzt auf Kindermode die verspielt, aber nicht kindisch ist, und steht für Abenteuer, Farben und Konstraste. Starke Grafikdrucke und verspielte Details zeichnen Kindermode aus, die bequem zu tragen und einfach zu pflegen ist.

fred & ginger ist Teil der FNG Modegruppe, die in ganz Europa aktiv ist. Zudem ist das Label ein Mitglied der Fair Wear Foundation, um sicherzustellen, dass die Mitarbeiter in den Zulieferbetrieben fair behandelt werden und in einem sicheren Umfeld arbeiten. Zudem überprüfen Teams der Fair Wear Foundation vor Ort, ob ihr Code of Conduct eingehalten wird.

Fotos: fred & ginger-Website

Die USA gehen erneut mit Strafzöllen gegen aus ihrer Sicht zu billige Einfuhren aus China vor. Handelsminister Wilbur Ross kündigte am Mittwoch an, dass gusseiserne Erdrohre aus China mit Strafzöllen von bis zu 109 Prozent belegt würden.

Am Vortag hatte sein Ministerium bereits Zubehör für größere geschweißte Rohrleitungen aus China mit Strafzöllen in Höhe von bis zu 132 Prozent belegt. Diese Maßnahme traf allerdings auch den Nachbarn Kanada, sowie Griechenland, die Türkei, Indien und Südkorea.

Die Administration von US-Präsident Donald Trump geht seit einem Jahr mit teils harschen Maßnahmen gegen die Einfuhren aus einigen Ländern vor, mit denen die USA ein Handelsdefizit haben. Betroffen sind bisher vor allem China und die Nachbarn Mexiko und Kanada.

Die Maßnahmen richten sich gegen zahlreiche Produkte, von der Alufolie aus China bis zum Passagierflugzeug aus Kanada. Ein Teil der Anti-Dumping-Aktionen hält unter anderem die Welthandelsorganisation WTO für nicht angezeigt.

Insgesamt hat das US-Handelsministerium seit Trumps Amtsantritt nach eigenen Angaben 94 Dumping-Verfahren eingeleitet - ein Anstieg um 84 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. (dpa)

Asos startet mit Activewear Linie Asos 4505

Der britische Onlinehändler Asos ist mit einer eigenen Activewear Linie mit dem Namen ASOS 4505 gestartet. Der Name 4505 soll eine Anspielung auf den Namen Asos in Zahlenformat sein, also 4 sieht aus wie ein A, 5 wie ein S etc., so die Erklärung in der Pressemitteilung.

Mit mehr als 100 Styles für Frauen und Männer spielt die erste Activewear Kollektion von Asos mit der Grenze zwischen Sport und Alltag. Das Design-Team hat dynamische Prints und Farben von aktuellen Modetrends übernommen und sie mit Technologie verbunden. Reflektierende Details in Jacken und T-Shirts leuchten Outdoor-Läuferinnen den Weg, während Kompressionsdrucke für mehr Stabilität sorgen sollen. Auch seamless Leggings gehören zum Portfolio.

Dazu wird auch eine Kampagne gelauncht, die Spaß auf Bewegung machen soll. Die ASOS 4505 Kollektion wird ab Mitte Februar erhältlich sein. Preislich liegt sie zwischen 20 und 115 Euro.

Asos ist bekannt dafür, erschwingliche Mode in allen Kategorien anzubieten - von Brautmode bis hin zu Beauty. Das Sortiment umfasst über 85.000 Produkte externer Marken sowie Eigenmarken, die online vertrieben und über Logistikzentren in Großbritannien, den USA und Europa in nahezu alle Länder der Welt geliefert werden. Es gibt derzeit acht eigenständige, in den jeweiligen Landessprachen erscheinende Webseiten in Großbritannien, den USA, Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien, Australien und Russland.

Foto: ASOS

Der unter Druck geratene Textilhändler Hennes & Mauritz (H&M) hofft mit einer Aufholjagd im Internet die Wende hinzukriegen. Gelingen wird dies nach Ansicht des Unternehmens aber frühestens 2019. Im laufenden Jahr würden die Umsätze in den weltweit gut 4700 Läden nochmals rückläufig sein, teilte der Konzern am Mittwoch während eines Kapitalmarkttages mit. Mau sieht es auch für den Gewinn aus. Die hohen Lagerbestände aus dem vierten Quartal dürften zumindest zu Jahresbeginn noch das Ergebnis belasten, hieß es. Mit einer Rückkehr zu profitablem Wachstum rechnet H&M erst im Jahr darauf.

H&M gilt als sehr verschlossenes Unternehmen, der Kapitalmarkttag ist ein Novum. Der Konzern muss allerdings auch Vertrauen zurückgewinnen, nachdem spätestens mit Vorlage der Jahresbilanz Ende Januar offen zu Tage trat, wie prekär die Lage des einst so erfolgsverwöhnten Konzerns inzwischen ist. Im vierten Quartal (Ende November) knickte der Gewinn nach Steuern von knapp 6 Milliarden im Vorjahr auf 4 Milliarden schwedische Kronen (402 Mio Euro) ein, nachdem H&M seine Klamotten nur mit kräftigem Rabatt loswerden konnte.

Der Textilhändler spürt den Druck von allen Seiten: Online-Händler wie Zalando oder Asos ziehen Kundenschaft ab. Auch beim Preis ist H&M nicht mehr das Maß aller Dinge, Ketten wie Primark sind noch billiger. Und auch gegen den großen Rivalen aus Spanien, Inditex, hat H&M das Nachsehen. Die Zara-Mutter ist wesentlich schneller, wenn es darum geht, die neuesten Trends in die Läden zu kriegen.

Der H&M-Konzern, zu dem auch Marken wie Cos, Weekday oder Cheap Monday gehören, will daher online aufrüsten. Mehr die Hälfte des Investitionsbudgets soll allein in diesem Jahr in den Ausbau des Onlinehandels fließen. Das soll sich in den darauf folgenden Jahren auszahlen: Von 2019 an dürften die im Internet erzielten Umsätze um jährlich 20 Prozent steigen und dann 2022 etwa 75 Milliarden Kronen erreichen. Die Nicht-H&M-Marken sollten ihren Umsatz bis 2022 auf 50 Milliarden Kronen verdreifachen. (dpa)

Under Armour: Schwarzes Jahr endet mit roten Zahlen

Immerhin einen kleinen Lichtblick gab es für den US-amerikanischen Sportartikelhersteller Under Armour Inc. am Ende des Krisenjahres 2017: Im vierten Quartal fielen die Umsätze höher aus, als die Analysten zuvor erwartet hatten. Das lag am Auslandsgeschäft, in dem die Marke weiterhin äußerst dynamisch wächst. Die anhaltende Schwäche auf dem Heimatmarkt, der für Under Armour trotz aller internationaler Expansionsbemühungen immer noch von höchster Bedeutung ist, konnte diese positive Überraschung aber nicht vergessen machen.

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erzielte das Unternehmen ein Umsatzplus: Die Erlöse stiegen um drei Prozent auf 4,98 Milliarden US-Dollar (4,03 Milliarden Euro). Damit war der einstige Shooting Star der Sportartikelbranche aber weit von früheren Wachstumsraten entfernt. In den vorherigen fünf Jahren hatten sie nie unter zwanzig Prozent gelegen. So wuchs der Umsatz 2016 um 22 Prozent, 2015 um 28 Prozent, 2014 um 32 Prozent, 2013 um 27 Prozent und 2012 um 25 Prozent.

Die Nachfrageschwäche in Nordamerika bleibt das Hauptproblem

Die Gründe für das zuletzt nur noch geringe Wachstum lagen in der Heimat. In Nordamerika musste Under Armour 2017 einen Umsatzrückgang um 5,1 Prozent auf 4,80 Milliarden US-Dollar hinnehmen. Das ist für die Marke brisant, weil sie nach wie vor mehr als drei Viertel ihres Umsatzes in dieser Region erzielt. Gerade in den USA durchlief der Sportartikelhandel zuletzt eine Schwächephase, zahlreiche große Ketten, darunter auch wichtige Handelspartner von Under Armour, gingen in die Insolvenz. Außerdem zeigt die Marke, die lange als frische Alternative zu alteingesessenen Größen wie Nike und Adidas galt, seit einiger Zeit Sättigungstendenzen. Ihr ist es zuletzt schlichtweg nicht mehr gelungen, in ausreichendem Maß neue Kunden in der Heimat zu gewinnen.

Schon länger versucht das Management, diese Abhängigkeit durch eine rasante Expansion in Übersee zu verringern. Auch im abgelaufenen Jahr wurden dabei durchaus bemerkenswerte Erfolge erzielt. So stiegen die Umsätze in der Region EMEA, die Europa, den Mittleren Osten und Afrika umfasst, um 42,2 Prozent auf 470,0 Millionen US-Dollar, im asiatisch-pazifischen Raum um 61,4 Prozent auf 433,6 Millionen US-Dollar und in Lateinamerika um 27,9 Prozent auf 181,3 Millionen US-Dollar.

Restrukturierungskosten lassen Under Armour in die Verlustzone rutschen

Die Herausforderung, auf die schwache Nachfrage in der Heimat zu reagieren und gleichzeitig im Ausland möglichst schnell zu wachsen, schlug sich im Ergebnis nieder. So stiegen die Vertriebs- und Verwaltungskosten überproportional zum Umsatz (+14 Prozent), weil das Unternehmen mehr Geld in nachfragesteigernde Maßnahmen, den Ausbau des Online-Geschäfts und die internationale Expansion investierte. Zudem schlugen Restrukturierungsmaßnahmen und Abschreibungen, die vor allem in den USA anfielen, mit einer Sonderbelastung in Höhe von 124,0 Millionen US-Dollar zu Buche. So schrumpfte der operative Gewinn um 93,3 Prozent auf nur noch 27,8 Millionen US-Dollar.

Zinszahlungen und die Folgen der Steuerreform in den USA trugen dazu bei, dass Under Armour in die Verlustzone rutschte: Unter dem Strich stand am Ende des Jahres ein auf die Anteilseigner entfallender Fehlbetrag in Höhe von 48,3 Millionen US-Dollar (39,1 Millionen Euro). Bereinigt um Restrukturierungskosten und einmalige Steuerbelastungen ergab sich nach Angaben des Unternehmens ein Überschuss von 87,1 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch einen Nettogewinn von 198,0 Millionen US-Dollar ausweisen können.

Im laufenden Jahr will das Unternehmen sein Restrukturierungsprogramm fortsetzen

Immerhin fielen die Zahlen im vierten Quartal nicht so schlecht aus, wie Branchenexperten im Vorfeld befürchtet hatten: Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 1,36 Milliarden US-Dollar. Wiederum wurde ein Rückgang in Nordamerika (-4,5 Prozent) durch hohe Steigerungen in den übrigen Märkten (+47 Prozent) mehr als wettgemacht.

Im laufenden Geschäftsjahr erwartet die Unternehmensführung keine Trendwende: Sie prognostiziert eine Umsatzverbesserung um einen „niedrigen einstelligen Prozentsatz“. Erwartet wird dabei ein Rückgang in Nordamerika um einen mittleren einstelligen Prozentsatz und ein Plus von „mehr als 25 Prozent“ im internationalen Geschäft. Der operative Gewinn soll zwanzig bis dreißig Millionen US-Dollar erreichen. Dabei sind Restrukturierungskosten und Wertberichtigungen im Volumen von 110 bis 130 Millionen US-Dollar einkalkuliert. Die Maßnahmen sollen sich ab 2019 auszahlen: Dann rechnet das Unternehmen mit jährlichen Einsparungen in Höhe von etwa 75 Millionen US-Dollar.

Foto: Under Armour Facebook-Page
Puma: ab Mai wieder unabhängig

Nach zehn Jahren in der Hand des französischen Hauptaktionärs Kering wird die Puma SE ab Mai wieder unabhängig. Geplant ist die Auszahlung einer Sonderdividende an die Kering-Aktionäre in Form von Puma-Aktien. Sollte diese genehmigt werden, wäre der Zahlungstermin der 16. Mai 2018.

Bereits im Januar hatte Kering seinen Rückzug aus dem Sportbereich angekündigt, um sich stärker dem Luxusgeschäft widmen zu können, sowie die Verteilung seiner Puma-Aktien als Dividende im Verhältnis von einer Puma-Aktie für zwölf gehaltene Kering-Aktien. Kerings Anteil von 86 Prozent wird sich so auf rund 16 Prozent reduzieren und der Rest an die eigenen Anteilseigner abgegeben werden. Dies muss jedoch in der Hauptversammlung vom 26. April noch genehmigt werden.

Durch Kering-Rückzug erlangt Puma Unabhängigkeit

Es wird dann keinen beherrschenden Aktionär mehr geben und Puma wird seine Unabhängigkeit wiedererlangen. Laut Gulden ist Puma dem Druck gewachsen und wird am 20. März auf einem Investorentag zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder auf sich aufmerksam machen, da das Unternehmen verstärktes Interesse auf Investorenseite erwartet.

Durch den Teil-Ausstieg von Kering wird sich der Streubesitz auf 55 Prozent erhöhen und damit die Chancen von Puma steigen, aus dem Nebenwerteindex SDax wieder in die zweite Börsenliga MDax aufzusteigen. Diese musste das Unternehmen im Herbst 2013 verlassen, da Kerings Anteil zu groß geworden war.

Kering-Chef Francois-Henri Pinault erklärte am Dienstag, Puma stehe am Beginn einer Wachstumsgeschichte. Durch die Verteilung der Aktien an die Aktionäre könnten diese von dem Potenzial der Marke direkt profitieren. Artemis, Pinaults Familienholding, dürfte dann auf 29 Prozent der Anteile kommen.

Puma konnte 2017 14 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahr erwirtschaften und erreichte einen neuen Rekordwert von 4,1 Milliarden Euro. Für 2018 peilt das fränkische Unternehmen mindestens ein Zehntel mehr Erlös an beziehungsweise ein Plus von bis zu einem Drittel beim operativen Gewinn vor Steuern und Zinsen auf 325 Millionen Euro. Puma setzt auf dabei auf die bevorstehende Fußball-Weltmeisterschaft in Russland und prominente Markenbotschafter.

Foto: Puma-Website

Der Immobilieninvestor Rene Benko erwägt nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, seine Sporthandelssparte Signa Sports an die Börse zu bringen. Eine Erstplatzierung sei schon im zweiten Halbjahr 2018 möglich, zitiert Bloomberg mit dem Vorgang vertraute Personen. Signa Sports Group könnte mit bis zu 1,2 Milliarden Euro bewertet werden. Signa wähle derzeit Berater für einen möglichen Börsengang aus. Eine endgültige Entscheidung sei noch nicht gefallen, heißt es. «Gerüchte kommentieren wir nicht», sagte ein Sprecher der Signa Holding am Dienstag der dpa.

Die Sports Group ist Teil von Benkos Handelssparte Signa Retail. Zu ihr gehören Karstadt Sports und die Online-Händler Outfitter, Internetstores, Tennis-Point und Probikeshop. 2017 setzte Signa Sports laut Unternehmenswebsite 650 Millionen Euro um und verfügte in Deutschland, Österreich und der Schweiz über 45 stationäre Standorte sowie 52 Webshops in 18 Ländern. Signa Sports gehört damit zu den fünf größten Sportartikelhändlern in Europa.

Die Karstadt-Sporthäuser waren bereits 2011 vom früheren Karstadt-Eigentümer Nicolas Berggruen von den Warenhäusern rechtlich getrennt und später an Benko verkauft worden.

Benko verfolgt zurzeit ehrgeizige Expansionspläne. So lässt der Unternehmer, dem bereits zahlreiche Top-Immobilien in Deutschland gehören, gerade für 700 Millionen Euro den Elbtower in Hamburg bauen. Seine Pläne für eine Übernahme des Rivalen Kaufhof musste er allerdings vor kurzem erst einmal begraben, nachdem dessen kanadischer Eigentümer HBC sein milliardenschweres Übernahmeangebot abgelehnt hatte. (dpa)

Otto-Tochter Unito erreicht Umsatzziel

Der österreichische Online-Händler Unito-Gruppe konnte seine Umsatzvorgabe für das laufende Geschäftsjahr 2017/18 vorzeitig erfüllen. Die Tochter des Hamburger Handels- und Dienstleistungskonzerns Otto Group hat nach eigenen Angaben am 13. Februar „die angepeilte Umsatzmarke von 400 Millionen Euro“ erreicht und damit das prognostizierte „deutlich zweistellige Wachstum“ erzielt. Das Geschäftsjahr endet am 28. Februar.

Die Unito-Gruppe, zu der etwa die Marken Otto, Quelle und Lascana in Österreich gehören, könne damit schon jetzt „auf das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Unternehmensgeschichte zurückblicken“, heißt es in einer Mitteilung. Unito habe „nicht nur die selbst gesteckten, langfristigen Ziele erfüllt, sondern auch jährliche Zuwachsraten erreicht, die klar über dem Marktniveau liegen“.

Auch für die Zukunft hat das Unternehmen hohe Ansprüche: Im kommenden Jahr soll der Umsatz auf 500 Millionen Euro gesteigert werden, bis 2020 hat sich Unito 550 Millionen Euro zum Ziel gesetzt. Angesichts der jüngsten Entwicklung ist Geschäftsführer Harald Gutschi optimistisch: „Wir sind bestens aufgestellt und erwarten starke Jahre. Unser jährliches Umsatzzuwachs ist höher als der Jahresumsatz vieler Stationärhändler“, erklärte er. Die Unternehmensgruppe will sich nun nun weiter in der Spitzengruppe der österreichischen Online-Versender etablieren: „Unser langfristiges Ziel ist eine Top-5-Platzierung als Non-Food-Händler, die wir durch unseren starken Wachstumskurs erreichen wollen“, erklärte Gutschi.

Foto: Unito Group