(werbung)
(werbung)
Otto will Unternehmenstöchter an die Börse bringen

Der Handelsriese Otto will sich für die Herausforderungen der Zukunft wappnen und soll dementsprechend umgebaut werden. Im Zuge dessen denkt das Management wohl auch über mögliche Börsengänge der zahlreichen Otto-Tochterunternehmen nach, um so frisches Geld für künftige Investitionen zu generieren. Konzernchef Alexander Birken bestätigte bereits gegenüber dem „Handelsblatt“: „"Für einige wachstumsstarke Konzerngesellschaften der Otto Group sind Börsengänge eine ernsthafte Option“.

Birken setzt anscheinend verstärkt auf externe Investoren, um das Wachstum einzelner Töchter zu finanzieren und beschleunigen zu können. „Aber wir suchen nicht nur Partner für bestehende Beteiligungen, sondern wollen uns auch selbst an Unternehmen beteiligen", sagte der Manager dem Blatt. Interessant seien dabei „technologiegetriebene Handelsdienstleister", denn die Online- und Offlinewelt würden im Handel immer stärker verschmelzen. Für das Mode-Start-up About You sucht Otto bereits jetzt nach einem externen Investor.

Birken will zudem das Drogerie- und Kosmetikgeschäft ausbauen. Damit solle unter anderem die Einkaufsfrequenz der Kunden gesteigert werden. „Eine Schrankwand oder ein Sofa kauft man alle paar Jahre, Duschgel und Waschpulver alle paar Wochen", so Birken. Dabei will Otto auch mit dem Kosmetikkonzern L'Oreal zusammenarbeiten. Erst am vergangenen Mittwoch hatte bereits der Online-Modehändler Zalando angekündigt, bald in das Kosmetikgeschäft einzusteigen.

Foto: Otto Group

Puma wächst zweistellig und erhöht Prognose

Der Sportartikler Puma ist wieder auf der Erfolgsstraße und konnte den Höhenflug zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres auch im dritten Quartal fortsetzen. So berichtet der Konzern ein Umsatzplus von satten 17 Prozent (währungsbereinigt 13 Prozent) auf 1,1 Milliarden Euro. Zugleich erhöhte sich auch das operative Ergebnis (EBIT) auf rund 101 Millionen Euro.

Angesichts dieser starken Umsatz- und Ergebnisentwicklung im dritten Quartal 2017 sowie der positiven Geschäftsaussichten für das vierte Quartal 2017 erhöht das Unternehmen seine Prognose für Konzernumsatz, Rohertragsmarge, operative Aufwendungen und operatives Ergebnis (EBIT) für das Gesamtjahr 2017.

Bislang gingen die Verantwortlichen von einem währungsbereinigten Umsatzplus in Höhe von rund zwölf Prozent für 2017 aus, nun sollen es 14 Prozent werden. In Bezug auf die Rohertragsmarge wird nun eine Verbesserung auf cirka 46,5 Prozent erwartet (die bisherige Prognose lag bei 46,0 Prozent). Aufgrund des erwarteten Umsatzanstiegs geht das Management zudem von einer Erhöhung der operativen Aufwendungen (OPEX) im niedrigen zweistelligen Prozentbereich aus (bisherige Prognose: Anstieg im hohen einstelligen Prozentbereich).

EBIT in Höhe von 245 Millionen Euro angepeilt

So erwartet das Management nun ein operatives Ergebnis (EBIT) in einer Bandbreite zwischen 235 und 245 Millionen Euro. Bislang gingen die Verantwortlichen lediglich von einem Jahres-EBIT zwischen 205 und 215 Millionen Euro aus. Übereinstimmend mit der bisherigen Prognose erwarte man weiterhin eine deutliche Verbesserung des Konzerngewinns für das Gesamtjahr 2017, heißt es in einer Unternehmensmitteilung.

Aktuell vertreibt Puma seine Produkte eigenen Angaben zufolge in über 120 Ländern und beschäftigt weltweit mehr als 10.000 Mitarbeiter.

Foto: Puma

Burberry tritt Anti-Sklaverei-Forum bei

Burberry macht ernst: Nach dem Schwur, nachhaltiger und transparenter zu werden, ist nun der neue CEO des Modelabels, Marco Gobbetti, als einer von acht Gründungsmitgliedern dem Business Against Slavery Forum beigetreten.

Gobbetti und weitere Business-Größen aus Großbritannien, darunter Primark-CEO George Weston oder Stuart Gulliver von HSBC haben sich zu der Initiative zusammengeschlossen. Vergangene Woche tagte diese zum ersten Mal im privaten Londoner Klubhaus Home House. Als ihr Vorstand fungierte die britische Innenministerin Amber Rudd.

Das Forum unterstrich die Dringlichkeit für Unternehmen, sich mit moderner Sklaverei auseinanderzusetzen. Laut der International Labour Organisation sind aktuell etwa 40 Millionen Menschen weltweit versklavt, viele davon müssen in Bekleidungsfabriken arbeiten und Kleidung für internationale Bekleidungsmarken herstellen.

Rudd gab gegenüber der Zeitung Evening Standard zu Wort: „Wir wissen, dass Unternehmen, wenn sie nicht ernsthafte und nachhaltige Maßnahmen treffen, ihre Lieferketten zu überwachen, möglicherweise von Sklavenarbeit profitieren - ob auf ihren eigenen Betriebsstätten oder in Fabriken, die tausende von Meilen entfernt sind. Der Modern Slavery Act verlangt von Unternehmen, dass sie ein jährliches Statement veröffentlichen, das darlegt, welche Maßnahmen sie gegen moderne Sklaverei getroffen haben. Ich fühle mich von den tausenden von Statements bestärkt, die bereits veröffentlicht wurden und eine große Bandbreite an innovativen Maßnahmen darlegen.”

Modemarken müssen ihre Lieferketten voll offenlegen

Das Forum zielt darauf ab, eine Plattform für Unternehmen zu bieten, die helfen soll Sklaverei in den Lieferketten zu identifizieren, sie anzugehen und sie zu vermeiden. Sie sollen so außerdem Wissen und Best Practise-Fälle teilen können und die Qualität transparenter Berichterstattung unter dem Modern Slavery Act verbessern.

Wirtschaftsführer werden ein zweimal jährlich stattfindendes Forum besuchen und Repräsentanten zu häufiger stattfindenden Arbeitstreffen entsenden.

“Die Gründungsmitglieder des Business Against Slavery Forums haben Mut bewiesen, indem sie die Augen nicht länger vor der Zwangsarbeit verschließen, die ein Problem in der Lieferkette darstellen kann und noch mehr, indem sie zusammenkommen, um sie aktiv zu bekämpfen”, so Rudd.

„Es ist bereits viel Fortschritt erzielt worden, aber durch den Austausch von Expertise und Erfahrung und durch das Identifizieren und Angehen von Sklaverei werden diese Wirtschaftsführer dazu beitragen, dass sie bald der Geschichte angehört. Sie weigern sich, den Opfern dieses barbarischen Verbrechens den Rücken zuzukehren. Ich hoffe, dass andere Firmen es ihnen gleichtun werden, damit wir gemeinsam Sklaverei aus den dunklen Ecken der Lieferkette, in der Produkte hergestellt werden, die Teil unseres täglichen Lebens sind, ans Licht bringen können.”

Foto: Child Labour Nepal, source: Wikimedia Commons

Der Sportartikelhersteller Puma hat zum dritten Mal in diesem Jahr seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Grund für die wachsende Zuversicht dürfte ein starkes Abschneiden im vergangenen Quartal sein. Laut den vorläufigen Zahlen, die der Konzern am Mittwoch ebenfalls veröffentlichte stieg der Umsatz in der Zeit zwischen Juni und September um rund 13 Prozent auf 1,12 Milliarden Euro. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) schnellte gar um 68 Prozent auf rund 101 Millionen Euro in die Höhe.

Da die Aussichten für das laufende vierte Quartal ebenfalls positiv seien, erhöhe das Management die Prognose für Konzernumsatz, Marge und operatives Ergebnis (Ebit) 2017, hieß es weiter.

Währungsbereinigt dürfte der Umsatz nun zwischen 14 und 16 Prozent wachsen, bislang lag die Bandbreite zwei Prozentpunkte darunter. Der Gewinn vor Zinsen und Steuern soll zwischen 235 und 245 Millionen Euro herauskommen. Hier lagen die Zielmarken bisher bei 205 bis 215 Millionen Euro. Der Konzerngewinn soll sich weiter deutlich verbessern. Die detaillierten Geschäftszahlen will Puma am 24. Oktober veröffentlichen.

Der Kurs der Puma-Aktie legte nach der Veröffentlichung um mehr als vier Prozent zu. Das Papier der Puma-Mutter Kering gewann gut ein halbes Prozent. (DPA)

Baur bestätigt Wachstumsziele

Der Versandhändler Baur, eine Tochter der Otto Group, konnte im ersten halbjahr des laufenden Geschäftsjahres durchaus überzeugen und seinen Netto-Umsatz um zwölf Prozent auf auf 361 Millionen Euro steigern.

Zum profitablen Wachstum hätten alle Geschäftseinheiten beigetragen, so das Unternehmen. Herausragend mit einem Umsatzplus von 24 Prozent habe sich vor allem das internationale Geschäft der Unito-Gruppe entwickelt. Die von Österreich aus gesteuerte Baur-Tochtergesellschaft ist erfolgreich in sieben europäischen Ländern aktiv. Auch das Kernunternehmen Baur ist wieder auf Wachstumskurs und weist immerhin ein leichtes Plus von einem Prozent aus. Planmäßig läuft laut Management auch die Umsetzung der neuen Unternehmensstrategie „Vision 2025“ mit dem Wandel zu einem Zielgruppen-Spezialisten für „Fashion“ und „Home“.

„Die Baur-Gruppe hat eine neue Wachstumsphase eingeleitet. Unsere vielfältigen Dienstleistungen und insbesondere Unito im Online-Handel überzeugen mit guten Leistungen und hohen Steigerungsraten. Auch unser Kernunternehmen Baur hat wieder an Dynamik gewonnen und wichtige Etappenziele in der digitalen Transformation des Geschäftsmodells erreicht,“ so Albert Klein, Vorsitzender der Baur-Geschäftsführung, der Baur „insgesamt auf einem guten Weg“ sieht. Wichtiges Ziel bleibe auch in Zeiten erhöhter Zuwächse und verstärkter Investitionstätigkeit die nachhaltige Wirtschaftlichkeit des Online- und Dienstleistungsgeschäfts.

Das Unternehmen hatte sich zum Ziel gesetzt, bis zum Geschäftsjahresende am 28. Februar 2018 erstmals und deutlich die Umsatzmarke von 700 Millionen Euro zu übertreffen.

Foto: Otto Group

Amazon will deutsche Marken nach China bringen

Amazon China hat bekannt gegeben, dass im „China Global Store“ nun auch deutsche Produkte von der deutschen Amazon Website integriert werden. Insgesamt 400.000 Produkte von deutschen Händlern sollen so auch für chinesische Kunden erhältlich sein.

Noch ist das im Vergleich zur deutschen Amazon Website sehr wenig, wo mehrere Hundert Millionen Produkte gelistet sind. Man wolle schrittweise vorgehen, so die Erklärung. Bei diesen Produkten handelt es sich derzeit vor allem um deutsche Haushaltsmarken, Kindersitze fürs Auto oder für Babynahrung, Produkte, die in China schon seit längerer Zeit stark nachgefragt werden.

Amazon hat den so genannten „China Global Store“ vor drei Jahren mit Produkten aus dem amerikanischen Heimatmarkt gestartet, im vergangenen Jahr kamen dann Japan und Großbritannien dazu.

Amazon hat in China harte Konkurrenz. Allein der chinesische Konzern Alibaba hält die Hälfte der Marktanteile im Onlinehandel, und mehr als 400 Millionen Konsumenten nutzen die Plattform.

Foto: Amazon

Zalando überzeugt beim Umsatz und enttäuscht beim Ergebnis

Beim Umsatz konnte der deutsche Online-Modehändler Zalando auch im dritten Quartal 2017 hohe Zuwächse verbuchen. Der Gewinn entsprach allerdings nicht den Erwartungen. Das geht aus vorläufigen Zahlen hervor, die das Unternehmen am Mittwoch veröffentlichte.

Demnach lagen die Erlöse in den Monaten Juli bis September bei 1,064 bis 1,081 Milliarden Euro und übertrafen das Vorjahresniveau um 27,5 bis 29,5 Prozent. Aufgrund hoher Investitionen ging das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) aber deutlich zurück. Möglicherweise rutschte Zalando sogar operativ in die Verlustzone. Auf der Basis der vorliegenden Zahlen rechnet das Unternehmen mit einem bereinigten EBIT im Bereich von -5 bis +5 Millionen Euro. Branchenexperten hatten etwa zehn Millionen erwartet, im Vorjahreszeitraum hatte das EBIT noch bei zwanzig Millionen Euro gelegen. Die bereinigte EBIT-Marge schrumpfte von 2,3 Prozent im Vorjahr auf -0,5 bis 0,5 Prozent.

Hohe Investitionen drückten den Gewinn

Zum Abrutschen des Gewinns trugen höhere Ausgaben bei. „Wir setzen unsere Wachstumsstrategie mit Hochdruck um und gewinnen dabei weiter Marktanteile“, erklärte Co-CEO Rubin Ritter in einer Mitteilung. „Das dritte Quartal unterstreicht einmal mehr, dass wir unseren Expansionskurs mit Investitionen in unsere Technologie- und Logistikinfrastruktur, das Kundenerlebnis und unsere Markenpartner wesentlich vorantreiben.“

In den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres stieg der Umsatz um 23,5 bis 24,1 Prozent auf 3,145 bis 3,162 Milliarden Euro. Das bereinigte EBIT erreichte bei einer Marge von 3,1 bis 3,4 Prozent voraussichtlich 97 bis 107 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte es im gleichen Zeitraum bei 121 Millionen Euro gelegen. Die Marge betrug seinerzeit 4,7 Prozent. Den vollständigen Geschäftsbericht für die ersten drei Quartale wird Zalando am 7. November vorlegen.

Im kommenden Frühjahr erweitert Zalando sein Angebot um Beauty-Produkte

Der Versender teilte am Mittwoch außerdem mit, dass er sein Angebot erweitern will. Das Unternehmen werde „zum Frühjahr 2018 in den Beauty-Markt einsteigen, um die Chancen des Onlinehandels in diesem Bereich zu nutzen und das eigene Modesortiment zu ergänzen“, erklärte Zalando. Geplant sei, „ein breites Sortiment entlang der gesamten Produktpalette und zu verschiedenen Preiskategorien anzubieten – darunter beispielsweise Kosmetik, Hautpflege oder Parfüm“. Zunächst würden diese Produkte nur in Deutschland angeboten, erklärte das Unternehmen. Nach einer „erfolgreichen Anlaufphase“ sollen aber weitere Märkte folgen.

„Der Einstieg in den Markt für Beauty-Produkte ist für uns der nächste logische Schritt und spiegelt die Wünsche unserer Kunden wider“, erklärte Ritter. Begleitet wird die Einführung der neuen Kategorie mit der Eröffnung eines stationären „Beauty Concept Stores“ in Berlin. Dort sollen auch „Events zu Produkteinführungen, Tutorials und Expertenberatung“ stattfinden. „Der Store bietet uns außerdem die Möglichkeit, digitale Tools offline zu testen und den Beauty-Kunden vor Ort noch besser kennenzulernen“, erklärte das Unternehmen.

Foto: Zalando

Asos steigert Jahresumsatz um 33 Prozent

Glänzende Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016/17 konnte der britische Online-Modehändler Asos plc. am Dienstag präsentieren. Der Umsatz wuchs erneut beträchtlich, der Gewinn wurde sogar mehr als verdoppelt. Dabei spielten aber auch Sondereffekte eine Rolle. CEO Nick Beighton sprach von einem „großartigen Jahr“ für das Unternehmen. Vor allem das Auslandsgeschäft habe sich „exzellent“ entwickelt.

Asos kam im vergangenen Jahr, das am 31. August abgeschlossen wurde, auf einen Gesamtumsatz von 1,92 Milliarden Britischen Pfund (2,16 Milliarden Euro). Gegenüber dem Vorjahr bedeutete das eine Steigerung um 33 Prozent (währungsbereinigt +27 Prozent). Die Einzelhandelserlöse legten um 34 Prozent (währungsbereinigt +27 Prozent) auf 1,88 Milliarden Britische Pfund zu.

Im Ausland verbuchte Asos „exzellente“ Zahlen

In der britischen Heimat wuchsen die Erlöse dabei um 16 Prozent auf 698,2 Millionen Britische Pfund. Noch deutlich dynamischer entwickelte sich das Auslandsgeschäft mit einer Steigerung um 47 Prozent (währungsbereinigt +36 Prozent) auf 1,18 Milliarden Britische Pfund. Nicht nur beim Umsatz, sondern auch bei den übrigen Parametern, an denen sich der Erfolg eines Online-Versenders ablesen lässt, konnte Asos punkten: Die Zahl der aktiven Kunden wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 24 Prozent, der Durchschnittswert der einzelnen Bestellungen um zwei Prozent und die Bestellfrequenz – also die durchschnittliche Zahl der Käufe pro aktivem Kunden – um fünf Prozent. Mit 49,6 Millionen lag die Gesamtzahl der Bestellungen um dreißig Prozent über dem Vorjahreswert.

Weil der Anteil preisreduzierter Produkte am Gesamtumsatz abnahm, stieg die Bruttomarge im Vergleich zum Vorjahr leicht von 48,5 auf 48,6 Prozent. Gleichzeitig erhöhten sich aber auch die Betriebsausgaben, da vor allem die Kosten für den Vertrieb, die Lagerhaltung und das Marketing über dem Vorjahresniveau lagen. So hatte das Unternehmen im März sein neues Distributionszentrum „Eurohub 2“ in Großbeeren bei Berlin in Betrieb genommen, über das nun 95 Prozent der Bestellungen aus Europa abgewickelt werden.

Der Nettogewinn wurde mehr als verdoppelt

Trotz der höheren Investitionen stieg der operative Gewinn um 89,1 Prozent auf 79,6 Millionen Britische Pfund, weil die Beilegung von Markenrechtsstreitigkeiten mit dem schweizerischen Fahrradbekleidungs-Anbieter Assos und dem deutschen Herrenausstatter Anson’s das Ergebnis im Vorjahr einmalig mit 20,9 Millionen Britischen Pfund belastet hatte.

Der ausgewiesene Nettogewinn wurde sogar mehr als verdoppelt: Er wuchs um 162,7 Prozent von 24,4 auf 64,1 Millionen Britische Pfund (71,9 Millionen Euro). Eingerechnet sind hier noch die im Vorjahr verbuchten Verluste des mittlerweile aufgegebenen China-Geschäfts und die aus der Einstellung resultierenden Folgekosten. Der um Sondereffekte bereinigte Vorsteuergewinn aus fortgeführten Geschäften stieg nach Angaben des Unternehmens um 26 Prozent.

Im laufenden Jahr soll der Umsatz um bis zu dreißig Prozent steigen

Ein Ende des rapiden Wachstums ist nicht absehbar: Die Geschäfte seien mit „anhaltendem Schwung“ ins neue Jahr gestartet, erklärte CEO Beighton. „Das Potential unseres Unternehmen ist weiterhin riesig“, sagte er. Beim Umsatz rechnet das Management nun für das laufende Jahr mit einer Steigerung um 25 bis 30 Prozent. Die EBIT-Marge soll mit etwa vier Prozent stabil bleiben. Geplant sind auch deutlich höhere Investitionen: Nach 168 Millionen Britische Pfund im vergangenen Jahr hat das Unternehmen nun 200 bis 220 Millionen Britische Pfund veranschlagt. Damit sollen die Logistikkapazitäten ausgebaut und technologische Innovationen finanziert werden. Mittelfristig rechnet das Unternehmen weiterhin mit einem jährlichen Umsatzplus im Bereich von etwa 20 bis 25 Prozent.

Asos, Geschäftsjahr 2016/17
Umsatz 1,92 Milliarden £
Nettogewinn 64,1 Millionen £

Foto: Asos
Otto sucht Investoren für About You

Für ihr Mode-Start-up About You sucht die Otto Group derzeit Investoren, will aber selbst größter Anteilseigner bleiben. Dadurch soll das schnelle Wachstum und die Internationalisierung des Modehändler vorangetrieben werden.

„Wir starten für die weitere Internationalisierung und für entsprechendes Wachstum von About You eine zweite Finanzierungsrunde“, sagte Alexander Birken, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, gegenüber der WirtschaftsWoche. „Im Zuge einer Kapitalerhöhung ist die Otto Group bereit, einem Investor mit Kapitalmarkterfahrung als weiteren Gesellschafter aufzunehmen. Wir werden aber weiter der größte Anteilseigener bleiben“, fügte er hinzu.

Demnach könnte die Otto Group im Zuge einer Kapitalerhöhung einen Anteil von 25 bis 30 Prozent an dem für sie wichtigen E-Commerce-Start-up verkaufen, das ihr derzeit zu 94 Prozent gehört; die restlichen 6 Prozent verteilen sich auf Seven Ventures von ProSiebenSat.1 und das Berliner Unternehmen German Media Pool.

Informationen aus Finanzkreisen zufolge wurde die Investmentbank Goldman Sachs mit der Investorensuche beauftragt. Zudem will sich Otto-Gesellschafter Benjamin Otto und Enkel von Konzerngründer Werner Otto mit einem Anteil von etwa fünf Prozent an About You beteiligen.

About You ist für die Otto Group strategisch wichtig, soll es doch in den kommenden fünf Jahren zu einem Milliardenunternehmen ausgebaut werden. Im vergangenen Jahr erzielte das E-Commerce-Unternehmen einen Umsatz von 135 Millionen Euro Umsatz; in diesem Jahr werden zwischen 250 und 280 Millionen Euro Umsatz angestrebt.

About You wurde 2013 gegründet und hat seinen Firmensitz in Hamburg. Es wird von den drei Geschäftsführern Hannes Wiese, Tarek Müller und Sebastian Betz geleitet. Das Technologie- und Mode-Unternehmen hat inzwischen 350 Mitarbeiter in 25 Ländern, die sich um eine halbe Million Kunden kümmern.

Foto: About You-Website
K&L und Stones setzen auf langfristige Zusammenarbeit

Die K&L GmbH & Co. Handels-KG mit Sitz in Weilheim und Stones Men's Fashion aus Herne haben eine strategische Partnerschaft geschlossen, durch die sie die Flächenproduktivität der K&L-Standorte steigern wollen.

Stones wird sowohl mit der aktuellen Kollektion, die Businessbekleidung und Sportswear enthält, als auch mit den beliebten Baukastenanzügen in allen 57 Filialen sowie dem Onlineshop ab sofort verfügbar sein.

Jens Bächle, der neue Eigentümer von K&L, setzt auf frische und bodenständige Fremdmarken, um das Sortiment des traditionsreichen mittelständischen Unternehmens zu erweitern und zu ergänzen. Stones ist die vierte Fremdmarke, die zur Abrundung von K&Ls Sortiments beitragen wird.

K&L und Stones setzen auf langfristige Zusammenarbeit

„Wir freuen uns außerordentlich, gemeinsam mit dem Team von K&L rechtzeitig zum 55-jährigen Jubiläum den größten Rollout einer Marke im deutschen Textilfacheinzelhandel in so kurzer Zeit bewerkstelligt zu haben“, kommentierte Stones in einer Pressemitteilung vom Montag. „Gemeinsam werden K&L und Stones die Kunden im mittleren Preissegment mit hohem Mode- und Qualitätsanspruch in den Bereichen Business & Casualwear überzeugen“, hieß es weiter.

In der letzten Woche, am 11. Oktober 2017, startete K&L die Feierlichkeiten zum 55-jährigen Firmenjubiläum und feierte sein Bestehen, das 1962 mit einem kleinen Einzelhandelsgeschäft für Herrenbekleidung von Karl Ruppert am Marienplatz in Weilheim begann. Stones entwickelt und vertreibt seit 1970 Businessbekleidung und urbane Männermode unter den Marken Stones und STNS im Mittelpreissegment und vertreibt zudem verschiedene Handelsmarken.

Fotos: K&L-Website, Stones-Website