Abercrombie & Fitch will sich nicht mehr verkaufen

Sinneswandel beim US-amerikanischen Bekleidungshändler Abercrombie & Fitch: Das Unternehmen hat die Suche nach einem Übernahmeinteressenten abgebrochen. Diskussionen mit Kandidaten, die den Kauf des Freizeitmodespezialisten ins Auge gefasst hatten, seien beendet worden, teilte das Unternehmen am Montag mit. Weitere Kommentare zu den Verhandlungen werde es nicht geben. Statt auf einen neuen Eigentümer setzt die Geschäftsführung nun darauf, dass sich die eingeleiteten Umbaumaßnahmen in den kommenden Monaten auszahlen werden.

Im Mai hatte Abercrombie & Fitch erste Gespräche über einen Verkauf des Unternehmens aufgenommen. Presseberichten zufolge zählte unter anderem der Konkurrent American Eagle Outfitters zu den Interessenten. Doch nun ist eine Übernahme vorerst vom Tisch. Die Anleger reagierten verschnupft: Der Aktienkurs stürzte am Montag um fast zwanzig Prozent Prozent ab, nachdem das Ende der Gespräche bekannt geworden war.

Das Unternehmen hofft auf bessere Geschäfte im zweiten Halbjahr

Executive Chairman Arthur Martinez begründete die strategische Kehrtwende in einer Mitteilung: „Nach einer umfassenden Analyse aller relevanten Faktoren hat der Board of Directors mit Unterstützung unseres Finanzberaters entschieden, dass die konsequente Umsetzung unseres Businessplans der beste Weg ist, um einen Mehrwert für unsere Aktionäre zu schaffen“, erklärte er dort. „Wir glauben an die Perspektive unseres Unternehmens und die Chancen unserer Marken“, betonte Martinez und verwies auf die zuletzt gute Entwicklung des Labels Hollister und die bereits eingeleiteten Revitalisierungsmaßnahmen bei der kriselnden Hauptmarke Abercrombie & Fitch.

Angesichts der Investitionen ins Marketing, das Omnichannel-Angebot und weitere verkaufsfördernde Maßnahmen rechne das Unternehmen mit einem „Aufwärtstrend“ in der zweiten Jahreshälfte. „Wir sind entschlossen, vernünftige, aggressive Maßnahmen zu ergreifen, um unsere Leistung und den Shareholder Value langfristig zu steigern“, erklärte Martinez. Davon muss er die Anleger aber erst noch überzeugen.

Foto: Abercrombie & Fitch Facebook-Page
 

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