Ascena meldet Insolvenz an und stellt Sanierungskonzept vor

Der US-amerikanische Handelskonzern Ascena Retail Group Inc. will sich im Rahmen eines Insolvenzverfahrens sanieren. Am Donnerstag beantragte die seit Langem schwächelnde Unternehmensgruppe, zu der Konzepte wie Ann Taylor, Loft und Lane Bryant gehören, die Eröffnung eines Verfahrens nach Kapitel 11 der US-amerikanischen Insolvenzordnung. Die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie hätten die erfolgreiche Umsetzung der bereits eingeleiteten Reformen „massiv gestört“, erklärte der Einzelhändler in einer Mitteilung.

Die Eröffnung des sogenannten Chapter-11-Verfahrens sei Bestandteil einer Restrukturierungsvereinbarung, der die große Mehrheit der bestehenden Gläubiger zugestimmt habe, erläuterte Ascena. Mit dem Plan will der Konzern seine Verschuldung um etwa eine Milliarde US-Dollar (864 Millionen Euro) reduzieren und damit seine „finanzielle Flexibilität“ erhöhen. Die beteiligten Kreditgeber hätten bereits zusätzliche Mittel in Höhe von 150 Millionen US-Dollar zugesagt.

Gleichzeitig verkündete das Unternehmen einschneidende Sparmaßnahmen. So sollen alle Stores des Labels Catherines sowie eine „große Anzahl“ von Filialen der Marke Justice und ausgewählte Standorte der Konzepte Ann Taylor, Loft, Lane Bryant und Lou & Grey geschlossen werden. Aus Kanada, Mexiko und Puerto Rico will sich der Konzern vollständig zurückziehen.

Für das Online-Geschäft und die geistigen Eigentumsrechte von Catherines sei inzwischen eine Verkaufsvereinbarung mit dem australischen Einzelhändler City Chic Collective Limited geschlossen worden, teilte Ascena mit. Dabei handelt es sich nach Angaben des Konzerns um ein sogenanntes „Stalking-Horse-Angebot“, mit dem das Mindestgebot für eine geplante Auktion der betroffenen Vermögenswerte festgelegt werden soll.

Foto: Ann Taylor Facebook-Page

 

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