China Textile Information Center schließt sich ZDHC an

Das China Textile Information Centre (CTIC), ein staatliches Forschungsinstitut, ist am Freitag der neueste Partner des “Zero Discharge of Hazardous Chemicals” (ZDHC)-Programms geworden. Auch als “Roadmap to Zero” bekannt, befasst sich ZDHC mit dem Thema gefährliche Chemikalien in der globalen Wertschöpfungskette der Textil-und Schuhindustrie.

“Mit dem Beitritt von CTIC zum ZDHC-Programm als offizieller Mitwirkender besteht eine erhöhte Chance für die Harmonisierung und Abstimmung zwischen ZDHC und CNTACs 'Chemical Stewardship 2020 Initiative'. Darüber hinaus schafft dies Impulse für Chinas heimische Marken und Hersteller, was die Kontrolle der gefährlichen Chemikalien in China angeht”, kommentierte ZDHC-Asienchefin Lydia Lin.

Das CTIC wird vom China National Textile and Apparel Council (CNTAC) geleitet, einem Branchenverband, der alle Unternehmen in China vertritt, die mit der Textilindustrie zu tun haben. Anfang dieses Jahres startete die CNTAC ihre "Chemicals Stewardship 2020 Initiative", ein branchenübergreifendes Regelwerk zur Minimierung der nachteiligen Auswirkungen von Chemikalien auf die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Der Beitritt zum ZDHC-Programm wird die Ziele des Chemicals Stewardship 2020 unterstützen.

China Textile Information Center schließt sich ZDHC an

Das ZDHC-Programm begann im Jahr 2011 mit sechs führenden Marken (Adidas, C&A, H&M, Li Ning, Nike und Puma) und besteht heute aus 18 Partnern der Wertschöpfungskette, 8 Mitwirkenden und 22 unterzeichnenden Marken wie Burberry, Esprit, Gap und H&M, Inditex, Kering, Levi Strauss und Primark.

ZDHC sorgt für einen ganzheitlichen Ansatz bei der Verbesserung des Chemikalienmanagements in der Wertschöpfungskette der Textil- und Schuhindustrie und unterstreicht die Bedeutung der Zusammenarbeit aller Beteiligten für die Erreichung dieses Ziels: “Die Bewältigung dieser ökologischen Herausforderung kann nicht allein erreicht werden. Um aussagekräftige und nachhaltige Auswirkungen zu erzielen, brauchen wir die gesamte Industrie, einschließlich NGOs, um diesen Standard zu übernehmen und zu unterstützen”, sagte ZDHC-Direktor Frank Michel.

Ohne China geht es nicht

Die chinesische Textil- und Bekleidungsindustrie an Bord zu haben ist entscheidend für den Erfolg des Programms, da laut Greenpeace Ostasien “China seit 2010 der weltweit größte Chemieproduzent und damit der größte Umweltverschmutzer ist. Das Land gab die Existenz sogenannter Krebsdörfer zum ersten Mal im Februar 2013 zu und enthüllte einen Chemikalienplan im selben Jahr, der 58 Chemikalien auf die schwarze Liste setzt und einen Durchbruch darstellte.

Alle am ZDHC-Programm Beteiligten verpflichten sich, gemeinsam an der Entwicklung und Umsetzung der ZDHC-Standards und -Tools zu arbeiten sowie dem Ziel der Beseitigung gefährlicher Chemikalien in der Textil- und Schuhindustrie. Schwerpunkte werden dabei auf die folgenden Bereiche gelegt: eine Liste der verbotenen Substanzen in der Produktion zu erstellen, Abwasserqualität, Auditprotokoll, Forschung, Ausbildung, Daten und ihre Offenlegung.

Im vergangenen Monat hat das ZDHC seine Abwasserrichtlinien veröffentlicht, eine Reihe einheitlicher Erwartungen an die Abwasserqualität für die gesamte Textil- und Schuhindustrie, die nun von allen Akteuren innerhalb der Wertschöpfungskette angenommen werden sollen.

Fotos: ZDHC
 

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